2708 Geschichten

Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 2.708 Geschichten und dienstags und freitags kommt jeweils eine weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen

Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Dienstag, 29. Juli 2014

Die Redewendung "Ja, aber..." wirft einen Schatten auf unser Leben!


www.topfsache.de
Wer nach dem Haar sucht, dem entgeht die Suppe.
Bert Hellinger
www.zuhausewohnen.de
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch einen Text von Christoph Georges zu lesen geben:

„Das berühmte Haar in der Suppe“ 

„Egal, wie gut die Suppe Deines Lebens schmeckt – irgendein Haar,
 sprich den einen oder anderen negativen Aspekt, gibt es immer. 
Denn fast nichts ist jemals wirklich hundertprozentig perfekt. 

Friedrich Hebbel
www.rewoberlin.de
Beispiele gibt es genug:

Du stehst vor einer der schönsten Kirchen der Welt mit einer grandiosen Aussicht. 
Die Sonne scheint, aber es weht ein kalter Wind.

Du findest die Hausarbeit Deines Kindes ganz hervorragend,
bis auf diese eine winzige Kleinigkeit.

Dein Partner/Deine Partnerin  ist wirklich ein toller Mann/eine tolle Frau,
ja, wenn er/sie nicht diese eine Macke hätte.

Es ist ein herrlicher wunderschöner Tag,
schade, dass er so kurz und bald vorüber ist.

Das gemeinsame Essen der Familie im Restaurant war ganz hervorragend,
aber der Kellner war eine einzige Katastrophe.

Du hast Dich beim Sport angestrengt, aber Du bist der Meinung,
Du hättest allerdings noch ein kleines bisschen besser sein können.

Ach, wäre das Leben doch ein Drei-Sterne-Restaurant, in dem Du sich beschweren könntest, wenn Du ein Haar in der Suppe findest! Um zu Recht davon auszugehen, dass Dir dann eine neue, natürlich perfekte Suppe serviert wird. 
www.chefkoch.de
Leider serviert Dir das Leben keine neue Suppe.
Der Moment, der Tag, der Urlaub ist einmalig und lässt sich nicht wiederholen. 


Mit der Einschränkung – dem „Ja-Aber“ – eines nahezu perfekten Moments verdirbst Du Dir und gegebenenfalls auch Anderen diesen kostbaren Moment. 

Seltsamerweise speichert das Gehirn nämlich die „Ja-Abers“ stärker ab als die vielen guten Dinge, die Dir widerfahren. Letztendlich sind die wenigen negativen Aspekte, die kleinen Haare in der Suppe, aber vollkommen unwichtig und verdienen überhaupt nicht so viel Aufmerksamkeit. 

Konzentriere Dich konsequent auf das Gute und Schöne.
Und lege das Haar unkommentiert zur Seite. 
Du kannst durchaus die Existenz von negativen Dingen wahrnehmen,
aber ohne dem größere Bedeutung beizumessen oder gar Andere mit der Nase drauf zu stoßen.“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

Viele Menschen verhalten sich bei den verschiedenen Hinweisen, die sie bekommen, wie man das Glück finden kann, wie der Mann, der über seiner Suppe 
 
www.guatessen.de
saß und so lange den Kopf schüttelte, bis ein Haar von seinem Kopf in die Suppe fiel und er endlich das  berühmte „Haar in der Suppe“ gefunden hatte.

Glück hat wenig mit Misstrauen und Skepsis zu tun, dafür aber umso mehr mit Sich-darauf-Einlassen, mit „Darauf-Zugehen“ und mit Ausprobieren.


