2855 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 2.855 Geschichten und mehrmals in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Donnerstag, 28. Mai 2015

Schau um Dich und sieh, wie schön die Welt ist!

Quelle: Helmut Mühlbacher
 Ihr Lieben,

auf vielfachen Wunsch erzähle ich die folgende Geschichte von Christoph Georges neu:

Die Armut trotz Reichtum

„Nie vergaß ich diesen einen Ausflug im Herbst, zu dem unser Vater meine drei Geschwister und mich mitnahm. Damals muss ich so zehn Jahre alt gewesen sein und wir fuhren hinaus aufs Land.

Denn unser Vater wollte, wie er sagte, uns einmal zeigen, wie arm Menschen sein können. So verbrachten wir einen ganzen Tag auf einem - für unsere Verhältnisse – sehr ärmlichen Bauernhof. Vor allem erinnere ich mich daran, dass wir vier Kinder noch nie zuvor ein Plumsklo gesehen, geschweige denn benutzt hatten!

Auf dem Bauernhof befand es sich gleich hinter dem Schweinestall und mein jüngster Bruder war davon so beeindruckt, dass es sofort zurücklief, um es uns Geschwistern zu zeigen. Aber dann ging es zu der Bauernfamilie aufs Feld. 

Quelle: Helmut Mühlbacher
Die Feldarbeit war schwer, zumal wir es gar nicht gewohnt waren, so lange gebeugt Runkelrüben aus dem Boden zu ziehen ... Reihe um Reihe.

Mittags ging es zum Hof zurück und es gab deftige Hausmannskost auf Suppentellern am einfachen Küchentisch, so ganz ohne Servietten und Tischdecke, ganz anders, als es bei uns daheim üblich war. 

www.chefkoch.de
Gleich nach dem Essen ging es mit den Bauersleuten wieder aufs Feld hinaus. Abends waren wir vier Stadtkinder müde, aber stolz, bei der Rübenernte mit der Bauernfamilie halbwegs mitgehalten zu haben.

Spät abends kehrten wir von unserem Ausflug aufs Land nach Hause zurück. Da fragte uns unser Vater: "Nun, Kinder, wie hat Euch der Ausflug gefallen?" Worauf wir Kinder einstimmig riefen: "Ach, Vati, das war so schön dort!"

Unser Vater sah uns etwas verwundert an, hatte er doch eine ganz andere Antwort erwartet. So fragte er uns: "Habt ihr denn gar nicht gesehen, wie arm diese Bauernfamilie war?" "Ja, das schon!", antworteten meine Geschwister und ich so einstimmig und so einig wie nie zuvor. "Ja, aber was habt ihr denn daraus gelernt?", wollte unser Vater wissen.

Da antwortete ich: "Vati, wir dürfen hier zu Hause keinen Hund haben, aber dort auf dem Bauernhof hatten sie eine Hündin und fünf dieser süßen Welpen."

Mein mittlerer Bruder sagte: "Wir haben einen Goldfischteich im Garten, aber auf dem Land haben sie den Bach, der in den Fluss und von dort weit, weit bis ins Meer fließt."

Meine ältere Schwester schaute in die Dämmerung hinaus. 
"Wir hängen nur für Feste Lampions im Garten auf, aber auf dem Bauernhof haben sie jede Nacht die vielen Sterne. Unsere Terrasse reicht nur bis zum Garten, aber sie haben den großen weiten Himmel über sich."

Traurig sagte unser Jüngster: "Vati, die Bauernkinder sehen ihren Vater viel öfter als wir Dich. Morgens dürfen wir Dich nicht stören und abends kommst Du oft erst heim, wenn ich schon schlafe." Und dann schluchzte er auf: "Vati, ich wusste gar nicht, wie arm wir sind."

