2708 Geschichten

Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 2.708 Geschichten und dienstags und freitags kommt jeweils eine weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen

Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Dienstag, 22. Juli 2014

Auch Du kannst ein Leuchtturm sein!


Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.

Johann Wolfgang von Goethe
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Aljoscha Gottheis erzählen:

"Der Stern"


"Es war einmal ein Fischer, der fuhr jede Nacht aufs Meer hinaus, um seine Netze auszulegen. Früh am Morgen kehrte er zurück, dann waren seine Netze voll mit Fischen. Denn er kannte die Wege, die die großen Fischschwärme nahmen.

Selbst in der tiefsten Nacht fand er seinen Weg. Er sah hinauf zu den Sternen, die über ihm am Himmel standen, und ließ sich von ihnen den Weg zeigen.

Aber einmal kam eine Zeit, da war der Himmel von Wolken verhangen. Dicker Nebel lag über dem Meer, sodass man kaum die Hand vor den Augen sehen konnte. Weder Sonne noch Mond noch Sterne ließen sich blicken. Das war eine schlimme Zeit. Denn der Fischer konnte nicht hinausfahren. Tag für Tag hoffte er, dass sich der Nebel bald verziehen würde.

Aber der Nebel blieb.

"Wenn ich wenigstens eine einzigen Stern sehen könnte", dachte der Fischer, "damit ich übers Meer finde".
Aber kein einziger Stern schaffte es, den dichten Nebel zu durchdringen.

www.die-einheit.de
Da fasste der Fischer einen Entschluss: "Ich werde mir einen eigenen Stern machen", dachte er. 
Er ging in den Schuppen und schnitzte sich aus einem alten Brett einen großen Stern, höhlte ihn aus und hing eine Lampe in ihn hinein. Den hängte er dann an eine Stange. Die Stange befestigte er vorne an seinem Boot.

Als der Abend kam, ruderte der Fischer hinaus aufs Meer.
Rings um ihn herum war dichter Nebel. Aber vor ihm leuchtete sein Stern. Er brauchte nur hinter ihm her zu rudern.


Am Morgen bemerkten die anderen Fischer, dass sein Boot nicht an seinem Platz war. Sie warteten auf ihn. Aber er kam nicht zurück. Niemand hat ihn je wieder gesehen."

Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,
sicher geht es Euch wie mir, denn ich habe ein wenig gelächelt über den Fischer, der glaubte, dass sein eigener Stern ihm den richtigen Weg weisen würde.

Aber wir Menschen verhalten uns oft so wie dieser Fischer.
Ich liebe, was das Leben betrifft,
 das Bild vom Schiff des Lebens.

Wenn wir unser Schiff sicher durch die Untiefen und die Gefahren des Lebens steuern wollen, brauchen wir, wie die Schiffe, die Ausrichtung auf Leuchttürme. 

www.leuchttuerme.net
Das Besondere an den Leuchttürmen ist, dass sich die Kapitäne der Schiffe darauf verlassen können, dass sie sich immer an der gleichen Stelle befinden, und so haben sie die Möglichkeit, sich an den Leuchttürmen auszurichten und sicher die Gefahren, die Riffe und Untiefen des Meeres zu umschiffen und nicht an irgendeinem Strand mit ihrem Schiff zerschellt zu werden.

Ein Kapitän, der ohne Radar, ohne die Ausrichtung auf die Sterne oder Leuchttürme sein Schiff steuern würde, wäre wohl nicht lange Kapitän. 

Unser Leben kann nur dann gelingen, wenn wir Werte haben, für die es sich zu leben lohnt, nach denen wir uns ausrichten können, oder wenn wir Menschen haben, die uns den Weg weisen. Viele Menschen finden ihre Ausrichtung auch im Glauben. 


Wir Menschen lieben die Leuchttürme deshalb so sehr, weil wir ihre Verlässlichkeit, ihre Standhaftigkeit schätzen, und uns wünschen, wir wären ähnlich verlässlich und standhaft wie ein Leuchtturm.

Was jeder von uns als seinen Leuchtturm auswählt, das ist ganz seine eigene Entscheidung, wichtig ist nur, dass wir alle etwas haben, das außerhalb von uns liegt und an dem wir uns ausrichten können, damit unser Lebensschiff sicher durch die Untiefen und Gefahren unseres Leben hindurch fährt.

www.planet-wissen.de
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch heute einen fröhlichen unbeschwerten hoffnungsvollen zuversichtlichen Abend und grüße Euch mit viel Heiterkeit
Euer fröhlicher Werner


Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt



Montag, 21. Juli 2014

Dein Gefängnis ist kein Gefängnis, das glaubst Du nur!