Ohne das Haar in der Suppe – sind wir glücklich.
Ohne das Haar in der Suppe – sind wir zufrieden.
Ohne das Haar in der Suppe – können wir uns des Lebens freuen.
Ohne das Haar in der Suppe – ruhen wir in uns selbst.
Ohne das Haar in der Suppe – können wir andere Menschen so nehmen, wie sie sind.
Ohne das Haar in der Suppe – ist der Sonnenuntergang wunderschön.
Ohne das Haar in der Suppe – schmeckt liebevoll zubereitetes Essen selbst dann herrlich, wenn es ein wenig angebrannt ist.
Ohne das Haar in der Suppe – gedeihen Freundschaften prächtig.
Ohne das Haar in der Suppe – ist die Macke unserer Partnerin/unseres Partners liebenswert.
Ohne das Haar in der Suppe – kann man wunderbar miteinander alt werden.
Ohne das Haar in der Suppe – sind unsere Kinder und Enkelkinder wundervolle kleine eigenständige Persönlichkeiten.
www.dksb.de
Gerade was die Menschen betrifft, hab ich außerdem festgestellt, dass „vollkommene“ Menschen längst nicht so liebenswert sind wie Menschen mit kleinen Macken und Fehlern.

Und noch eines: 

Wenn Ihr einen großen Beitrag zu einer sehr guten Beziehung zu Eurem Partner/Eurer Partnerin, zu einem sehr guten und vertrauensvollen Verhältnis zu Euren Kindern und Enkelkindern leisten wollt, dann streicht die Redewendung „Ja, aber“ vollkommen aus Eurem Wortschatz. 

Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,
gewöhnt Euch an, jedes Mal, wenn Ihr „Ja, aber“ sagen wollt, lieber zu Eurem Partner/Euer Partnerin, Euren Kindern Enkelkindern zu sagen:„Ich liebe Dich“, „Ich habe dich lieb“. 
Damit werdet Ihr viel weiterkommen und viel mehr erreichen.
Ich wünsche Euch einen harmonischen und heiteren Abend
Euer fröhliches Eselskind Werner
Quelle: Helmut Mühlbacher

Montag, 28. Juli 2014

Sei doch echt! - Sei Du selbst!


Quelle: Helmut Mühlbacher
"Das Große ist nicht dies oder das zu sein, 
sondern man selbst zu sein." 
Sören Kierkegaard
www.adampavli.de
Ihr Lieben,
ich möchte Euch heute Abend eine Geschichte von Margery Williams erzählen:

„Was heißt eigentlich echt?“ 

„Was heißt eigentlich echt?“, fragte das Samtkaninchen das kleine Pferdchen, als 
beide, bevor Nana zum Aufräumen kam, nebeneinander auf dem Fußboden im
Kinderzimmer lagen. „Heißt das, dass man surrende Sachen im Bauch und einen
Haltegriff im Rücken hat?“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Echt hat nichts damit zu tun, wie man gemacht ist“; sagte Pferdchen.
Es ist etwas, das mit Dir passiert.
Wenn Dich ein Kind lange, lange Zeit liebt –
wenn es nicht nur mit Dir spielen will,
sondern wenn es Dich wirklich liebt-,
dann wirst Du echt.“
„Tut das weh?“, fragte Samtkaninchen.


„Manchmal“, sagte Pferdchen, denn es war immer ehrlich.
„Aber wenn man echt ist, macht einem der Schmerz nichts aus.“

„Passiert das denn ganz plötzlich wie beim Aufziehen“,
wollte Samtkaninchen wissen, „oder eher Stück für Stück?“


„Es geschieht nicht auf einmal“, sagte Pferdchen.
„Man wird es. Das braucht viel Zeit.
Deswegen passiert es auch nur ganz selten mit denen,
die leicht kaputt gehen oder die scharfe Kanten haben
und die man sehr sorgfältig behandeln muss.
www.wikipedia.org
Wenn man erst einmal echt ist, dann sind einem schon die meisten Haare weggeliebt
worden und die Augen fallen heraus und die Gelenke sind ausgeleiert und Du bist
ganz abgewetzt.

Aber das macht alles nichts, denn wenn Du erst einmal echt bist,
kannst Du gar nicht mehr hässlich sein, höchstens für Leute, die keine Ahnung
haben.“
Quelle: Astrid Müller

Ihr Lieben,

es gibt nichts Schöneres, als „echt zu sein“.

Echt sein“ bedeutet, geliebt zu werden mit all den Fehlern und Schwächen,
die man hat, geliebt zu werden, weil man den Anderen vertraut ist,
weil sie wissen, dass sie sich auf uns verlassen können, dass wir sie lieben, zu ihnen stehen. 