Die alte Dame blickte leise schmunzelnd auf:
"Muss ich noch sagen, dass unser Vater dastand und sprachlos war?

www.planet-wissen.de
Ihr Lieben,
ich wünsche jedem Einzelnen von Euch offene Augen, damit Ihr bei allen täglichen Schwierigkeiten und Belastungen auch das Beglückende im Alltag und die Schönheit in der Natur seht. 
Mit herzlichen Grüßen aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
 
Quelle: Karin Heringshausen

Dienstag, 26. Mai 2015

Eine kluge Frau! Wenn es doch mehr davon gäbe!

Quelle: Helmut Mühlbacher
"Sieh zu, dass Du ein ehrlicher Mensch wirst, 
denn damit sorgst Du dafür, dass es einen Schurken weniger auf der Welt gibt.
Thomas Carlyle
Quelle: Anke Stapelfeldt
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

"DER EHRLICHE DIEB"

Zu einer weisen, klugen Frau brachte man einen jungen Dieb, den man beim Stehlen ertappt hatte. Die kluge Frau sollte dem Jungen den düsteren Weg und das bittere Ende eines Diebes zeigen und ihn so von dem Stehlen abbringen.

Doch die kluge Frau erwähnte das Stehlen mit keinem Wort.
Freundlich sprach sie mit dem Jungen und gewann sein Vertrauen.

Die einzige Forderung, die sie an den Jungen stellte, war dessen Versprechen, in Zukunft sich selbst und anderen gegenüber immer aufrichtig zu sein.

Bereitwillig und in der Meinung, besonders gut davongekommen sein, 
versprach es der Junge und ging erleichtert nach Hause.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Des Nachts kam ihm der Gedanke zu stehlen und als er sich gerade, leise schleichend, durch ein Seitentor des Hauses zwängte, überkam ihn der Gedanke:

"Wenn ich jetzt auf die Straße gehe und jemand treffe, der mich fragt, was ich vorhabe, was sage ich dann? Was sage ich morgen? Wenn ich mein Versprechen halte, aufrichtig zu sein, muss ich alles zugeben und entrinne nicht der gerechten Strafe."

Indem der Junge versuchte, trotz aller bisherigen schlechten Gewohnheit Aufrichtigkeit zu üben, wurde es ihm schwer zu stehlen.

Indem sich in ihm immer mehr die Aufrichtigkeit entfaltete, wurde die Ehrlichkeit in ihm immer größer und es wurde ihm unmöglich, weiter zu stehlen und genau das hatte die kluge Frau erreichen wollen."

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

ich würde mir sehr wünschen, dass wir mehr solche klugen Frauen hätten!
Die Drohung mit den Konsequenzen hat noch nie viel bewirkt. Dass das so ist, sieht man, dass selbst in den Ländern, in denen noch die Todesstrafe verhängt wird, die Gefängnisse übervoll sind.

Die kluge Frau hat an einer anderen Stelle angesetzt:
Sie hat das Vertrauen des jungen Menschen gewonnen und sie hat ihn dahin gebracht, aufrichtig vor sich und anderen Menschen zu sein.


Quelle: Jürgen Tesch
Das scheint mir auch der richtige Weg zu sein, unsere Kinder und Enkelkinder davor zu bewahren, auf schlechte Wege zu geraten:

Wir sollten von klein auf ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen uns und unseren Kindern und Enkelkindern aufbauen und wir sollten ihnen von klein auf Aufrichtigkeit gegen sich selbst und Andere als innere Haltung lehren.

Dabei ist entscheidend und wichtig, dass wir selbst als gutes Vorbild vorangehen und den Kindern vermitteln, dass der Weg des Vertrauens und der Aufrichtigkeit gangbar ist und den Menschen mit Freude und Glück erfüllt.
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch heute einen wunderschönen Tag
und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner


Quelle: Helmut Mühlbacher

Sonntag, 24. Mai 2015

Comeback für die Liebe!


"Eine Blume braucht Sonne um Blume zu werden.
Ein Mensch braucht Liebe um Mensch zu werden."