"Menschen sind nicht Gefangene ihres Schicksals, nur Gefangene ihrer Gedanken."
Franklin D. Roosevelt
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine kurze Geschichte von Christoph Georges erzählen:

"Das Gefängnis"

"Ich ging eines Abend spät noch spazieren, um mir ein wenig die Beine zu vertreten und frische Luft zu schnappen, um dann besser schlafen zu können. Auf meinem Spaziergang kam ich an unserem großen städtischen Park vorbei, dessen große Eingangstore nach Einbruch der Dunkelheit geschlossen worden waren.

Da machte ich eine sehr erschütternde Beobachtung: Ein alter betrunkener Mann stand vor dem Tor des Parks und rüttelte wie wild an den Gitterstäben des Eingangstores und schrie:
 "Lasst mich raus!"

www.geo.de
Ihr Lieben,
das Erschütternde dieser kleinen Geschichte ist, dass der alte Mann nicht erkennt, dass er sich gar nicht im Park befindet, sondern dass er davor steht, dass er also frei ist, dass er gehen kann, wohin er möchte, und dass es gar keinen Anlass gibt, so laut um Hilfe zu schreien.

Aber der alte Mann kann es nicht erkennen, weil er in seinem eigenen Gefängnis sitzt, in dem Gefängnis seiner Sucht, die ihn nicht mehr loslässt und ihn so gefangen hält, dass er die Wirklichkeit des Lebens nicht mehr erkennen kann. 

Ein wenig ähneln wir alle diesem alten Mann. 

Auch wir glauben, dieses oder jenes nicht tun zu können, 
weil die Umstände uns daran hindern. 

Dabei sind wir selbst es, die uns im Wege stehen.
Wir sind keine Gefangenen, wir sind nicht eingesperrt,

uns muss niemand herauslassen, wir sind frei!!!


Das was uns einsperrt, sind allein unsere Gedanken. 
Für unsere Gedanken gilt die alte Bauernregel:
"Was Du säest, wirst Du ernten!"
Wer sein Denken jeden Tag mit Gedanken der Mutlosigkeit, des Zweifels und der Angst füttert, darf sich nicht wundern, wenn er am Ende mutlos, verzweifelt und ängstlich ist.

Wer aber sein Denken jeden Tag mit Gedanken des Mutes, der Zuversicht und Furchtlosigkeit füttert, wird am Ende mutig, zuversichtlich und furchtlos sein.

Jetzt mag mancher einwenden: 
"Werner, Du hast gut reden, als wenn das so leicht wäre!"

Dem antworte ich: "Nein, es ist nicht leicht, es ist sogar verdammt schwer!"

Wenn jemand Sport macht, dass trainierte er regelmäßig. Und wenn wir älteren Menschen uns fithalten wollen, gehen wir viel spazieren oder fahren mit dem Fahrrad. 

Dasselbe gilt für unsere Gedanken, auch sie müssen wir trainieren.

Jedes Mal, wenn uns Gedanken der Furcht, des Zweifels oder der Mutlosigkeit ergreifen, sollten wir bewusst innehalten und zu uns selbst sagen

"Ich will mich diesen Gedanken nicht hingeben!"
Und dann sollten wir eine mut- und frohmachende Geschichte lesen oder ein fröhliches Lied singen oder mutmachende Verse lesen. 

Das ist das Training, das unser Denken täglich braucht.

Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch eine mutige fröhliche sonnige Woche mit vielen Freiheiten und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen

Sonntag, 20. Juli 2014

Konzentriere Dich auf Deine Stärken, nicht auf Deine Schwächen!


„Man muss sich durch die kleinen Gedanken, die einen ärgern,
immer wieder hindurchfinden zu den großen Gedanken, die einen stärken.“
Dietrich Bonhoeffer
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von
Aljoscha Gottheis erzählen:

Die Schule der Tiere

"Etliche Tiere gründeten eine Schule, um ihre Fähigkeiten zu verbessern. 
Zum Lehrplan gehörten Schwimmen, Laufen, Klettern und Fliegen.

Die Ente, eine ausgezeichnete Schwimmerin, sah ihre Schwächen auf anderen Gebieten und belegte darum als Hauptfächer Kletter, Laufen und Fliegen.

Der Hase bemühte sich so sehr ab, schwimmen zu lernen, 
dass er dabei fast sein schnelles Laufen verlernte.

Das Eichhörnchen, das anfangs im Klettern eine „1“ hatte, bekam später nur noch eine „3“, weil seine Lehrer die ganze Zeit damit verbrachten, ihm das Fliegen beizubringen.

Der Adler erhielt sogar einen Verweis. Er war einfach auf die Spitze eines hohen Baumes geflogen, obgleich seine Lehrer sich doch die größte Mühe gegeben hatten, ihm das Klettern beizubringen."
Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,

diese kleine kurze Geschichte enthält tiefe Wahrheiten, die wir in unserem Leben beachten sollten:


Es ist viel besser und wichtiger, sich mit den eigenen Stärken
zu beschäftigen als mit den eigenen Schwächen. 