Echt sein“ – dieses Gefühl erleben viele Eltern, wenn ihre Kinder der Pubertät entwachsen sind. Dann entdecken viele Kinder, „wie echt“ ihre Eltern sind, und entwickeln ein tiefes Zuneigungsverhältnis zu ihren Eltern. 
Quelle: Jürgen Tesch
Echt sein“ – dieses Gefühl verspüren aber auch viele Großeltern, die von ihren Enkelkindern geliebt werden, weil sie für sie da sind und ihnen viel Zuwendung entgegenbringen. 

Echt sein“ bedeutet aber auch, dass wir uns selbst anzunehmen, mit all den Fehlern, die wir haben. Das bedeutet, uns selbst zu lieben mit all den Ecken und Kanten, die das Leben uns eingeschliffen hat. 

Du wirst unglücklich, wenn Du versuchst, etwas anderes zu sein als Du selbst.
Wenn wir versuchen, jemand zu sein, der unserem inneren Wesen nicht entspricht,
dann werden wir unzufrieden und unglücklich.


Deshalb sollten wir uns jeden Tag freuen, dass wir so sind, wie wir sind. 
Wir werden niemals glücklich, wenn wir immer sagen: "Ich möchte sein wie..." 
Nicht anders zu sein, sollte unser Ziel sein, sondern aus den eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten das Beste zu machen.


Echt sein“ bedeutet, dieses oder jenes nicht zu können und dazu zu stehen und dafür auf einem anderen Gebiet viel zu können und dieses Können zur Meisterschaft zu entwickeln. 

Echt sein“ bedeutet aber auch, den anderen Menschen so anzunehmen, wie er ist, ihn so sein zu lassen, wie er ist, weil wir wissen, auch wir sind nicht fehlerlos, auch wir haben unsere liebenswerten „Verrücktheiten“. 

Ihr Lieben,
ich wünsche Euch morgen einen fröhlichen unbeschwerten echten Tag und grüße Euch herzlich aus dem sonnigen Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Astrid Müller

Sonntag, 27. Juli 2014

Baum oder Wanderer - Das Leben ist vielfältig!


Quelle: Astrid Müller
"Mögen aus jedem Samen, den Du säst, wunderschöne Blumen werden, 
auf dass sich die Farben der Blüten in Deinen Augen spiegeln
und sie Dir ein Lächeln aufs Gesicht zaubern."
Irischer Segenswunsch

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute am Vorabend der neuen Woche eine Geschichte von
Gina Ruck-Pauquet
erzählen:

„Der Landstreicher und der Baum“

"Da stehst du nun", sagte der Landstreicher zum Baum.
"Du bist zwar groß und stark, aber was hast Du schon vom Leben?
Kommst nirgendwo hin. Du kennst den Fluss nicht und nicht die Dörfer hinter dem Berg.  Immer an derselben Stelle! Du kannst einem leidtun!"
Er packte sein Bündel fester und ging los. 
www.allgaeu-bilder.de
"Da gehst Du nun", entgegnete der Baum. "Immer bist Du unterwegs. 
Hast keinen Platz, an den Du gehörst. Du kannst einem leidtun!"
Der Landstreicher blieb stehen. 
Quelle: Helmut Mühlbacher
"Hast Du das wirklich gesagt?", fragte er und schaute zum Baum empor. 
"Wer sonst?", sagte der Baum. "Siehst Du hier jemanden außer mir?"
"Ne", antwortete der Landstreicher. "
Meinst Du wirklich, was Du sagst? Ich geh in die Welt, Tag für Tag, ich kenne die Menschen und die Häuser mit den rot gedeckten Dächern..." 

"Zu mir kommt die Welt", erwiderte der Baum.
"Der Wind und der Regen, die Eichhörnchen und die Vögel.
Und in der Nacht setzt sich der Mond auf meine Zweige."


"Ja, ja", sprach der Landstreicher, "aber das Gefühl, zu gehen - Schritt für Schritt – ist unbeschreiblich."
"Mag schon sein", sagte der Baum, "aber das Gefühl, zu bleiben - Tag und Nacht – 
ist wundervoll." 