Phil Bosmans

Quelle: Frank Zickerick
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch an diesem Pfingstsonntag eine Geschichte von
Peter Graf v. Eysselberg erzählen:

„Comeback für die Liebe“
 

„Auf der Fahrt zum Ferienhaus am Meer fasste er einen wichtigen Vorsatz:
Zwei Wochen lang wollte er ein liebevoller Ehemann und Vater sein. Rundum liebevoll, ohne jedes Wenn und Aber. 



Dieser Gedanke war ihm gekommen, als er im Wagen eine Kassette hörte. Der Kommentator sprach über rücksichtsvolle Ehemänner. Dann fuhr er fort: 
"Liebe ist ein Willensakt. Man kann sich für die Liebe entscheiden."

Was ihn betraf, so musste er zugeben, dass er ein egoistischer Ehemann gewesen war, seine Gefühllosigkeit hatte seine Ehe öde werden lassen. Es waren die Kleinigkeiten: Er meckerte mit seiner Frau Evelyn wegen ihrer Langsamkeit, bestand auf dem Fernsehprogramm, das er sehen wollte, warf die Zeitungen vom Vortag weg, auch wenn Evelyn sie noch nicht gelesen hatte. Das alles sollte jetzt für zwei Wochen anders werden.
 

Und so geschah es von dem Augenblick an, da er Evelyn an der Tür einen Kuss gab. Er sagte: "Der neue gelbe Pulli steht Dir ausgezeichnet!" "Dass Du das merkst, Tom!" sagte sie überrascht und erfreut, vielleicht sogar ein wenig verwirrt.



Nach der langen Fahrt wollte er sich ein bisschen ausruhen und lesen. 

Evelyn schlug einen Spaziergang am Strand vor. Als er gerade Nein sagen wollte, fiel ihm ein, dass sie ja die ganze Woche mit den Kindern hier gewesen war und nun sicher mit ihm ein wenig allein sein wollte. Sie schlenderten am Strand entlang.

So ging es weiter. Zwei Wochen ohne Anruf in seiner Firma, in der er einer der Direktoren war. Dafür besuchte er mit ihr das Muschelmuseum, obwohl er Museumsbesuche hasste. 


Und er hielt getreu seinem Plan seine Zunge im Zaum, als sie für eine Verabredung zum Abendessen mit Freunden wieder einmal Ewigkeiten brauchte, sodass sie schließlich sogar zu spät kamen.


Der ganze Urlaub war so erholsam und tief beglückend, dass er erneut einen Vorsatz fasste:  
Nämlich nicht zu vergessen, dass man sich für die Liebe entscheiden kann.

Als sie sich am letzten Abend zum Schlafengehen fertiggemacht hatten, blickte Evelyn ihn tieftraurig an. Tom fragte: "Was hast du denn?" "Tom", sagte sie bedrückt, "weißt Du etwas, was ich nicht weiß?" "Wie meinst du das?" "Na ja…, die Vorsorgeuntersuchung vor ein paar Wochen. 


Unser Arzt…, hat er dir etwas über mich gesagt? Tom, du warst so lieb zu mir wie nie zuvor, muss ich sterben?" Er brauchte eine Weile, bis er begriff, doch dann lächelte er geheimnisvoll, nahm sie zärtlich in seine Arme und flüsterte: "Nein, mein Liebling, du musst nicht sterben. Aber ich fange gerade erst an, zu leben."

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

als ich in Göttingen als junger Mensch studierte, hörte ich, wie ein Professor einmal in einer Vorlesung sagte: 
„Man kann einen anderen Menschen nur dadurch ändern, indem man sich selbst ändert!“ 

Dieser Satz hat sich mir unauslöschlich eingebrannt und ich habe in den Jahren bis heute immer wieder feststellen dürfen, dass er tatsächlich stimmt.

Wie viele Ehen und wie viele Beziehungen gehen kaputt, weil wir glauben, dass die Lösung darin besteht, dass der Andere sich ändert. Es ist ja auch viel einfacher, von dem Anderen zu fordern, sich zu ändern, als sich selbst zu ändern.
 