Wenn wir ständig versuchen, unsere Schwächen zu beseitigen,
beschäftigen wir uns auch gedanklich ständig mit unseren
Schwächen und das trägt nicht gerade zu unserer Ermutigung bei.

Quelle: Helmut Mühlbacher
Unter uns Menschen werden Schwächen oft negativ bewertet,
dabei kommt es doch auf die Sichtweise an.
Unsere kleine Geschichte liefert uns dafür den Beweis:
 


Wenn ich als Ente nicht schwimmen kann, ist das wirklich nicht gut, 
aber ein Eichhörnchen oder ein Adler müssen nicht schwimmen können, 
dafür verfügen sie über andere herausragende Fähigkeiten.


Entscheidend ist doch dies:
Sei ein Hase, wenn Du ein Hase bist
sei ein Eichhörnchen, wenn Du ein Eichhörnchen bist
sei eine Ente, wenn Du eine Ente bist
und sei ein Adler, wenn Du ein Adler bist
Das Entscheidende ist:
Dass Du Du selbst bist und das 

mit ganzem Herzen und ganzer Seele!

Und wenn Du erkannt hast, was Deine Stärken, Fähigkeiten und Talente sind, dann halte Dich nicht länger an Deinen Schwächen fest. 

Akzeptiere sie als einen Teil von Dir, aber kümmere Dich nicht weiter um sie, sondern widme Dich Deinen Stärken und bringe sie zur vollen Blüte. 

Es macht als Adler viel mehr Spaß zu fliegen und das zu trainieren, 

als in einem Fluss zu schwimmen. 
Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben, 
Ich wünsche Euch eine fröhliche und unbeschwerte neu Woche und grüße Euch alle ganz herzlich aus dem hochsommerlichen Bremen
 

Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen


Freitag, 18. Juli 2014

Fahrscheinkontrolle! Die Fahrscheine bitte!

www.blick.ch
Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute Abend eine Geschichte von Dean Orig erzählen:

„Fahrscheine bitte“
„Neben mir sitzt eine alte kleine Dame, die bestimmt schon über 80 Jahre alt ist.
Und während ich in meiner Tasche nach meinem Ticket krame, sitzt sie regungslos da.

"Werte Frau, Ihren Fahrschein bitte!" Die alte Dame schaut den Kontrolleur an. Sie lächelt.  "Ich habe keinen. Ich fahre gerade zu meinen beiden Engelchen nach Mülheim. Schauen Sie, ich könnte Ihnen jetzt sagen, dass der Fahrscheinautomat viel zu kompliziert ist.  Oder vorgeben, ich sei verwirrt. Oder einfach sagen, ich leide an Demenz.

Wahrscheinlich würden Sie mir das sogar glauben.
Die Wahrheit ist aber, dass wir Ende des Monats haben. Das Geld hat schlicht nicht ausgereicht für ein Ticket. Da ich meine kleinen Enkel aber unbedingt sehen wollte, bin ich das Risiko eingegangen.
www.dksb.de
Der Kontrolleur ist sichtlich überrascht, ihm fehlen die Worte.
"Mir ging es in meinem Leben schon weitaus schlechter," führt die Dame fort " aber gelogen habe ich nie. Junger Mann, schreiben sie mich ruhig auf." Sie hält ihm ihren Personalausweis hin.

Der Kontrolleur schaut jedoch nicht auf den Ausweis. Er blickt der Dame in die Augen, holt tief Luft und dreht sich um. Er geht zum Ticketautomaten und öffnet seinen eigenen Geldbeutel. Nach ein paar Sekunden kommt er wieder zurück. "Ich habe ihnen ein Ticket gekauft, es gilt für vier Fahrten. Damit können sie ihre Enkel diese Woche zweimal sehen."

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

das ist wirklich eine Geschichte zum Nachdenken!

Traurig ist zum einen der Umstand, dass es in unserem reichen Deutschland Menschen gibt, die nicht einmal das Geld für eine Zug- oder Straßenbahnfahrt haben, um z.B. ihre Enkelkinder besuchen zu können. 

Dabei handelt es sich wie in dem Fall unserer Geschichte um Menschen, die einen großen Teil ihrer Lebenszeit dafür geopfert haben, um Kinder großzuziehen. Zum „Dank“ beziehen sie heute nur eine geringe Rente, die zum Leben kaum ausreicht.

Bemerkenswert ist zum anderen der Umstand, wie sich der Kontrolleur in unserer heutigen Geschichte verhält. Gelegentlich fahre auch ich bei schlechtem Wetter mit der Bremer Straßenbahn (bei gutem Wetter immer mit dem Fahrrad).  
www.kruen.de
Und bei diesen Straßenbahnfahrten werden gelegentlich auch die Fahrscheine kontrolliert. Allerdings ist mir aufgefallen, dass noch niemals ein einzelner Kontrolleur in die Straßenbahn eingestiegen ist, sondern dass immer 4 bis 5 Kontrolleure gemeinsam einsteigen, um die Fahrgäste zu kontrollieren. 