"Bleiben", sagte der Landstreicher nach einer Weile nachdenklich.
"Zu Hause sein. Ach ja", sagte er.
Und der Baum seufzte: "
Gehen, unterwegs sein können - ach ja -, das mag auch sehr schön sein." 
www.kafenio.de
"Wurzeln zu haben", sagts der Landstreicher, "das muss ein tolles Gefühl sein!"
"Ja", sagte der Baum, "ganz ruhig und fest ist es. Und wie lebt man mit den Füßen?"
"Leicht", erwiderte der Landstreicher, "flüchtig und schnell."

"Wenn wir tauschen könnten", sagte der Baum. "Für eine Weile."
"Ja", antwortete der Landstreicher, "das wäre schön."
"Lass uns Freunde sein", sagte der Baum.

Der Landstreicher nickte. "Ich werde wiederkommen", versprach er,
"und ich werde Dir dann vom Gehen erzählen."
"Und ich ", antwortete voller Freude der Baum, "erzähle Dir dann wieder vom Bleiben."
www.herbst.de
Ihr Lieben,
diese Geschichte ist auch eine Geschichte über unser Leben.
Denn in jedem Leben gibt es Zeiten des Aufbruchs, des Reisens, des Gehens und Schauens und auch Zeiten des Nachhause-Kommens, des Sich-geborgen-Wissens und des Ruhens.

Bei mir war das so, dass ich als junger Mensch, nachdem ich meiner schrecklichen Kindheit und Jugend entronnen war, gerne gereist bin. „Zuhause“ bedeutete mir damals nichts. 
Ich wollte etwas von der Welt sehen, andere Länder, andere Kontinente und Kulturen, andere Menschen und andere Ansichten kennenlernen.

Heute verreise ich auch noch gerne, aber heute im Alter genieße ich vor allem das Zuhause-Sein, das Ruhen, das Sich-geborgen-Wissen.
www.planet-wissen.de
Ich kenne in Bremen ein älteres Ehepaar, bei denen ist es genau umgekehrt: 
Als junge Menschen haben sie sich nur auf ihre Ausbildung und dann auf ihren Beruf konzentriert (beide waren Ärzte). Heute im Alter aber reisen sie gerne durch die Welt und sind nur selten in Bremen anzutreffen.
Was die kleine Geschichte uns heute sagen möchte, ist dies:

Es gibt im Leben eines jeden Menschen Zeiten, in denen wir unseren Standort verlassen und die Welt erkunden und sei es, um ein Ziel zu erreichen oder einen Traum zu verwirklichen. 

Es gibt aber auch Zeiten, in denen wir gerne zu Hause sind und die Beständigkeit und Ruhe unseres Alltags genießen.

Beides ist für den Menschen wichtig:
Die Zeiten der Ruhe und der Rast und die Zeiten des Aufbruchs und des Tätig-Seins.


Wichtig ist vor allem, dass wir begreifen, ‚dass unser jeweiliger Zustand nicht der allein richtige für alle Menschen ist. 

Wenn wir uns z.B. in der Phase der Häuslichkeit und der inneren Einkehr befinden, muss das nicht bedeuten, dass das auch die richtige Weise zu leben für unsere Kinder und Enkelkinder ist.
Quelle: Karin Heringshausen
Besser ist es, unseren Kindern und Enkelkindern als „Baum“ Schutz zu geben, ihnen Rückzugsmöglichkeiten zu eröffnen, zu ihnen zu stehen, aber gleichzeitig zu akzeptieren, dass sie, um sich zu reifen Persönlichkeiten entwickeln zu können, „auf Reisen gehen müssen“. 

Je mehr wir das akzeptieren, desto häufiger werden sie zu uns „alten Bäumen“ zurückkehren und dann wird zwischen ihnen und uns wie bei dem Landstreicher und dem Baum ein fruchtbarer Austausch möglich sein, der beide Seiten mit Fröhlichkeit und Zufriedenheit erfüllt.



Ihr Lieben,
ich wünsche Euch nun viel Mut, viel Zuversicht und viel Hoffnung für einen fröhlichen Start in die neue Woche und grüße Euch alle ganz herzlich aus Bremen.
Euer fröhlicher Werner 
Quelle: Jürgen Tesch

Freitag, 25. Juli 2014

Trau Dir ganz viel zu!