Damit kein Missverständnis aufkommt: Ich spreche hier von den ganz normalen Ehen und Beziehungen, in denen beide Seiten im Grunde genommen daran interessiert sind, die Ehe bzw. Beziehung fortzusetzen. 


Ich spreche also nicht von Ehen und Beziehungen, in denen sich z.B. der Mann nach wenigen Wochen der Ehe als Macho oder gar als Gewalttäter entpuppt. In einem solchen Fall bleibt nur die Trennung.

Aber in den Fällen der normalen Beziehungen und Ehen können wir so viel tun, indem wir uns willentlich für die Liebe entscheiden. 

Unsere heutige Geschichte zeigt das in wunderbarer Weise: 

Es braucht nicht die großen Dinge, um die Liebe in einer Beziehung, einer Ehe wieder zu entzünden, es reichen liebevolle Aufmerksamkeiten, liebevolle Worte, Rücksichtnahme auf den Anderen, echtes Interesse an dem, was den Anderen bewegt, die Bereitschaft, sich Zeit für den Anderen zu nehmen.


Ihr Lieben,
 
Pfingsten ist eine gute Gelegenheit, sich Zeit zu nehmen.
Nehmt Euch Zeit für Eure Lieben und schenkt ihnen Liebe.
 
Ich wünsche Euch von ganzem Herzen ein frohes und gesegnetes Pfingstfest und grüße Euch herzlich aus dem sonnigen Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Freitag, 22. Mai 2015

Die Kraft der Gedanken


www.karwendel.net
"Wir können nicht verhindern, dass böse, schlechte und entmutigende Gedanken wie Vögel über unser Haupt fliegen, aber wir können verhindern, dass sie auf unserem Haupt Nester bauen."
Martin Luther
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben, 

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

"Du bist der Herr Deiner Gedanken!

Der Schüler sagte zum Meister: “Ich habe den größten Teil des Tages damit verbracht, über Dinge nachzudenken, über die ich nicht nachdenken sollte, mir Dinge zu wünschen, die ich mir nicht wünschen sollte, Pläne zu schmieden, die ich nicht schmieden sollte”.

Der Meister lud den Schüler ein, ihn auf einen Waldspaziergang zu begleiten. Er zeigte auf einen Pilz am Wegrand und fragte den Schüler, was für ein Pilz das sei.

“Ein Amanita phalloides”, sagte der Schüler. “Er tötet jeden, der davon isst. Aber er kann niemanden töten, der ihn einfach nur anschaut”, sagte der Meister.

“Ebenso wenig können verwerfliche Gedanken und Wünsche dem etwas anhaben, der sich nicht von ihnen verführen lässt”.
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

Wer behauptet, dass er immer nur Gedanken der Liebe und der Freude in sich verspürt, ist nicht ehrlich zu sich selbst. Wir alle können nicht verhindern, dass uns ab und zu auch Gedanken des Hasses, der Wut oder der Mutlosigkeit kommen.

Entscheidend ist aber, wie wir damit umgehen, ob wir diesen Gedanken die Möglichkeit geben, sich bei uns einzunisten und und unser Denken und Handeln zu bestimmen.

Ebenso, wie wir täglich unsere Zähne putzen, sollten wir auch auf die Hygiene unserer Gedanken achten und immer dann, wenn uns Gedanken der Hasses, der Wut oder der Mutlosigkeit kommen, diesen Gedanken klar entgegentreten und sagen: 

Ich will mich mit diesen Gedanken nicht weiter beschäftigen, ich will nur Gedanken der Freude, der Liebe und der Zuversicht in mir dulden.

