2732 Geschichten

Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 2.732 Geschichten und dienstags und freitags kommt jeweils eine weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen

Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Mittwoch, 27. Februar 2013

Achtung! Vorsicht! Die Traumdiebe sind unterwegs!



Quelle: Helmut Mühlbacher


„Alter macht Falten im Gesicht.
Aber Aufgaben macht Falten in der Seele.“
Douglas Mac Arthur


Ihr Lieben,


ich möchte Euch heute eine Geschichte erzählen von einem Mann, dessen Namen ich mit Absicht erst am Ende der Geschichte nennen möchte.
Ich bin diesem großartigen Mann vor einigen Jahren im Pferdesportzentrum in Verden bei Bremen in der dortigen Niedersachsenhalle begegnet.
www.kreiszeitung.de


Dieser Mann hielt einmal in den USA einen Vortrag vor einer Gruppe von Lehrern und erzählte ihnen folgende Geschichte:


"Es gab da einmal einen kleinen Jungen, dessen Vater ein unbedeutender umherwandernder Pferdedresseur war, der von Stall zu Stall und von Ranch zu Ranch reiste, um Pferde zu dressieren.
 
So wurde die Schulausbildung seines Sohnes immer wieder unterbrochen.

In der Oberstufe wurde sein Sohn von einem Lehrer gebeten, einen längeren Aufsatz darüber zu schreiben, was er einmal werden möchte und tun wolle, wenn er älter wäre.


So schrieb der Sohn einen langen interessanten Aufsatz, der sein ersehntes Ziel beschrieb, eines Tages eine Ranch mit vielen Pferden zu besitzen. Er schrieb sehr ausführlich über seinen wundervollen Traum und zeichnete sogar einen genauen Plan, der alle Gebäude und Ställe zeigte, ebenso fertigte er eine Zeichnung an, die das 400 qm große Haus, das auf seiner Traumranch einmal stehen sollte in allen Einzelheiten zeigte.
Quelle: Helmut Mühlbacher

Er hängte sein ganzes Herz an das Projekt, er opferte viel Zeit für den Aufsatz und die dazu gehörigen Pläne und Zeichnungen und übergab die Arbeit voller Stolz seinem Lehrer.


Zwei Tage später erhielt er sie bereits zurück mit der schlechtesten Note, die überhaupt möglich war, mit einer glatten 6, und mit dem Hinweis, sich nach der Stunde bei seinem Lehrer zu melden. Der Junge mit dem großen Traum ging nach der Stunde zu dem Lehrer und fragte:
"Warum habe ich eine 6 bekommen?“


Der Lehrer antwortete ihm: "Was Du zu Papier gebracht hast, das ist ein unrealistischer Traum für einen Jungen wie Dich. Du hast überhaupt kein Geld. Du stammst aus einer armen Wanderarbeiterfamilie. Der Besitz einer Ranch kostet sehr viel Geld. Du musst Land kaufen.
Es gibt für Dich keine Möglichkeit,
dass Du das jemals schaffen könntest.

 
Wenn Du diese Arbeit mit einem realistischen Ziel neu schreibst,
werde ich die Note nochmals überdenken.“


Der Junge ging nach Hause und dachte lange darüber nach.
Am Abend vor dem Zubettgehen fragte er seinen Vater. was er tun sollte.
 
Sein Vater setzte sich auf die Bettkante und schaute ihn ernst an.
"Das ist Dein Traum", sagte er zu seinem Sohn,
"Du musst entscheiden, wie wichtig er für Dich ist.“


Schließlich, nachdem der Junge eine Woche damit zugebracht hatte, zu überlegen, reichte er dieselbe Arbeit noch einmal ein, ohne irgendetwas daran zu ändern.
Er sagte zu seinem Lehrer, als er ihm die Arbeit übergab: 

"Sie können die 6 stehen lassen
und ich kann meinen Traum behalten."


Monty Roberts, der inzwischen weltberühmte sogenannte Pferdeflüsterer, wandte sich an die versammelte Gruppe der Lehrer und fügte hinzu:
"Ich erzähle Ihnen diese Geschichte, weil Sie in meinem 400 qm-Haus mitten in meiner 200 Morgen-Ranch sitzen.
Ich habe diese Arbeit, die ich damals bei dem Lehrer abgegeben habe, immer noch gerahmt über meinem Kamin hängen.