„Wer kämpft, kann verlieren.
Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“
Bertolt Brecht
Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,
heute möchte ich Euch eine Geschichte von
Peter Graf v. Eysselsberg erzählen:

"Das Lebenshaus"

"Ein alter Zimmermann wollte sich zur Ruhe setzen. Er sagte seinem Arbeitgeber, einem Bauunternehmer, dass er in Zukunft keine Häuser mehr bauen, sondern in Ruhe mit seiner Frau leben und Zeit für seine Kinder und Enkelkinder haben wolle. Natürlich würde er den monatlichen Lohn vermissen, aber sie würden schon irgendwie über die Runden kommen. Es sei einfach Zeit für den Ruhestand. 

Dem Bauunternehmer tat es leid, einen solch guten Arbeiter gehen zu lassen.
Er fragte ihn, ob er nicht noch ein einziges Haus bauen könne, um ihm persönlich einen Gefallen zu tun. Der Zimmermann sagte zu, doch man merkte sehr bald, dass sein Herz nicht bei der Sache war. Er arbeitete nachlässig und setzte minderwertige Materialien ein. Es war das bedauerliche Ende seiner beruflichen Laufbahn. 


Als der Zimmermann seine Arbeit beendet hatte, kam sein Auftraggeber, um das Haus zu begutachten. Anschließend überreichte er seinem Angestellten den Haustürschlüssel.

"Dieses ist ihr Haus", sagte er, "mein Geschenk an Sie!" Was für ein Schock! Der Zimmermann war zutiefst beschämt. Hätte er gewusst, dass es sein eigenes Haus war, an dem er baute - er hätte alles anders gemacht. Nun musste er in einem Haus wohnen, für das er sich nicht allzu große Mühe gegeben hatte." 
Quelle;: Jürgen Tesch

Ihr Lieben,
diese Geschichte hat viel Ähnlichkeit mit unserem Leben. Auch wir bauen oft nur mit halbem Herzen an unserem Lebenshaus, auch wir geben uns oft mit weniger als unserer besten Leistung zufrieden. 
Manchmal versäumen wir es, uns in unserem Leben an den entscheidenden Stellen besonders viel Mühe zu geben. Erst viel später, wenn wir an der Schwelle zum Alter stehen, sehen wir mit Schrecken, was wir angerichtet haben, aber nun müssen wir in dem Haus leben, das wir uns selbst gebaut haben. 

Wir sollten jeden Tag daran denken, dass wir nicht einfach nur leben, sondern jeden Tag auch an unserem eigenen Lebenshaus bauen. Deshalb lasst uns daran denken. 

Wir sollten uns Zeit nehmen für unsere Träume und Ziele, wir sollten uns Zeit nehmen, zur Ruhe zu kommen und nachzudenken, wir sollten uns Zeit nehmen, unser Leben weise zu planen und mit ihm Schritt für Schritt weise umzugehen.

Heute möchte ich Euch drei Videos präsentieren, die auf Youtube zu sehen sind:
das erste Video zeigt Paul Potts, einen jungen Mann, der früher Mobiltelefone verkauft hat und heute durch die Welt reist und die Menschen mit seinem Gesang begeistert. Dieses Video wurde sogar von der Telekom für ihre Werbung genutzt. Er nutzte einen Talentwettbewerb.

Er erreichte sein Ziel, eine Garantie gab es nicht, aber er hat es versucht.
Wir wollten immer daran denken, dass unser Lebens einzigartig ist und nach dieser Maxime auch handeln. 

Alles, was wir tun in unserem Leben, sollten wir nach der Regel tun: 
"Ich will mein Bestes tun, denn das bin ich mir selbst schuldig!" 
Selbst wenn ich in meinem Leben nichts Großartiges vollbringe, so kann ich vor mir selber aber sagen: "Ich habe es wenigstens versucht!"