Dieser willentliche Akt, sich zu weigern, negativen Gedanken nachzuhängen, 
kann eine ganz große Hilfe sein.
Quelle: Ramona Huber
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch ein fröhliches und positives Wochenende und grüße Euch alle ganz herzlich aus  Bremen, 
Euer fröhlicher Werner vom Weserstrand
Quelle: Anke Stapelfedlt

Mittwoch, 20. Mai 2015

Wirklicher Erfolg

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch einige Gedanken von Ralph Waldo Emerson zu lesen geben:

„Erfolg“

„Erfolg bedeutet:

Oft und viel lachen.

Die Achtung intelligenter Menschen 
und die Zuneigung von Kindern gewinnen.

Die Anerkennung aufrichtiger Kritiker gewinnen 
und den Verrat falscher Freunde ertragen.

Schönheit bewundern.

In dem anderen Menschen das Beste finden.
Quelle: Karin Heringshausen
Die Welt ein wenig besser verlassen, 
ob nun durch ein gesundes Kind,
ein Stückchen Garten oder einen kleinen 
Beitrag zur Verbesserung der Gesellschaft.

Wissen, dass wenigstens das Leben eines 
einzigen anderen Menschen leichter war,
weil Du gelebt hast.

Ein solcher Erfolg bedeutet, nicht umsonst gelebt zu haben.“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

Das Wort Erfolg wird von den meisten Menschen immer missverstanden.
Erfolg bedeutet für die meisten Menschen, dass ein Mensch dann erfolgreich ist, wenn er viel Geld verdient, einen großen Besitz sein Eigen nennt, im Lotto gewonnen hat oder beruflich Karriere macht.

All diese Dinge mögen unser Leben verschönern, alle diese Dinge mögen erstrebenswert sein, aber sie haben alle einen großen Nachteil: 
Eines Tages liegen sie hinter uns, eines Tages sind sie nicht mehr tragfähig.

Wenn wir beruflich erfolgreich sind, können wir unseren Enkeln davon erzählen, 
aber dieser Erfolg wird eines Tages als Vergangenheit hinter uns liegen.
Quelle: Karin Heringshausen
Wenn wir viel Geld oder einen großen Besitz unser Eigen nennen, so mag uns das jetzt befriedigen, aber eines nicht allzu fernen Tages wird uns das nicht durchtragen, denn wir können nicht mitnehmen, eines Tages müssen wir all unser Geld, all unseren Reichtum, all unseren Besitz in andere Hände geben.

Wirklicher Erfolg trägt durch, wirklichen Erfolg kann man nur dann erringen, 
wenn man sich dem DU zuwendet, wenn man Liebe und Zuwendung schenkt.

Wenn wir heute unseren Kindern und Enkelkindern helfen, selbstständig zu werden und offen, ehrlich und ohne Angst anderen Menschen ins Gesicht zu blicken und die eigene Meinung zu entwickeln und zu vertreten, dann schaffen wir etwas, das weit über uns hinausreicht.
Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

ich wünsche Euch die Kraft der Liebe, die Geduld der Zuwendung, die Fröhlichkeit der Hoffnung und das Feuer der Zuversicht und grüße Euch herzlich aus dem schönen Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Montag, 18. Mai 2015

Der Unfall in der Ölmühle

                                         
Es mag Zeiten geben, da wir gegen Ungerechtigkeiten machtlos sind,
aber wir dürfen nie versäumen, dagegen zu protestieren.“

Elie Wiesel
Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Begebenheit berichten, von der ich selbst vor einiger Zeit hörte:

„Der Unfall in der Ölmühle“

Wie viele von Euch ja wissen, habe ich als junger Mensch Theologie studiert.
Mich hat schon immer brennend die Frage interessiert, ob wir allein im Weltall sind oder ob es da noch etwas anderes gibt außer uns.

Ich werde immer wieder gefragt, ob ich an einen persönlichen Gott glaube und ich beantworte das immer auf diese Weise: Ich hoffe sehr, dass es ihn gibt, und ich glaube fest daran, weil ich hoffe, dass es so etwas wie einen Jüngsten Tag gibt, an dem, wie es in der Bibel heißt, „aus Ungerechtigkeit Gerechtigkeit wird“.

