2732 Geschichten

Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 2.732 Geschichten und dienstags und freitags kommt jeweils eine weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen

Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Mittwoch, 29. September 2010

Werde auch Du zum Brückenbauer!

"DIE MENSCHEN BAUEN ZU WENIGE BRÜCKEN UND ZU VIELE MAUERN."
DOMINIQUE GEORGE PIRE


Ihr Lieben,


ich möchte Euch heute die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen:

"DAS BESTE MTTEL"

"Ein Vater und sein Sohn lebten friedlich und in völliger Eintracht.
Sie lebten von dem Ertrag ihrer Felder und Herden.
Sie arbeiteten miteinander und teilten gemeinsam, was sie ernteten.
Alles fing durch ein kleines Missverständnis an.

Eine immer größer werdende Kluft bildete sich dann zwischen ihnen, bis es zu einem heftigen Streit kam. Fortan mieden sie jeglichen Kontakt und keiner sprach mehr ein Wort mit dem anderen.

Eines Tages klopfte jemand an der Tür des Sohnes.
Es war ein Mann, er suchte Arbeit.
«Kann ich vielleicht einige Reparaturen bei ihnen durchführen?»

«Ich hätte schon Arbeit für dich», antwortete der Sohn. «Dort, auf der anderen Seite des Baches steht das Haus meines Vaters. Vor einiger Zeit hat er mich schwer beleidigt. Ich will ihm beweisen, dass ich auch ohne ihn leben kann».

«Hinter meinem Grundstück steht eine alte Ruine, und davor findest du ein großer Haufen Steine. Damit sollst du eine 2 Meter hohe Mauer vor meinem Haus errichten. So bin ich sicher, dass ich meinen Vater nicht mehr sehen werde».

«Ich habe verstanden», antwortete der Mann.

Dann ging der Sohn für eine Woche auf Reise.

Als er wieder nach Hause kam, war der Mann mit seiner Arbeit fertig.

Welch eine Überraschung für den Sohn! So was hatte er nicht erwartet.

Denn anstatt einer Mauer hatte der Mann eine schöne Brücke gebaut.

Da kam auch schon der Vater aus seinem Haus, lief über die Brücke und nahm seinen Sohn in die Arme.

«Was du da getan hast, ist einfach wunderbar! Eine Brücke bauen lassen, wo ich dich doch schwer beleidigt hatte! Ich bin stolz auf dich und bitte dich um Verzeihung.»

Während Vater und Sohn Versöhnung feierten, räumte der Mann sein Werkzeug auf und schickte sich an, weiter zu ziehen.

«Nein, bleib doch bei uns, denn hier ist Arbeit für dich», sagten sie ihm.

Der Mann aber antwortete:
«Gerne würde ich bei euch bleiben, aber ich habe noch anderswo viele Brücken zu bauen …»"


Ihr Lieben,

es ist mein tiefster Herzenswunsch, dass auch wir zu solchen Brückenbauern werden.

Menschen, die Mauern errrichten (Mit dem rede ich nicht mehr...) haben wir schon genug. Was wir brauchen, sind Menschen, die bestehende Mauern einreißen und aus den Steinen der Mauern Brücken zwischen den Menschen bauen.

Ich traf in diesen Tagen bei einem Spaziergang zwischen meiner Arbeit eine ältere Frau, die sich bitter darüber beklagte, dass sie keinen Kontakt zu ihren Enkelkindern hat und sie nicht sehen kann.

Auf meine Frage, warum das so sei, antwortete sie:
Ich habe mich vor 12 (!) Jahren mit meinem Sohn verkracht, seitdem reden wir nicht mehr miteinander und haben keinen Kontakt mehr zueinander.

Ich habe dann der älteren Frau geraten, den Sohn doch einfach einmal anzurufen und mit ihm zu reden. Die Antwort fand ich todtraurig: "Ich rufe nicht als Erste an, ich bin seine Mutter, wenn, dann muss er sich bei mir entschuldigen, er muss als Erster anrufen."

Wie unendlich traurig!!! Da verzichtet eine Frau seit 12 Jahren auf ihre Enkel, weil sie zu stolz ist, den Versuch zu unternehmen, die Mauern einzureißen und eine Brücke zu bauen!!!


Ihr Lieben,

ich wünsche mir von Herzen, dass wir, Ihr und ich, zu Brückenbauern werden, die auf Andere zugehen und die Versöhnung praktizieren oder Anderen helfen, sich zu versöhnen.

Ich wünsche Euch von Herzen einen versöhnlichen fröhlichen Tag und grüße euch mit einem strahlenden Lächeln.

Euer Werner vom Weserstrand

                                                       

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