Das zweite Video zeigt uns Susan Boyle, eine Hausfrau, deren großer Traum es war, eine Sängerin zu werden. Auch sie ging zu einem Talentwettbewerb und sang sogar vor der englischen Königin. Auch sie traute sich etwas zu, auch sie versuchte, ihren Traum zu verwirklichen.
Im Zusammenhang mit so mancher Geschichte habe ich Euch geschrieben, 
wie wichtig es ist, wenn man ein Ziel erreichen, einen Traum verwirklichen möchte, sich nicht entmutigen zu lassen, und dass es vor allem wichtig ist, nicht auf die Bedenkenträger zu hören, die immer schon vorher wissen, dass dieses oder jenes ohnehin nicht gelingen wird oder die uns einreden wollen, dass wir nicht dazu geeignet sind, unseren Traum, unser Ziel zu erreichen.

Nun habe ich viel darüber nachgedacht, warum die Bedenkenträger und Entmutiger in unserer Umgebung eigentlich so handeln, denn ich glaube nicht, - bis auf wenige Ausnahmen -, dass die Bedenkenträger und Entmutiger uns aus bösem Willen heraus entmutigen wollen.

Ich glaube, bei den Entmutigern und Bedenkenträgern und damit bei den meisten Menschen liegt ein Denkfehler vor: "Ich kann etwas nicht, daher glaube ich, dass auch Du das nicht kannst!"

Weil die allermeisten Menschen sich keine Ziele setzen, weil sie ihre Träume nicht verwirklichen und es auch gar nicht erst versuchen, glauben sie, auch der andere Mensch werde nicht erfolgreich sein.

Deshalb habe ich das dritte Video ausgewählt. Es zeigt uns Menschen im Alter zwischen 66 und 88 Jahren. Auch sie wollten einmal an einem Talentwettbewerb teilnehmen und sie hatten großen Erfolg. Lasst Euch von den ersten zwei Minuten des Videos nicht in die Irre führen! Auch diese alten Menschen haben sich ihren Traum erfüllt.

Aber, Ihr Lieben, wir sollten nicht nur uns etwas zutrauen,
sondern auch unseren Kindern und Enkelkindern.
www.dksb.de
 Besonders gefährlich ist es, wenn Eltern und Großeltern sich selbst nichts zutrauen und dann diese Haltung auf ihre Kinder und Enkelkinder übertragen. Dann ist es kein Wunder, wenn wir am Ende Jugendliche haben, die sich nichts zutrauen und schwarz für ihre Zukunft sehen.

Umgekehrt sollten wir es machen:
Selbst dann, wenn wir uns etwas nicht zutrauen, sollten wir unsere Kinder und Enkelkinder dabei unterstützen, wenn sie den Mut haben, den wir nicht haben.


Ermutigung erzielt tausendfach größere Erfolge als Entmutigung
- daran sollten wir täglich im Umgang mit unseren Kindern und Enkelkindern denken!
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben, 
Traut Euch etwas zu, Ihr kennt Euch selbst am besten.
Also lasst Euch nicht von jemand entmutigen,
der weniger mutig ist als Ihr, sondern verbündet
Euch mit den Ermutigern und geht Schritt für Schritt
tapfer auf Eurem Weg zu Eurem Ziel.
Ganz liebe Abendgrüße schicke ich Euch aus Bremen
Euer fröhlicher Werner

P.S.

Zum Abschluss heute das Lied Mull auf Kintyre von Susan Boyle 2012 vor der englischen Königin 



Donnerstag, 24. Juli 2014

Ich wünsche Dir von Herzen die Sehnsucht nach dem Meer!


Quelle: Karin Heringshausen
"Was immer du tun kannst oder wovon du träumst - 
fange es an. In der Kühnheit liegen Genie, Macht und Magie."
Johann Wolfgang von Goethe
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

„Der Brunnenfrosch“

"Ein Frosch hatte sein Leben lang in einem großen alten Brunnen gewohnt.
Und doch verspürte er manchmal tief in seinem Inneren eine große Sehnsucht. 
www.planet-wissen.de
Eine innere Stimme – es war die Stimme des Mutes, der Hoffnung und Zuversicht - sagte zu ihm: „Verlasse Deinen Brunnen, die Welt außerhalb Deines Brunnens ist groß und schön und will von Dir erobert werden!“

Eine andere Stimme – es war die Stimme der Vernunft - aber ermahnte ihn: 
„Sei zufrieden, so wie es ist, Du hast es doch in Deinem Leben bisher immer gut gehabt. Die Welt außerhalb Deines Brunnes ist schmutzig und gefährlich.

www.ettlingen.de

Und der Frosch hörte auf die zweite Stimme,
denn seine Eltern hatten ihn immer ermahnt, vernünftig zu sein!