Denn nur der Gedanke, dass eines Tages jeder Mensch für seine Taten gerade stehen muss, lässt mich die Ungerechtigkeiten dieser Welt, den Missbrauch, die Vergewaltigungen, die Kriege, den Hunger überhaupt ertragen, denn sonst würde ich irre daran werden.

Vor längerer Zeit besuchte ich den Gottesdienst einer Kirchengemeinde und dort sprach neben dem Pastor auch eine Entwicklungshelferin aus Afrika, die zu Besuch in ihrer deutschen Heimat war. 

Sie berichtete von sich und ihrer Familie und dass sie in einem kleinen Dorf eine funktionierende Landwirtschaft aufgebaut hätten und dort unter anderem in einem kleinen Holzhaus eine kleine Ölmühle installiert hätten.

Quelle: Helmut Mühlbacher
Eines Tages vergaß die junge Frau abends, das kleine Holzhaus abzuschließen, und ihre fünfjährige Tochter schlich sich in das Holzhaus, schaltete die Ölmühle ein und geriet mit der einen Hand in die Ölmühle und verlor dabei 3 (!) Finger, die ihr abgerissen wurden.

Nachdem die junge Frau von diesem schrecklichen Unfall ihrer kleinen Tochter berichtet hatte, herrschte in der Gemeinde betroffene Stille und in diese Stille hinein sagte die junge Frau:

„Mein Mann und ich haben uns nach dem Unfall gefragt:
Was will uns Gott mit diesem Unfall sagen?“




Ihr Lieben, 


ich gebe zu, es hat nicht viel gefehlt und ich wäre in dem Gottesdienst nach vorne gestürmt. 
Denn nicht Gott war an diesem Unfall schuld und nicht er ließ das kleine Mädchen einen solch schlimmen Unfall erleiden, um den Eltern dadurch etwas mitzuteilen.

Immer dann, wenn in dieser Welt etwas Schlimmes geschieht, höre ich ähnliche Sätze: „Wie kann Gott das zulassen?“ 

Für mich ist Gott ein Gott der Liebe und der Fröhlichkeit.

Diejenigen, die das Leid und das Elend auf dieser Welt zulassen, sind wir selbst.
So wie die junge Frau aus der Geschichte. Sie sollte sich nicht fragen, was Gott ihr und ihrem Mann durch den Unfall sagen wolle, sondern sie sollte lieber die Verantwortung für den Unfall auf sich nehmen und in Zukunft umsichtiger handeln.

Das Gleiche gilt auch für das Elend, den Hunger, den Missbrauch, die Gewalt auf dieser Welt. Wir werden erst dann etwas daran ändern, wenn mit uns mitverantwortlich fühlen und selber unseren Beitrag dazu leisten, die Dinge zu ändern. 

Es kommt auf DICH an, 

auf MICH an, 
auf JEDEN EINZELNEN von UNS. 
Quelle: Helmut Mühlbacher
Lasst uns aufhören, die Schuld bei Anderen oder Gott zu suchen, 
lasst uns unsere Kraft lieber dazu nutzen, diese Welt etwas lichter und heller zu machen und Wärme und Menschlichkeit in diese Welt hineinzutragen.


Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch einen gesegneten Dienstag und ich freue mich, dass es Euch gibt, denn jeder Einzelne von Euch ist ein besonderer Mensch.
Ich sende Euch mit einer virtuellen Taube eine in den Farben des Regenbogens leuchtende Blume der Freude und grüße Euch herzlich
Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Quelle: Karin Heringshausen

Samstag, 16. Mai 2015

Die Wahrheit- die Wahrheit und nichts als die Wahrheit!