Der beste Teil der Geschichte ist aber, dass mein Lehrer eines Tages mit einer Gruppe von 30 Kindern hier zum Zelten war. Als der Lehrer ging, sagte er zu mir:
"Schau Monty, ich sage dir jetzt etwas. Ich bin sehr traurig über mich selbst. Ich war so etwas wie ein Träumedieb. Während all dieser vielen Jahre als Lehrer habe ich vielen Kindern ihre Träume gestohlen bzw. zerstört. Glücklicherweise hattest du genug Grips, Deinen nicht aufzugeben."

Monty Roberts
www.kreiszeitung.de

Ihr Lieben,


Ihr wisst, wie wichtig ich es finde, die eigenen Träume zu verwirklichen und niemals aufzugeben.
 
Dabei ist mir natürlich klar, dass nicht jeder Traum verwirklicht werden kann.


Manche Menschen sind traurig, wenn sie einen Traum haben und dieser Traum nicht in Erfüllung geht und wenn ihre Kinder oder ihre Enkelkinder einen Traum haben und der nicht in Erfüllung geht, dann entmutigen sie ihre eigenen Kinder und Enkelkinder, indem sie zu ihnen sagen:
„Sei lieber vorsichtig, wer weiß, ob Deine Träume Wirklichkeit werden können!"


Dabei wird etwas ganz Wichtiges,
ja das Entscheidende übersehen:

 
Auch wenn wir unsere Träume nicht verwirklichen können, so lernen wir dabei doch etwas, das uns für unser ganzes Leben helfen kann:
Wir lernen, nicht aufzugeben,
wir lernen, Hoffnung und Zuversicht zu schöpfen,
wir lernen, immer wieder aufzustehen,
wir lernen, hocherhobenen Hauptes durch das Leben zu gehen.

Quelle: Astrid Müller



Deshalb haben wir in diesem Bereich auch so einen große Verantwortung für unsere Kinder und Enkelkinder. Ich möchte Euch das an einem Beispiel erläutern:

In den 1970er und 1980er Jahren trainierte ich in Göttingen neben meiner Arbeit als Dozent an der Universität Jugendmannschaften im Handballsport. Die Jungen, die ich trainierte, träumten davon, einmal Deutscher Meister zu werden. 

Wir wurden niemals Deutscher Meister, aber ich errang mit meinen Jugendmannschaften manch wunderschönen Sieg auf einem Turnier und in der Spielsaison.


Aber all diese Siege hatten einen großen Nachteil:
Sie sind HEUTE nur noch Schnee von GESTERN.


Was die Jungen, die ich trainierte, nicht wussten, aber mit der Zeit spürten, war die Tatsache, dass ich mich über die Siege zwar herzlich mit den Jungen freute, dass mir aber etwas anderes viel wichtiger war. 

Die Jungen, die bei mir als Trainer Handball spielten, erfüllten sich manchen Handballtraum, indem sie schöne Siege errangen und in manche Auswahlmannschaft berufen wurden, aber etliche Träume erfüllten sich auch nicht. 

Dafür aber lernten die Jungen, indem sie sich bemühten, die Träume zu verwirklichen, etwas viel Wertvolleres:
Sie lernten, ihre Fähigkeiten und Talente zu entdecken.
Sie lernten, in einem Team zu arbeiten.
Sie lernten, ihre Meinung ohne Furcht zu vertreten.
Sie lernten, anderen Menschen gerade und ohne Angst ins Gesicht zu blicken.
Sie lernten, NEIN zu sagen, wenn jemand etwas mit ihnen tun wollte, dass sie nicht wollten.
Und sie gewannen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen.


Ihr Lieben,


heutzutage sind so viel Traumdiebe unterwegs, so viele Entmutiger.
 
Hört bitte auf, Euch selbst Eurer Träume zu berauben und raubt sie auch Euren Kindern und Enkelkindern nicht.  

Denn wer versucht, Träume zu verwirklichen,
gewinnt Kraft, Ausdauer, Mut und Beharrlichkeit
für sein ganzes Leben.


Ich wünsche Euch in dieser Woche weiter viel Kraft, Fröhlichkeit und Hoffnung.
Nach den Wetteraufzeichnungen war das der trübste Februar seit 43 Jahren.
Wir sollten uns also umso mehr auf die angekündigte Sonne freuen.
Ich grüße Euch herzlich aus Bremen
 
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen
 

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