Eines Tages sah er zu seinem großen Erstaunen, wie ein anderer Frosch über den Brunnenrand schaute. „Woher kommst Du?“ fragte er. „Ich lebe am Meer“, sagte der andere Frosch.

„Wie ist das Meer? Ist es so groß wie mein Brunnen?“, fragte der Brunnenfrosch.
Der Meeresfrosch lachte laut: „Das kann Du nicht miteinander vergleichen“, sagte er, „Dein Brunnen ist klein und das Meer so riesig, dass Du sein Ende nicht sehen kannst!“
www.planet-wissen.de
Der Brunnenfrosch, der seit seines Lebens gelernt hatte, vernünftig zu denken und zu handeln, eilte zu seinen Eltern, um ihnen die Neuigkeit zu berichten. Die Eltern aber sprachen:

„Der Meeresfrosch ist unter all den Lügnern, die wir in unserem langen Leben kennengelernt haben, zweifellos der größte und unverschämteste, denn nichts ist so schön und so groß wie unser Brunnen!“
Quelle: Frank Zickerick

Ihr Lieben,

sicher werdet Ihr über den Brunnenfrosch genauso lächeln wie ich. 

Aber warum tun wir das? Weil unser Wissen größer ist als das des Brunnenfrosches und wir das Meer bereits kennen. Würden wir auch nur einen Brunnen kennen, würden wir ähnlich denken wie der Brunnenfrosch und seine Eltern.

Was uns diese kleine Geschichte sagen möchte, ist dies:
Wir sollten offen sein für Neues, Unbekanntes in unserem Leben und nicht nur auf dem beharren, wie es immer schon gewesen ist.


Die Offenheit für Neues eröffnet uns auch neue Chancen und Möglichkeiten.

Einer, der das vor vielen Jahren erkannt hat, war der Basketballer Dirk Nowitzki, ein junger Basketballer, der es sich in den Kopf gesetzt hatte, einmal in der besten Basketballliga der Welt zu spielen, obwohl er Amerika und den dortigen Basketball noch gar nicht aus persönlicher Anschauung, sondern nur aus dem Fernsehen kannte.
www.tz.de
Ich bin mir ganz sicher, dass damals viele zu Dirk Nowitzki gesagt haben: 
„Du kannst sicher gut Basketball spielen, aber nun willst Du gleich in der besten Basketballliga der Welt spielen? Mach Dich doch nicht lächerlich! Das schaffst Du nie! 

Er aber hielt an seinem Traum unbeirrt fest, er glaubte an die neuen Möglichkeiten und wurde zu einem der besten Basketballer der Welt und daran hätte sich auch nichts geändert, wenn er nicht mit den Dallas Mavericks Basketballmeister geworden wäre. Die Basketballmeisterschaft war nur noch die Krönung seines langen Weges.

Deshalb sollten, egal wie alt wir sind, unsere Träume nicht aufgeben,
sondern uns daran machen, sie zu verwirklichen.
Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,

ich wünsche Euch für Euer Leben Träume
und dass Ihr den Mut aufbringt, sie zu verwirklichen.


Sagt nicht: 
„Ich würde ja so gerne einmal!“, 
sondern sagt:
„Ich werde dies oder jenes tun!“


Ich wünsche Euch morgen einen zuversichtlichen, kraftvollen und tatkräftigen Tag und grüße Euch herzlich aus Bremen

Euer fröhlicher zuversichtlicher Werner 
Quelle: Helmut Mühlbacher

Dienstag, 22. Juli 2014

Auch Du kannst ein Leuchtturm sein!


Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.