„Die Wahrheit ist eine Keule, mit der ich meinen Mitmenschen erschlagen kann. 
Viel wichtiger ist es, GEMEINSAM darüber nachzudenken, was wirklich geschehen ist.“
Alexander Rykow

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte vor
Curt Goetz erzählen.
Das Besondere an dieser Geschichte ist – und das war auch von Curt Goetz so gewollt – dass diese Geschichte praktisch auf jeden Menschen übertragen werden kann.



„Die Wahrheit?!“

„Lieber Leser, stelle Dir bitte einmal vor, Du möchtest abends noch einen Spaziergang in einem kleinen Wäldchen machen.
Aber nur 10 Sekunden, nachdem Du das Wäldchen betreten hast,
betritt ein junges Ehepaar aus der entgegengesetzten Richtung das Wäldchen. 


Während Deines Spazierganges hörst Du plötzlich einen gellenden Schrei. 

Du hast nun zwei Möglichkeiten: 
Die eine ist, das Wäldchen schnellstens wieder zu verlassen, die andere ist, in die Richtung zu eilen, aus welcher der Schrei ertönte. 

Da Du engagiert und verantwortungsbewusst bist, entscheidest Du Dich für die zweite Möglichkeit und eilst in Richtung des Schreies. Du bist sehr aufgeregt. Auf einer kleinen Lichtung findest Du einen Mann, der auf dem Rücken liegt und furchtbar stöhnt. 

Arthur Conan Doyxle war der Erfinder von Sherlock Holmes und Dr. Watson
www.gutezitate.com
In Deiner Aufregung beugst Du Dich über diesen Mann und erkennst, dass etwas in seiner Brust steckst. Um ihm zu helfen, fasst Du an seine Brust, da erkennst Du erst, dass ein Messer in seiner Brust steckt. 

In dem Augenblick, in dem Du Dich über den Mann beugst und das Messer in seiner Brust berührst, stirbt der Mann und unglücklicherweise betritt jetzt das junge Ehepaar, das zehn Sekunden nach Dir das Wäldchen aus entgegengesetzter Richtung betreten hat, die Lichtung.
 


Was glaubst Du, für wen man Dich halten wird?
Du bist am Tatort, Deine Hand hat die Tatwaffe berührt, an der Deine Fingerabdrücke sind, und das Ehepaar wird aussagen, dass es Dich angetroffen hat, wie Du gerade über dem Mann standest mit der Hand an der Tatwaffe. 

Wenn nicht ein Wunder geschieht, wird man Dich zweifelsfrei (!) für den Mörder halten!“
 
In Wirklichkeit aber wolltest Du doch nur helfen!!!!!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

als ich als junger Student diese Geschichte von Curt Goetz zum ersten Mal las, hat sie mein Denken, was Schuld und Unschuld betrifft, völlig verändert.
Seitdem bin ich sehr vorsichtig, ein Urteil über einen Menschen zu fällen. 


Vor allem ist es mir bis heute immer sehr wichtig, erst einmal denjenigen, dem etwas vorgeworfen wird, zu fragen, was er dazu zu sagen hat. 

So habe ich das auch bei meinen Kindern gehalten.
Ich habe immer erst einmal meinen Kindern geglaubt, auch wenn alles gegen sie sprach und ich bin damit sehr gut gefahren. 


Denn meine Kinder gewannen dadurch großes Vertrauen zu mir und erzählten mir von selbst, wenn sie etwas getan hatten, das nicht in Ordnung war.
 

Es ist besonders bei unseren Kindern und Enkelkindern sehr wichtig, dass wir ihnen glauben, dass wir auf ihrer Seite stehen, zu ihnen halten.
Es kann doch nicht sein, dass wir anderen, fremden Menschen mehr glauben als unseren eigenen Kindern.

www.dksb.de
 
Ihr Lieben, 

ich wünsche Euch nun einen schönen und ruhigen Sonntag, ganz viel Vertrauen in Eure Kinder und Enkelkinder und ganz viel Freude in Euer Herz. 
Euer fröhlicher und vertrauensvoller Werner
 
Quelle: Karin Heringshausen