Dieses Auftreten wird damit begründet, dass die Kontrolleure sich so gegenseitig gegen Menschen schützen können, die keinen Fahrschein haben und bei der Kontrolle ausfällig werden, und dass die Kontrolleure einen Schwarzfahrer mit mehreren Personen leichter fangen können, wenn er versucht, ihnen zu entwischen.

Mir ist allerdings noch kein Kontrolleur begegnet, der so handelt wie der in unserer heutigen Geschichte und das finde ich auch sehr traurig.

Ich kenne in Bremen einen sehr lieben Menschen, der jeden Tag aus beruflichen und privaten Gründen mit der Straßenbahn unterwegs ist. Dieser Mensch, dessen ganzes Trachten und Sinnen darauf ausgerichtet ist, anderen Menschen zu helfen, hat es sich zur Angewohnheit gemacht, jedes Mal wenn er in die Straßenbahn einsteigt, zusätzlich zu seiner Monatskarte einen normalen gültigen Fahrschein zu lösen.
Quelle: Astrid Müller
Einmal, als ich mit ihm unterwegs war, habe ich dieses Verhalten bei ihm beobachtet. Als ich ihn dann fragte, warum er das tue, er habe doch eine Monatskarte, da erzählte er mir, dass er immer wieder Kontrollen in der Straßenbahn erlebe, wo mit armen alten Menschen in unfreundlicher und entwürdigender Weise geredet und umgegangen würde.

In solchen Fällen mische er sich dann regelmäßig ein und sage Folgendes:
„Aber Großvater bzw. aber Großmutter, Du hast mal wieder Deinen Fahrschein auf dem Weg vom Automaten zu Deinem Sitzplatz verloren“ und dann reicht er mit einem Augenzwinkern den gültigen Fahrschein an den älteren Menschen weiter.

„Das glückliche Gesicht des alten Menschen und das dumme Gesicht des Kontrolleurs, der gegen meinen Trick ja nichts machen kann, sind mir Dank für mein Handeln genug“, erzählte mir dieser liebe Bekannte aus Bremen.

Ich gebe zu, ich wünschte mir mehr solche Menschen, die in solchen Fällen eingreifen, auch wenn das Recht damit nicht immer durchgesetzt wird.

Im sogenannten finsteren Mittelalter galt die Regel, dass ein Fürst „Gnade vor Recht“ ergehen lassen konnte. Heute ist dies oft einer Kälte gewichen, die mich innerlich frieren lässt.

Bei den Straßenbahnkontrollen hier in Bremen ist solch ein wunderbares menschliches Verhalten wie das des Kontrolleurs in unserer Geschichte nicht denkbar und die Begründung, die dann geäußert wird, lässt mich jedes Mal erschauern. Sie lautet: „Wir tun nur unsere Pflicht!

Ich wünsche mir mehr Menschen mit Menschlichkeit.
Ich wünsche mir mehr Menschen mit Rückgrat.


In der Bibel gibt es den bemerkenswerten Satz: 
„Wir sollen Gott mehr gehorchen als den Menschen!“
Dietrich Bonhoeffer
www.welt.de
Eines meiner größten Vorbilder, Dietrich Bonhoeffer, hat genau das getan.
Es hat im Dritten Reich nicht gesagt: „Es ist meine Pflicht, das zu tun, was die Nazis mir befehlen“, sondern er hat sich dem Widerstand angeschlossen und er war sogar bereit, Schuld auf sich zu laden, indem er dabei mithelfen wollte, den Tyrannen Hitler zu beseitigen.

Wir brauchen heute keine Verfolgung zu befürchten.
Wir müssen nicht befürchten, wie Bonhoeffer eingesperrt und getötet zu werden.

Deshalb wünsche ich mir von Herzen heute mehr Menschen, die es wagen, sich für die zu engagieren und zu sprechen, die nicht für sich selbst kämpfen und sprechen können.



Ihr Lieben,
ich wünsche Euch ein wundervolles Sommerwochenende mit vielen Erfrischungen, ein paar Grillwürstchen und einem schattigen Plätzchen und ich grüße Euch herzlich aus Bremen aus meinem Strandkorb
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Donnerstag, 17. Juli 2014

Ein wichtiger Sinn unseres Lebens


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

„Ich habe Dich geschickt!“

„Einst reiste eine reiche Frau, der es an nichts fehlte und die Essen und Trinken zur Genüge hatte, durch die Länder dieser Welt, um die Schönheiten dieser Erde zu entdecken.