Johann Wolfgang von Goethe
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Aljoscha Gottheis erzählen:

"Der Stern"


"Es war einmal ein Fischer, der fuhr jede Nacht aufs Meer hinaus, um seine Netze auszulegen. Früh am Morgen kehrte er zurück, dann waren seine Netze voll mit Fischen. Denn er kannte die Wege, die die großen Fischschwärme nahmen.

Selbst in der tiefsten Nacht fand er seinen Weg. Er sah hinauf zu den Sternen, die über ihm am Himmel standen, und ließ sich von ihnen den Weg zeigen.

Aber einmal kam eine Zeit, da war der Himmel von Wolken verhangen. Dicker Nebel lag über dem Meer, sodass man kaum die Hand vor den Augen sehen konnte. Weder Sonne noch Mond noch Sterne ließen sich blicken. Das war eine schlimme Zeit. Denn der Fischer konnte nicht hinausfahren. Tag für Tag hoffte er, dass sich der Nebel bald verziehen würde.

Aber der Nebel blieb.

"Wenn ich wenigstens eine einzigen Stern sehen könnte", dachte der Fischer, "damit ich übers Meer finde".
Aber kein einziger Stern schaffte es, den dichten Nebel zu durchdringen.

www.die-einheit.de
Da fasste der Fischer einen Entschluss: "Ich werde mir einen eigenen Stern machen", dachte er. 
Er ging in den Schuppen und schnitzte sich aus einem alten Brett einen großen Stern, höhlte ihn aus und hing eine Lampe in ihn hinein. Den hängte er dann an eine Stange. Die Stange befestigte er vorne an seinem Boot.

Als der Abend kam, ruderte der Fischer hinaus aufs Meer.
Rings um ihn herum war dichter Nebel. Aber vor ihm leuchtete sein Stern. Er brauchte nur hinter ihm her zu rudern.


Am Morgen bemerkten die anderen Fischer, dass sein Boot nicht an seinem Platz war. Sie warteten auf ihn. Aber er kam nicht zurück. Niemand hat ihn je wieder gesehen."

Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,
sicher geht es Euch wie mir, denn ich habe ein wenig gelächelt über den Fischer, der glaubte, dass sein eigener Stern ihm den richtigen Weg weisen würde.

Aber wir Menschen verhalten uns oft so wie dieser Fischer.
Ich liebe, was das Leben betrifft,
 das Bild vom Schiff des Lebens.

Wenn wir unser Schiff sicher durch die Untiefen und die Gefahren des Lebens steuern wollen, brauchen wir, wie die Schiffe, die Ausrichtung auf Leuchttürme. 

www.leuchttuerme.net
Das Besondere an den Leuchttürmen ist, dass sich die Kapitäne der Schiffe darauf verlassen können, dass sie sich immer an der gleichen Stelle befinden, und so haben sie die Möglichkeit, sich an den Leuchttürmen auszurichten und sicher die Gefahren, die Riffe und Untiefen des Meeres zu umschiffen und nicht an irgendeinem Strand mit ihrem Schiff zerschellt zu werden.

Ein Kapitän, der ohne Radar, ohne die Ausrichtung auf die Sterne oder Leuchttürme sein Schiff steuern würde, wäre wohl nicht lange Kapitän. 

Unser Leben kann nur dann gelingen, wenn wir Werte haben, für die es sich zu leben lohnt, nach denen wir uns ausrichten können, oder wenn wir Menschen haben, die uns den Weg weisen. Viele Menschen finden ihre Ausrichtung auch im Glauben. 


Wir Menschen lieben die Leuchttürme deshalb so sehr, weil wir ihre Verlässlichkeit, ihre Standhaftigkeit schätzen, und uns wünschen, wir wären ähnlich verlässlich und standhaft wie ein Leuchtturm.

Was jeder von uns als seinen Leuchtturm auswählt, das ist ganz seine eigene Entscheidung, wichtig ist nur, dass wir alle etwas haben, das außerhalb von uns liegt und an dem wir uns ausrichten können, damit unser Lebensschiff sicher durch die Untiefen und Gefahren unseres Leben hindurch fährt.

www.planet-wissen.de
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch heute einen fröhlichen unbeschwerten hoffnungsvollen zuversichtlichen Abend und grüße Euch mit viel Heiterkeit
Euer fröhlicher Werner


Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt