2708 Geschichten

Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 2.708 Geschichten und dienstags und freitags kommt jeweils eine weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen

Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Sonntag, 6. Februar 2011

Triumph der Menschlichkeit - Eine Geschichte auch für unsere Kinder und Enkelkinder

Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit.
Martin Luther King



Ihr Lieben, 

die folgende Geschichte, die ich Euch erzählen möchte, trug sich anläßlich der Behinderten-Olympiade 1998 in den Vereinigten Staaten zu: 

"Triumph der Menschlichkeit"

"Die teilnehmenden jungen Menschen, die neben den sportlichen Herausforderungen zusätzlich ihre eigenen körperlichen zu bewältigen hatten, waren im Camp eingetroffen und begannen mit dem täglichen Training.

Neun der Jugendlichen, deren Disziplin das Laufen über verschiedene Distanzen war, freundeten sich in dieser Zeit an, unterstützten einander mit guten Tipps und ehrlicher Kritik. Sie wuchsen im Laufe der Vorbereitungen für die Spiele zu einer ‚kleinen Familie' zusammen.
Dann kam der Tag des Wettkampfs. Nun traten sie gegeneinander auf der gleichen Bahn an und wollten ihre Kräfte messen. Nach dem Startschuss liefen sie, so schnell sie konnten los, setzten all ihr Können und ihre Technik ein, um das Ziel als Erster zu erreichen.

Josh, ein Junge mit Down-Syndrom, hatte aus den Augenwinkeln bemerkt, dass Marc beim Start gestrauchelt und hingefallen war. Er verlangsamte sein Tempo, blieb stehen und schaute zurück. Er sah, dass Marc sich verletzt hatte und sich krampfhaft mühte, wieder auf die Füße zu kommen. Für Josh gab es kein Überlegen - er ging zurück zum Ziel.
Auch die anderen Läufer fühlten, dass irgendetwas nicht stimmte, hielten im Lauf inne, blickten zurück und kamen, jeder für sich, zum Ziel zurück. Sie standen nun alle wieder genau dort, wo der Wettlauf begonnen hatte und halfen Marc auf die Beine.
Ohne ein Wort zu wechseln, setzten sie sich einfach über alle bekannten Wettkampfregeln hinweg und schufen sich in diesem Moment ihre eigenen, nur für sie gültigen:
Gemeinsam, Marc untergehakt und stützend, gingen sie zum Ziel und kamen gemeinsam dort an.
Es machte für sie keinen Sinn, ohne Marc das Ziel zu erreichen. Jeder von ihnen war auf seine eigene Weise, mit seinen individuellen Gefühlen ins Ziel gegangen und, was das Schönste für sie war: sie kamen gleichzeitig dort an. Alle freuten sich, jeder beglückwünschte jeden. Jeder fühlte sich wie ein Sieger.
Diese Jugendlichen, in ihrer unschuldigen Herzensverbindung zueinander, erinnern uns an die großartigen Möglichkeiten unseres eigenen Lebens und machen Hoffnung:

Jedesmal, wenn wir auf unsere alltäglichen Herausforderungen reagieren, können wir uns daran erinnern, dass wir vor allem auf diese Welt gekommen sind, um die Liebe zu leben und sie durch unsere täglichen Gedanken und Handlungen mit immer mehr Leben zu erfüllen. Wir sind hier, um eine Liebe in uns zu finden, die größer ist als alles, was wir bisher kannten. Wir sind hier, um uns an unsere Fähigkeit zu erinnern, den Himmel auf die Erde zu bringen - gerade jetzt, in dieser Zeit. Wie sonst können wir die Welt so gestalten, wie wir sie in unseren Träumen, unseren Herzen ersehnen?
Und diese Jugendlichen sagen uns auch: Es ist möglich. Es bedarf lediglich einer neuen Entscheidung, die aus dem Kopf im Herzen kommt."

Unbekannter Autor



Ihr Lieben,


der Autor dieser Geschichte hat seine Gedanken so fein formuliert, da bleibt mir kaum noch etwas zu sagen.
Ich freue mich, dass ich hier auf Facebook so viele Freundinnen und Freunde gefunden habe, die mit mir zusammen sich einsetzen für eine bessere, eine wärmere Welt.
Und heute ist wieder so ein Tag, an dem ich Euch allen ganz herzlich dafür danken möchte.

Ich wünsche Euch heute einen Tag der Liebe und der Zuwendung.

Ganz liebe fröhliche Grüße aus Bremen, 


Euer Werner


                                                                         
                                                 

1 Kommentar:

  1. ich finde seine lyrischen aber doch ethischen texte einfach wunderbar

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