Dabei erkannte sie, wie viele notleidende, arme und kranke Menschen es doch überall auf der Erde gab. Ihr begegnete ein kleines Mädchen, das mit seinen dünnen abgemagerten Ärmchen um ein Stück Brot bettelte.

Da sprach die Frau zu Gott: „Lieber Gott, wie kannst Du es nur zulassen, dass dieses Mädchen solche Nut leiden muss? Warum tust Du denn nichts dagegen?
Da lächelte liebe Gott freundlich uns sprach: „Ich habe etwas getan!“ – Ich habe Dich geschickt“

Ihr Lieben,

in unserer heutigen kleinen Geschichte geht es nicht darum, ob es Gott gibt oder nicht – was ich ganz fest glaube -, sondern es geht in unserer Geschichte darum, dass wir erkennen, wie wichtig es ist, die Schuld für die Zustände in dieser Welt und für die Lieblosigkeit nicht auf andere Menschen oder gar Gott abzuschieben, sondern zu erkennen, dass wir alle, jeder Einzelne von uns, für die Zustände in dieser Welt mitverantwortlich sind und dass wir uns im Rahmen unserer vielleicht auch bescheidenen Möglichkeiten dabei mithelfen sollten, die Zustände in dieser Welt zu verändern und die Kälte der Lieblosigkeit durch die Wärme unserer Liebe zu verdrängen.
www.gesund-netzwerk.de
Unabhängig von Gott finde ich es wunderbar, dass ich eine Aufgabe haben darf. 
Ich lebe nicht sinnlos in den Tag hinein, sondern ich darf mithelfen, diese Welt zu erhellen und anderen Menschen die Wärme der Liebe, das Licht der Hoffnung und die Freude des Lebens zu bringen.

In diesem Sinne glaube ich an das, was unsere kleine Geschichte als „geschickt“ bezeichnet.

Aber mir ist noch etwas Anderes wichtig. 
Mein Freund Helmut Mühlbacher, der durch seine wundervollen Beiträge schon viele Menschen ermutigt hat, lebt auf einem Bio-Bauernhof in der Nähe von Salzburg. Helmut ist ein wundervoller Mensch, der sich viel zutraut und der nicht so viele Gedanken daran verschwendet, was alles nicht klappen könnte, sondern der handelt.
Quelle: Helmut Mühlbacher
In den letzten Jahren, in denen ich ihn kenne, wurde er auf seinem Bauernhof von Franz Beckenbauer, von einem österreichischen Kardinal und dem österreichischen Bundespräsidenten besucht.

Als ich das so las, habe ich mit vorgestellt, was ich wohl tun würde, wenn plötzlich der deutsche Bundespräsident von meiner Tür stehen und Einlass begehren würde.
Ich würde ihn herzlich hereinbitten und ihn im Rahmen meiner Möglichkeiten eine Gelegenheit zum Sitzen und etwas zum Essen und Trinken anbieten und dann würde ich zuhören, was er mir zu sagen hat.
www.t-online.de
Diese innere Vorstellung in meinen Gedanken habe ich mir zum Vorbild genommen und ich versuche, jetzt jedem Menschen, der mir begegnet, so zu begegnen, wie ich dem Bundespräsidenten begegnen würde. 

Natürlich gelingt mir das nicht immer und natürlich bin auch ich nicht immer gut gelaunt und manchmal in Eile. Aber dies Vorgehen hilft mir dabei, in jedem Menschen, der mir begegnet, ein Geschöpf zu sehen, das meine ganze Aufmerksamkeit verdient.

Gestern Abend war ich in meinem Vorgarten, als eine alte 82-jährige Frau vorbeikam, tief gebeugt, auf ihren Rollator gestützt und traurig schauend.

Dann erblickte sie meine Rosen und ein kleines Lächeln huschte über ihr Gesicht.
Ich fragte sie dann, wie es ihr ginge und wohin sie wolle. Sie erzählte mir dann, dass sie zum Friedhof wolle zum Grab ihres Mannes, mit dem sie 57 Jahre verheiratet gewesen sei. 

Ich habe ihr dann gut eine Viertelstunde zugehört und es war ihr anzumerken, wie sehr sie sich freute, jemanden gefunden zu haben, der ihr ein wenig zuhört. Als ich mich von ihr verabschiedete, sagte ich zu ihr, dass ich mich darauf freue, sie wiederzusehen.
www.wandkleber.de
Es ist oft so wenig, mit dem wir schon helfen können.
Ein Lächeln, einige mitfühlende Fragen, eine Viertelstunde unserer Zeit.
Und mit dem Wenigen, das wir tun können, können wir andere Menschen sehr glücklich machen.
Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,
ich grüße Euch herzlich aus Bremen und wünsche Euch einen zufriedenen Abend mit inneren Glücksgefühlen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Jürgen Tesch

Dienstag, 15. Juli 2014

Ich bin gerne ein Kamel!

Quelle: Anke Stapelfeldt

Ihr Lieben,

heute Nachmittag möchte ich Euch eine Geschichte von Lynn Segal zu lesen geben, nacherzählt von Aljoscha Gottheis:

„Das 18. Kamel“

Ein weiser alter Mann ritt auf seinem Kamel einst in Richtung der ägyptischen Stadt Alexandria. Unterwegs traf er auf eine kleine Herde von Kamelen. Neben diesen standen drei junge Männer, die offensichtlich sehr traurig waren.

„Welches harte Schicksal hat Euch getroffen, meine lieben jungen Freunde?“ fragte der weise alte Mann und der Älteste der drei jungen Männer antwortete:
„Unser Vater ist gestorben.“

„Oh, das tut mir leid für Euch, möge Gott seiner Seele gnädig sein und ihn segnen.
Aber er hat Euch doch sicherlich etwas hinterlassen?“ entgegnete der weise alte Mann. 
„Ja“, antwortete der junge Mann, „diese siebzehn Kamele. Das ist alles, was er besaß.“ „Dann seid doch fröhlich! Was bedrückt Euch denn noch?“ fragte der weise alte Mann. 
www.wikipedia.org
„Es ist nämlich so, führ der Älteste der jungen Männer fort, „sein letzter Wille war, dass ich die Hälfte seines Besitzes bekomme, mein jüngerer Bruder ein Drittel und der jüngste ein Neuntel. 

Wir haben schon auf alle Weise versucht, die Kamele unter uns aufzuteilen, aber es gelingt uns einfach nicht.“ „Ist das wirklich alles, was Euch bekümmert, meine jungen Freunde?“, fragte der weise alte Mann.

„Nun, dann nehmt doch für einen kurzen Augenblick mein Kamel zu Euren Kamelen hinzu und lasst uns schauen, was dann geschieht.“
www.planet-wissen.de

Von den nunmehr 18 Kamelen bekam jetzt der älteste Bruder die Hälfte, also neun Kamele, neun Kamele blieben übrig. Der mittlere Bruder bekam ein Drittel der achtzehn Kamele, als sechs, jetzt waren nur noch drei übrig. Und weil der jüngste Bruder ein Neuntel der Kamele bekommen sollte, also zwei, blieb ein Kamel übrig.

Es war das Kamel des weisen alten Mannes. Er stieg wieder auf das Kamel auf, ritt weiter und winkte den drei verblüfften, aber glücklichen Brüdern zum Abschied lachen zu.“
www.dreibelenensteine.de
Ihr Lieben,

ich gebe zu, in der Schule bin ich in jungen Jahren im Rechnen und später als älterer Schüler in der Mathematik keine große Leuchte gewesen. 

So kann ich z.B. bis heute den mathematischen Hintergrund nicht erklären, warum man, wenn man 17 Kamele wie in unserer Geschichte aufteilen möchte, ein weiteres Kamel braucht, dies aber anschließend übrig bleibt.

Was ich so wichtig finde an dieser Geschichte, ist die Tatsache,
dass wir in unserem Leben oft den drei jungen Männern in unserer Geschichte ähneln.


Auch wir stehen oft vor schweren Entscheidungen und vor großen Herausforderungen und finden trotz aller Anstrengungen keine Lösung.

In einem solchen Fall ist es gut, wenn wir Hilfe von außen annehmen,
wenn wir Menschen fragen, die sich mit unseren Problemen und Schwierigkeiten auskennen.


Mit Hilfe von außen können wir viele Schwierigkeiten und Probleme ähnlich leicht lösen wie das Rechenproblem der jungen Männer in unserer Geschichte.
www.wikipedia.org
Wichtig ist aber auch, dass wir bereit sind, unsererseits anderen Menschen zu helfen bei ihren Problemen und Schwierigkeiten.

Ich erlebe es häufig, dass mich Menschen um Rat fragen in einer Angelegenheit, die ihnen Kummer bereitet, oder wenn sie nicht wissen, wie sie das Problem, das sie bewältigen müssen, lösen können, oder Schwierigkeiten, die sie überwinden müssen, für unüberwindlich halten.

In solchen Fällen stelle ich mich gerne als „Kamel“ zur Verfügung.
Denn in sehr vielen Fällen ist es gar nicht nötig, dass ich die Lösung einfach aus dem Ärmel schüttele, das wäre auch ganz unglaubwürdig und außerdem fehlen mir dazu in den meisten Fällen die Fachkenntnisse.

Es reicht, dass ich in einem solchen Fall einfach erst einmal nur für den Ratsuchenden da bin, wenn ich dem, der große Schwierigkeiten hat, zuhöre, wenn der, der schwere Probleme hat, spürt, das da jemand zu ihm steht.
Quelle: Helmut Mühlbacher
In einem solchen Fall das „Kamel“ zu sein, bedeutet:
zuzuhören, damit der Andere sich angenommen fühlt.
zuzuhören, damit der Andere seine eigenen Gedanken erst einmal ordnen kann.
zuzuhören, damit der Andere sein Herz ausschütten kann.
zuzuhören, damit der Andere seine Angst verliert und beginnt, die Dinge klarer zu sehen.

In einem solchen Fall das „Kamel“ zu sein, bedeutet:
zuzuhören, weil verständnisvolles Schweigen besser ist als billige Patentrezepte (Das wird schon wieder werden! Kopf hoch!)
zuzuhören, weil wir erst dann begreifen, was den Anderen wirklich bedrückt.
zuzuhören, weil wir erst dann verstehen, wie wir den Anderen ermutigen können.
zuzuhören, weil wir erst dann erkennen, wie wir dem Anderen wirklich helfen können.
zuzuhören, damit wir dem Anderen am Ende dessen, was er uns erzählt, wirklich raten können, wo er Hilfe finden kann.

Ich bin gerne ein solches Kamel. Wie ist es mir Dir, mit Euch?
Die Welt braucht solche Kamele!

Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch nun einen friedvollen ruhigen und gelassenen Abend und ich grüße Euch herzlich aus Bremen vom Weserstrand am Café Sand und ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhliches Kamel Werner
www.cafe-sand.de





Montag, 14. Juli 2014

Schreib auch Du in ein Büchlein!

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

Heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Jorge Bucay erzählen:

„Der Suchende“

„Dies ist die Geschichte eines Mannes, den ich als Suchenden bezeichnen würde.
Ein Suchender ist jemand, der sucht, nicht unbedingt jemand, der findet. Auch ist es nicht unbedingt jemand, der weiß, wonach er sucht. Es ist schlicht und einfach jemand, für den das Leben eine Suche ist.
Eines Tages spürte der Suchende den Drang, nach Kammir zu gehen. Er hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, mit solchen Eingebungen, die von irgendwoher aus seinem Inneren kamen, nicht lange zu fackeln und ihnen einfach zu folgen. Er ließ also alles stehen und liegen und machte sich auf den Weg.
Nach zwei Tagesmärschen über staubige Wege sah er in der Ferne Kammir liegen. Kurz vor dem Dorfeingang fiel ihm am rechten Wegesrand ein Hügel auf. Er war von einem wunderschönen Grün überzogen, und Bäume, Vögel und zauberhafte Blumen gab es dort in unendlicher Zahl. Rings um den Hügel zog sich ein niedriger polierter Holzzaun.
Quelle: Astrid Müller
Ein Bronzetor lud ihn zum Eintreten ein. Sofort war das Dorf vergessen, und er gab der Versuchung nach, sich einen Moment an diesem Ort auszuruhen. Der Suchende durchschritt das Tor und begann langsam, zwischen den weißen Steinen umherzuspazieren, die verstreut zwischen den Blumen standen. Er ließ seine Augen wie Schmetterlinge auf jedem Detail dieses farbenprächtigen Paradieses ruhen.
Seine Augen waren die eines Suchenden, und vielleicht erkannte er deshalb auf einem Stein jene Inschrift: Abdul Tareg, lebte 8 Jahre, 6 Monate, 2 Wochen und 3 Tage
Er erschrak ein wenig, als er merkte, dass der Stein nicht einfach nur ein Stein, sondern ein Grabstein war. Es schmerzte ihn, zu erfahren, dass ein so junges Menschenkind an diesem Ort begraben lag.
Als er sich weiter umschaute, bemerkte der Mann, dass auch der nächste Stein eine Inschrift trug. Er trat an ihn heran und las: Yamir Kalib, lebte 5 Jahre, 8 Monate und 3 Wochen
Quelle: Frank Zickerick
Der Suchende zeigte sich zutiefst erschüttert. Dieser hübsche Ort war ein Friedhof, und jeder Stein war ein Grab. Nach und nach begann er die einzelnen Grabsteine zu entziffern. Alle hatten sie ähnliche Inschriften: einen Namen und die genaue Lebenszeit des Toten.
Was ihn aber derart in Schrecken versetzte, war die Tatsache, dass der Älteste von ihnen kaum länger als elf Jahre gelebt hatte. Von unendlichem Schmerz überwältigt, setzte er sich nieder und weinte.
Der Friedhofswärter kam des Weges und trat auf ihn zu. Er sah ihm eine Weile still beim Weinen zu und fragte ihn dann, ob er um einen Familienangehörigen trauerte.
"Nein, kein Angehöriger", sagte der Suchende.
"Aber was ist nur in diesem Dorf geschehen?
Von welchen Schrecken wird dieser Ort heimgesucht?
Warum liegen hier so viele Kinder begraben?
Was für ein böser Fluch lastet auf diesen Menschen,
dass sie einen Kinderfriedhof haben errichten müssen?"
Der Alte lächelte und sagte: "Beruhigen Sie sich. Es gibt keinen Fluch.
Wir haben hier einen alten Brauch. Ich werde Ihnen davon erzählen:
Wenn ein Jugendlicher fünfzehn Jahre alt wird,
schenken ihm seine Eltern ein kleines Heftchen,
so wie dieses, das ich hier trage, und das hängt er sich um den Hals.
Unser Brauch ist es, dass von diesem Moment an jeder Augenblick,
in dem einem etwas sehr Schönes widerfährt, in diesem Büchlein festgehalten wird.
Quelle: Astrid Müller
Links wird aufgeschrieben, was uns so glücklich gemacht hat.
Und rechts, wie lange das Glück gedauert hat.
Seine künftige Braut kennengelernt und sich in sie verliebt zu haben.
Wie lang dauert die große Leidenschaft, wie lang währt dieses Glück?
Eine Woche? Zwei? Dreieinhalb?
Und dann der erste Kuss.
Wie lange hält der große Zauber an?
Eineinhalb Minuten, solang wie der Kuss? Zwei Tage? Eine Woche?
Schwanger zu werden und das erste Kind zur Welt zu bringen?
Und die Hochzeit der Freunde?
Die lang ersehnte Traumreise?
Und das erste Wiedersehen mit dem Bruder nach seiner Rückkehr aus einem fernen Land?
Wie lange dauert die Freude über diese Momente?
Stunden? Tage?
Und so halten wir jeden freudvollen Augenblick in diesem Büchlein fest.
Jeden einzelnen.
Und wenn jemand stirbt, so ist es unser Brauch, sein Büchlein aufzuschlagen und die Glücksmomente zusammenzurechnen, um das Ergebnis auf sein Grab zu schreiben.
Denn für uns ist einzig und allein dies die wirklich gelebte Zeit."
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,
diese Geschichte ist wirklich sehr lehrreich und kann uns auf einen guten Weg führen.

Wir haben ja oft die Tendenz, uns vor allem an das, was in unserem Leben nicht so gut war oder ist, zu erinnern, und die vielen schönen Momente, die wir zweifellos schon erlebt haben, zu vergessen. Und im Rückblick erscheint uns dann die Vergangenheit oft düster und dunkel.
Wir fühlen uns dann belastet und schreiten mit dem Bündel dieser schlechten Erinnerungen durch den heutigen Tag und haben deswegen auch schon verständlicherweise Angst vor dem morgigen Tag, weil wir befürchten, er könne uns gegebenenfalls wieder etwas Schlechtes bescheren.
Vielleicht sollten wir dem Rat dieser Geschichte folgen und uns auch ein solches Büchlein zulegen. Ich habe das vor einiger Zeit getan und führe seitdem eine Art Tagebuch.
Quelle: Raymonde Graber

In dieses Tagebuch trage ich aber nur solche Dinge ein, die mir Freude bereitet haben, ich schreibe Erlebnisse auf, die mich glücklich gemacht haben, ich notiere mir Augenblicke, in denen ich entspannt und glücklich sein durfte, ich schreibe auf, wenn mir etwas gelungen ist und mich mit tiefer Befriedigung erfüllt hat, ich halte in Büchlein fest, wenn ich Begegnungen mit lieben Menschen hatte, wenn ich einen fröhlichen Brief bekam, wenn mich ein lieber Mensch anrief.
Und ich schreibe nieder, wenn ich eine wundervolle Radtour gemacht habe, die mich an Ort der Stille geführt hat und mein Herz mit neuer Kraft erfüllt hat.
Mancher mag jetzt entgegnen: „Das Führen eines solchen Büchleins kostet aber Zeit und die habe ich nicht!“ Solchen Menschen kann ich nur zurufen: „Wach auf! Wenn Du viel Zeit benötigst für solche Eintragungen in ein solches Büchlein, dann erlebst Du doch auch sehr viel Gutes!"
Denn das ist das große Geheimnis eines solchen Büchleins:
Wenn wir es konsequent führen, dann erinnert es uns immer wieder daran, wie viel Gutes wir schon erlebt haben und es heitert uns auf, weil wir erkennen: 
„Bei allen Schwierigkeiten, allem Leid dürfen wir auch viel Gutes erleben!“
So wird das Büchlein zu einem Ermutiger und zu einer Quelle der Hoffnung, zuversichtlich voranzuschreiten und den jeweils vor uns liegenden Tag mutig im Empfang zu nehmen.


Ihr Lieben,
ich wünsche Euch jetzt einen ruhigen erholsamen unaufgeregten Abend mit Momenten der Ruhe, der Stille und der Erholung und ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Helmut Mühlbacher