2855 Geschichten


Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 2.855 Geschichten und mehrmals in der Woche kommen weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen


Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Montag, 4. Mai 2015

Nichts ist Wichtiger als das HEUTE!


"Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben - aber es hat nur ganz genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben imstande sind."
Hermann Hesse
Ihr Lieben,


heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Anthony de Mello erzählen:

 „Die Mönche des benachbarten Klosters kamen zum Abt, um ihn zu bitten, einen Streit zu schlichten. Sie hatten gehört, er hätte eine Methode, Liebe und Verständnis in eine Gruppe zu bringen. 

Er verriet sie ihnen: "Jedes Mal, wenn Du jemandem begegnest, sage Dir:
"Ich werde sterben und mein Gegenüber wird auch sterben."
 

Versuche einen Moment, die Realität dieser Worte zu erleben. 

Wenn Ihr alles dieses praktiziert, wird Bitterkeit verschwinden und Harmonie aufkommen." 

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

vor einiger Zeit war bei uns große Sperrmüllabfuhr und so nutzte ich  die Gelegenheit, meinen Keller ein wenig zu entrümpeln und alte Dinge, die längst entsorgt werden sollten, auf die Straße zu stellen. 


Plötzlich fuhren ein Rettungswagen und ein Notarztwagen in unsere Straße und hielten bei einem Nachbarn schräg gegenüber. Ich erfuhr erst Tage später, wie es ihm geht. 

Ich weiß aber, dass er ein ganz wundervoller Mensch ist, der immer sehr viel Freude und vor allem Liebe ausstrahlt. Leider hatte er vor einigen Jahren einen Schlaganfall, von dem er aber völlig genesen ist. Nun lag er wieder im Krankenhaus.

Mir geht es heute nicht darum, Angst vor dem Sterben zu machen,
das will uns auch unsere kleine Geschichte nicht sagen.


Quelle: Romana Huber
Sie möchte uns etwas anderes mitteilen: 
Angesichts der Tatsache, dass wir tatsächlich eines Tages sterben müssen, sind viele Streitereien, etlicher Ärger im Alltag derartig lächerlich, dass es nicht lohnt, dafür die kostbare eigene Lebenszeit zu opfern!

Es geht nicht um das Sterben in der Geschichte, sondern darum, dass HEUTE die Zeit ist, freundlich zu sein, dass HEUTE die Zeit ist, ein Lächeln zu verschenken, dass HEUTE die Zeit ist, Liebe, Hoffnung, Zuversicht in diese Welt hineinzutragen. 

HEUTE sollten wir nach vorne schauen, den GESTERN ist vergangen.
Wir haben unsere Augen vorne im Gesicht, damit wir nach vorne schauen.
Wenn wir rückwärts schauen sollten, hätten wir sicher noch zwei Augen auf der Rückseite unseres Kopfes.


HEUTE ist es Zeit, zu neuen Zielen aufzubrechen, denn GESTERN ist Vergangenheit und an der können wir ohnehin nichts mehr ändern.
Quelle: Raymonde Graber
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch morgen einen positiven Start in den Tag und recht viel Hoffnung und Zuversicht
Euer fröhlicher Werner


Das Foto wurde von Karin Heringshausen zur Verfügung gestellt

Samstag, 2. Mai 2015

Was ist wichtiger: Zuhören oder Reden?

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch einen Abschnitt aus dem Buch MOMO von Michael Ende aus dem zweiten Kapitel zu lesen geben:

„Eine ungewöhnliche Eigenschaft“

"Von nun an ging es der kleinen Momo gut, jedenfalls nach ihrer eigenen Meinung. Irgendetwas zu essen hatte sie jetzt immer, mal mehr, mal weniger, wie es sich eben fügte und wie die Leute es entbehren konnten. Sie hatte ein Dach über dem Kopf, sie hatte ein Bett und sie konnte sich, wenn es kalt war, ein Feuer machen. Und was das Wichtigste war: Sie hatte viele gute Freunde.

Man könnte nun denken, dass Momo ganz einfach großes Glück gehabt hatte, an so freundliche Leute geraten zu sein -, und Momo selbst war durchaus dieser Ansicht.
Aber auch für die Leute stellte sich schon bald heraus, dass sie nicht weniger Glück gehabt hatten. Sie brauchten Momo und sie wunderten sich, wie sie früher ohne sie ausgekommen waren.

Und je länger das kleine Mädchen bei ihnen war, desto unentbehrlicher wurde es ihnen, so unentbehrlich, dass sie nur nach fürchteten, es könnte eines Tages wieder auf und davon gehen.
Quelle: Astrid Müller
So kam es, dass Momo sehr viel Besuch hatte. Man sah fast immer jemand bei ihr sitzen, der angelegentlich mit ihr redete. Und wer sie brauchte und nicht kommen konnte, schickte nach ihr, um sie zu holen. Und wer noch nicht gemerkt hatte, dass er sie brauchte, zu dem sagten die Anderen: »Geh doch zu Momo!«

Dieser Satz wurde nach und nach zu einer feststehenden Redensart bei den Leuten der näheren Umgebung. So wie man sagt: »Alles Gute!« oder »Gesegnete Mahlzeit!« oder »Weiß der liebe Himmel!«, genauso sagte man also bei allen möglichen Gelegenheiten: »Geh doch zu Momo!«

Aber warum? War Momo vielleicht so unglaublich klug, dass sie jedem Menschen einen guten Rat geben konnte? Fand sie immer die richtigen Worte, wenn jemand Trost brauchte? Konnte sie weise und gerechte Urteile fällen?
Quelle: Helmut Mühlbacher
Nein, das alles konnte Momo ebenso wenig wie jedes andere Kind.
Konnte Momo dann vielleicht irgendetwas, das die Leute in gute Laune versetzte?
Konnte sie zum Beispiel besonders schön singen?
Oder konnte sie irgendein Instrument spielen?
Oder konnte sie – weil sie doch in einer Art Zirkus wohnte – am Ende gar tanzen oder akrobatische Kunststücke vorführen?
Nein, das war es auch nicht. 


Konnte sie vielleicht zaubern? 
Wusste sie irgendeinen geheimnisvollen Spruch, mit dem man alle Sorgen und Nöte vertreiben konnte? 
Konnte sie aus der Hand lesen oder sonst wie die Zukunft voraussagen?
Nichts von alledem.

Was die kleine Momo konnte wie kein anderer,
das war: Zuhören.
Momodenkmal in Hannover
www.wikipedia.org
Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig. Momo konnte so zuhören, dass dummen Leuten plötzlich sehr gescheite Gedanken kamen. 

Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den Anderen auf solche Gedanken brachte, nein, sie saß nur da und hörte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und aller Anteilnahme. 

Dabei schaute sie den Anderen mit ihren großen, dunklen Augen an, und der Betreffende fühlte, wie in ihm auf einmal Gedanken auftauchten, von denen er nie geahnt hatte, dass sie in ihm steckten.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Sie konnte so zuhören, dass ratlose oder unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten.
Oder dass Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten.
Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden. 

Und wenn jemand meinte, sein Leben sei ganz verfehlt und bedeutungslos und er selbst nur irgendeiner unter Millionen, einer, auf den es überhaupt nicht ankommt und der ebenso schnell ersetzt werden kann wie ein kaputter Topf - und er ging hin und erzählte alles das der kleinen Momo, dann wurde ihm, noch während er redete, auf geheimnisvolle Weise klar, dass er sich gründlich irrte, dass es ihn, genauso wie er war, unter allen Menschen nur ein einziges Mal gab und dass er deshalb auf seine besondere Weise für die Welt wichtig war.
So konnte Momo zuhören.“

Ihr Lieben,

jede, jeder von uns kennt das alte Sprichwort:
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold!
Dieses Sprichwort wird leider oft missverstanden.
Weil in diesem Sprichwort das Schweigen höher bewertet wird, wird das Reden abgewertet, als sei es etwas Schlechtes. Das aber stimmt nicht.


Beides ist wertvoll, sowohl das Silber als auch das Gold!
Wenn das Reden etwas Schlechtes wäre, würde das Sprichwort lauten:
Reden ist Blech, Schweigen ist Gold!
Das Einzige, worauf uns das Sprichwort „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ hinweisen möchte, ist die Tatsache, dass das Schweigen noch wertvoller ist als das Reden.

Ich würde mich freuen, wenn es mehr Menschen geben würde,
die zuhören können wie Momo.
www.hallo-lübbecke.de
Woran liegt das nur, dass wir so schlecht zuhören können?
Das hat mehrere Gründe:

…wir sind oft ungeduldig, wir sind kaum bereit, den anderen Menschen ausreden zu lassen, ihm wirklich bis zum Ende zuzuhören.

…sobald der Andere etwas sagt, dass nicht unserer Meinung entspricht, stehen wir in der Versuchung, ihn zu unterbrechen und ihm ein lautes „Ja, Aber“ entgegen zu schleudern.

…wir glauben oft, dem Anderen, der uns etwas erzählt, die Lösung seiner Probleme präsentieren zu müssen, statt die Geduld aufzubringen, ihn die Lösung selbst finden zu lassen.

Ich kann Euch allen nur empfehlen, Euch auf ein spannendes Abenteuer einzulassen:
Nehmt Euch selbst zurück und lernt, dem anderen Menschen wirklich zuzuhören.

Eure Partnerin, Euer Partner, Eure Kinder und Enkelkinder, Eure Freunde und Bekannten werden es Euch von ganzem Herzen danken.

Denn Menschen, die zuhören können wie Momo, sind soooooooooo selten und sie werden soooooooooo dringend benötigt!!!

Mein geliebter Großvater hat immer zu mir gesagt:
„Gott hat uns zwei Ohren und einen Mund geschenkt.
Das bedeutet, er möchte, dass wir doppelt so viel Zeit damit verbringen, zuzuhören als zu reden. Wenn Gott gewollt hätte, dass wir doppelt so viel reden wie wir zuhören, hätte er uns nur ein Ohr geschenkt und zwei Münder!“


In diesem humorvollen Satz meines Großvaters steckt eine tiefe Wahrheit, denn sie enthält die Lösung, wenn wir unser Reden und unser Zuhören in das rechte Verhältnis zueinander bringen wollen.
Wir sollten uns vornehmen für das Zuhören doppelt so viel Zeit aufwenden wie für das Reden. Wenn wir uns das vornehmen, schützt uns das davor, zu viel zu reden, und hilft uns dabei, anderen Menschen in ausreichendem Maße zuzuhören.

Ihr Lieben,
ich wünsche Euch ein heiteres geruhsames Wochenende und grüße Euch herzlich aus dem frühlingshaften Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Donnerstag, 30. April 2015

Der Untergang der Welt

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute eine Geschichte von Kambiz Poostchi erzählen:

„Der Untergang der Welt“

„Es war einmal ein Vater, der mit seinem kleinen 10-jährigen Sohn in ein fernes Land reiste. Sie stiegen auf den Gipfel eines Berges, auf dem sie die Nacht in einer kleinen Hütte verbrachten. Als der Morgen dämmerte, vertrieb die Sonne die Dunkelheit und färbte die schneebedeckten Berggipfel mit hell leuchtendem Rot.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Der kleine Sohn erwachte. Er sah den glühenden Himmel und die flammenden Berggipfel. Er war noch ein kleiner Junge und konnte nur durch den oberen Teil des Fensters hinausschauen.
www.infowort.de
Er verstand nicht den hellen Glanz, der ihn erschreckte. Er sehnte sich nach der Geborgenheit von früher, als er noch zu Hause bei seiner Mutter gewesen war, und er wünschte, er hätte diese Reise niemals unternommen. Er glaubte sicher, dass es an dem fremdartigen neuen Himmel nur Unheil und Feuer gebe.

Die aufsteigende Sonne erwärmte den Schnee, der so lange Zeit kalt und festgefroren am Bergabhang gelegen hatte. Sie löste die Schneemassen und sandte sie als donnernde Lawinen in das Tal hinab.
www.suedtirolnews.it
Das furchtbare Dröhnen erschreckte den kleinen Jungen noch mehr als der flammende Himmel. Er lief zu einem Vater und schüttelte ihn. Er weckte ihn auf und schrie: Vater, Vater, Wach auf! Wach auf! Das Ende der Welt ist da!

Der Vater öffnete die Augen. Er konnte alle deutlich durch das Fenster sehen, dass für die Augen seine Sohnes noch zu hoch war. Er sah die von der Sonne gefärbten Berggipfel in ihrem Morgenfeuer. Er hörte das Donnern der Lawinen, die von den wärmenden Strahlen der Frühlingssonne ausgelöst wurden.

Er wusste, dass die Schneemassen bald frisches Wasser und neues Leben in das ausgetrocknete Land in den Tälern der Berge bringen würden. Er verstand die Zusammenhänge. Deshalb nahm er seinen Sohn an die Hand, um ihn zu beruhigen:
„Nein, mein Sohn“, sagte er mit ruhiger und besänftigender Stimme, „Das ist nicht das Ende der Welt. Das ist der Anbruch eines neuen Tages.“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

In unserem Leben ähneln wir oft dem kleinen Jungen.
Auch wir sehnen uns nach Geborgenheit, auch wir haben es am liebsten, wenn alles einen gewohnten Gang geht, auch wir fühlen uns in der Regel zu Hause am sichersten.

Dieser Wunsch nach Geborgenheit, diese Sehnsucht nach dem Gewohnten, dem Bekannten, ist aber zugleich auch ein großer Klotz an unserem Bein, denn er hindert uns daran, unsere Träume zu verwirklichen und unsere Ziele zu erreichen.
Eine beliebte Straße im Mittelalter:
Der Klotz am Bein

www.justizvollzugsanstalt-celle.de
Wenn wir ein großes Ziel erreichen möchten, das uns wichtig ist und von dem wir schon immer geträumt haben, dann wird uns dieses Ziel niemals auf einem Silbertablett nach Hause ins Wohnzimmer geliefert.

Das Wort „Ziel“ bedeutet ja in sich, dass ich, wenn ich das „Ziel“ erreichen will, zunächst am „Start“ stehe und eine gewisse Strecke und eine gewisse Anstrengung zwischen dem „Start“ und dem „Ziel“ liegen. Nur wer bereit ist, die Strecke zwischen „Start“ und „Ziel“ zurückzulegen, wird das „Ziel“ erreichen und damit seinen Traum verwirklichen können.
www.planet-wissen.de
Und da der „Start“ vielleicht bei meinem eigenen Zuhause beginnt, das „Ziel“ aber immer eine Wegstrecke von meinem Zuhause weg liegt, muss ich mich auf den Weg machen, muss ich die Geborgenheit des eigenen Zuhauses hinter mir lassen und mich auf den Weg zum „Ziel“ machen.

Und der Weg zum Ziel kann auch Gefahren bergen, die wir aber überwinden können.
Auch dürfen wir uns auf dem Weg zu unserem Ziel nicht durch vermeintliche Gefahren verunsichern lassen. Unzählige Menschen haben die Verwirklichung Ihres Lebenszieles nur deshalb aufgegeben, weil sie, wie der kleine Junge, eine Gefahr witterten, wo gar keine Gefahr war.

Damit das nicht geschieht und wir auf dem Weg zu unserem ersehnten Ziel nicht aufgeben und nicht den Mut verlieren, sollten wir uns mit Menschen verbünden, die uns immer wieder ermutigen, die uns auf unserem Weg helfen und uns zurufen:
"Du kannst das, Du schaffst das!"

Deshalb lautet die allerwichtigste Regel, wenn Du einen Traum verwirklichen, ein Ziel erreichen möchtest und Dich auf den Weg machst:
Halte Dich fern von den Entmutigern, von all den Menschen, die schon immer gewusst haben, dass Dein Vorhaben nicht gelingen kann, dass Du es ohnehin nicht schaffen wirst, dass Du ganz bestimmt versagen wirst!

Deshalb wünsche ich jeder/m Einzelnen von Euch ganz viel Mut, ganz viel Zuversicht und ganz viel Hoffnung auf dem Weg zu Eurem Ziel, damit Ihr niemals aufgebt, damit ihr mutig voranschreitet auf dem Weg zu Eurem Ziel, zu der Verwirklichung Eures Traum.


Ihr Lieben,
ich wünsche Euch morgen einen geruhsamen 1. Mai, ganz viel Mut und Zuversicht, zu neuen Zielen aufzubrechen und grüße Euch ganz herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Astrid Müller

Dienstag, 28. April 2015

Wie wir die Welt verändern können!


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch die Geschichte eines unbekannten Mönches zu lesen geben, die mit zu meinen Lieblingstexten gehört, denn in ihr steckt viel Weisheit:

„Wie verändere ich die Welt?“

„In meiner Jugend war ich ein Revolutionär und mein Gebet zu Gott lautete:
Gott, gib mir die Kraft, die Welt zu verändern!

„Als ich die mittleren Jahre erreicht hatte und merkte, dass ich bereits die Hälfte meines Lebens vertan hatte, ohne dass ich die Welt Verändert hatte, wandelte ich mein Gebet ab und bat Gott:
„Gott, schenke mir die Möglichkeit, alle jene Menschen zu verändern, die mit mir in Berührung kommen, und wenn es nur meine Familie und meine Freunde sind, dann bin ich schon zufrieden.“

Nun, da ich ein alter Mann geworden bin und meine Tage gezählt sind, beginne ich einzusehen, wie töricht ich war. Mein einziges Gebet zu Gott lautet nun:
„Gott, gib mir die Chance, mich selbst zu ändern!“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

als ich die Schrecken meiner Kindheit und Jugend als ESELSKIND hinter mir gelassen hatte und die Oberstufe eines Bremer Gymnasiums besuchte, da träumte ich auch davon, die ganze Welt zu verändern. 

Ich zog mit Tausenden von jungen Leuten durch die Bremer Innenstadt und wir haben gegen den Vietnamkrieg und die Ungerechtigkeit in der Welt demonstriert. Sogar mit Polizisten haben wir uns geprügelt.
Verändert habe ich dadurch die Welt nicht.
Wer die Welt verändern möchte, der muss zunächst bei sich selbst anfangen,
der muss zunächst sich selbst ändern.


Einen Menschen, der sich selbst ändern möchte, 
den vergleiche ich gerne mit einer Kerze.

Eine Kerze, die nicht brennt, ist eigentlich nur ein 
Stück Wachs mit einem Docht in der Mitte.

Zu einer Kerze wird eine Kerze nicht, indem sie anderen Kerzen zuruft, 
sie sollten doch gefälligst brennen und die Welt erhellen mit ihrem Schein.

Zu einer Kerze wird eine Kerze erst dann, wenn sie entzündet wird, 
wenn sie brennt, wenn sie die Dunkelheit mit ihrem Licht vertreibt und Hoffnung spendet.

Eine brennende Kerze kann nicht nur durch ihr Licht die Dunkelheit besiegen und vertreiben, sondern sie kann ihr Licht, ihre Flamme auch an andere Kerzen weitergeben. Sie kann so ihr Licht verdoppeln, verdreifachen, vervierfachen, verhundertfachen…
www.wallpaperstock.net
So ist das auch mit uns Menschen. 
Erst dann wenn wir bei uns selbst anfangen mit der Veränderung der Welt,
erst dann, wenn wir selbst entzündet sind wie eine Kerze,
erst dann, wenn wir selbst brennen,
können wir unser Feuer weiterreichen und andere Menschen dazu veranlassen, sich zu verändern und somit auch die Welt.

Ein wundervolles Beispiel, wie das funktioniert, ist mein lieber Freund Helmut Mühlbacher aus Österreich, der immer wieder auf Facebook und auf www.herzundliebe.com wundervolle Texte veröffentlicht, wie Menschen glücklich werden und ihr Leben meistern können.
Quelle: Helmut Mühlbacher
In diesen Tagen hat mir Helmut ein Paket geschickt, mit einem Holzkasten, in dem sich 24 Tafeln leckere Tafeln Schokolade befanden, wie Ihr auf dem Fotos sehen könnt.


Ich habe mich über das Geschenk riesig gefreut. Aber ich sitze nun nicht hier und futtere ununterbrochen eine Tafel Schokolade nach der anderen. Nein, ich nutze die Schokoladentafeln dazu, um anderen Menschen eine Freude zu machen.

Und so geschieht das, was der Beginn jeder Veränderung ist:
Helmuts wundervolles Geschenk erfreut nicht nur mein Herz, sondern sein Geschenk bereitet nun auch etlichen anderen Menschen eine große Freude!


Deshalb sollten wir uns jeden Tag bemühen, uns ein klein wenig zu verändern und diese Welt heller und menschlicher zu gestalten.


Ihr Lieben,
ich wünsche Euch einen friedvollen Abend und morgen einen fröhlichen hoffnungsvollen Tag und ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner 
Quelle: Karin Heringshausen

Sonntag, 26. April 2015

Vergiss nie diejenigen, die Dir auf Deinem Weg geholfen haben!

Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Nossrat Peschkian erzählen:

„Das Puppentheater“

„Eine Menschentraube drängte sich im Zelt, um einen Blick auf das Puppentheater zu werfen. Die Menschen waren glücklich und lachten viel, während sie der Marionettenaufführung folgten.
www.ruhrnachrichten.de
Weit hinten stand ein Vater mit seinem kleinen Sohn. Wenn sich der Vater zu voller Größe aufrichtete und sich auf die Zehenspitzen stellte, dann konnte er gerade noch etwas von Geschehen auf der Bühne des Puppentheaters mitbekommen, aber sein kleiner Sohn reichte mit seinem Kopf gerade einmal bis zur Gürtelhöhe der Umstehenden.

So sehr er sich auch streckte und reckte, er konnte nichts von dem Puppentheater sehen. Daher nahm ihn sein Vater hoch und setzte ihn auf seine Schultern.
Was hatte er nun für seine wundervolle Aussicht!

Hoch über den Köpfen der anderen Menschen konnte der Junge nun ungestört das spannende Puppentheater verfolgen. Er war nicht mehr verzweifelt. Stattdessen schaukelte er auf und ab auf den Schultern seines Vaters und lachte vor Freude, wie wenn er ein Reiter und sein Vater ein Pferd wäre. Stolz rief er den anderen Besuchern zu: „Ich sehe besser als Ihr alle. Ich bin der Größte!“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Da spürte er plötzlich eine Hand auf seiner Schulter und als er sich umdrehte, da sah er einen alten Mann mit einem weißen Bart, der ihn freundlich anblickte.

„Mein Junge“, sagte der alte Mann zu ihm, „Du unterhältst Dich gut, Du siehst das Geschehen auf der Bühne des Puppentheaters besser als alle anderen hier im Zelt.
Doch denke immer daran: Wenn Dein Vater nicht die Mühe auf sich genommen hätte, Dich auf seinen Schultern zu tragen, stündest Du noch immer dort unten im Schatten der anderen Menschen!

Deshalb vergiss niemals, wer Dich auf seinen Schultern trägt. Sei glücklich und fröhlich, aber besinne Dich stets der Person, auf deren Schulter Du zufrieden sitzt.“
www.leben-mit-ohne-de
Ihr Lieben,

wenn ich mich in meinem Alltag mit anderen Menschen unterhalte und wenn ich all die E-Mails und Briefe lese, die ich jeden Tag bekomme, dann stelle ich immer wieder fest, dass sich viele Menschen nicht von ihrer Vergangenheit lösen können. 

Oft noch nach Jahrzehnten berichten sie mir davon, was ihnen Böses angetan wurde. Auch nach Jahrzehnten können sie nicht vergessen, auch nach Jahrzehnten hegen sie Groll und Hass in sich.

Ich versuche, diesen Menschen immer wieder klar zu machen, dass durch den Groll und den Hass die Ereignisse der Vergangenheit nicht ausgelöscht werden, dass aber die andauernde Hass und Groll ihr eigenes Leben vergiftet und die Menschen daran hindert, HEUTE glücklich zu leben.

Es gibt ein wundervolles Rezept, um den Hass und den Groll aus unseren Herzen zu tilgen. Wir sollten unseren Blick statt auf das Unrecht und das Böse, das uns in der Vergangenheit angetan wurde, auf das Gute, auf die Liebe, die wir erfahren haben, richten.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Es ist schon sehr merkwürdig, dass wir zwar oft jahrzehntelang Unrecht und Böses, das uns angetan wurde, nicht vergessen können, dass wir aber oft schnell das Gute und die Liebe vergessen, die wir erfahren haben.

Eine liebevolle Mutter, ein beschützender Vater, ein verständnisvoller Großvater, ein guter Freund, eine gute Freundin, manchmal auf ein fremder Mensch – wenn wir genau auf unser Leben blicken, dann stellen wir fest, dass uns nicht nur Böses und Unrecht angetan wurden, sondern dass uns auch immer wieder Menschen begegnet sind, die uns Gutes getan haben, die uns Liebe entgegengebracht haben, die uns Zuwendung geschenkt haben.

Wenn wir glücklich und zufrieden leben wollen, sollten wir uns des Öfteren bei den Menschen bedanken, die uns in unserem Leben Gutes getan haben.

Wenn ich aufgrund des Bösen und des Unrechts, das ich in der Vergangenheit erfahren habe, HEUTE Hass und Groll hege, vergifte ich nur mein eigenes Leben und helfe NIEMANDEM damit.

Wenn ich aber den Menschen des Öfteren danke, die mir in meinem Leben Gutes getan haben, dann mache ich nicht nur mich selbst glücklich, sondern auch den Menschen, bei dem ich mich bedanke.

Und dieser Dank, den ich dem anderen Menschen, der mir Gutes getan habe, ausspreche und erweise, wird diesen Menschen wiederum dazu motivieren, weiter Gutes zu tun, und wird ihn glücklich machen.
Pferde sind viel konsequenter als wir Menschen:
Sie vergessen niemals einen Menschen,
der ihnen Böses angetan hat, aber
sie vergessen auch nie einen Menschen,
der sie gut behandelt hat!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
vergesst nie diejenigen, die Euch geholfen haben, die Euch Gutes getan haben, die Euch Liebe geschenkt haben. Ich wünsche Euch eine gute neue zuversichtliche Woche und grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
www.bremen.de

Samstag, 25. April 2015

Du bist wertvoll, auch wenn andere Menschen das nicht immer sofort erkennen!

Quelle: Helmut Mühlbacher
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Antoine de Saint-Exupéry


Ihr Lieben,

auf vielfachen Wunsch möchte ich Euch heute die Geschichte eines unbekannten Autors erzählen, die ich allerdings noch ein klein wenig abändern möchte, um den wundervollen Kern der Geschichte noch mehr herauszuarbeiten:

„Der Umschlag“

„In einem Seminar, in dem es darum ging, den Teilnehmern zu verdeutlichen, dass jeder (!) Mensch wertvoll ist, streckte der Leiter des Seminars zu Beginn seines Seminars eine 500-Euro-Schein in die Luft und fragte die Anwesenden: 
„Wer von Ihnen möchte die 500 Euro gerne haben?“

Die Hände aller Teilnehmer gingen in die Höhe, denn das Angebot, 500 Euro geschenkt zu bekommen, erhält man nicht alle Tage.

Der Seminarleiter sagte daraufhin: „Ich werde den 500-Euro-Schein einem von Ihnen geben, aber lassen Sie mich zunächst noch etwas tun.“ Indem er das sagte, nahm er ein Briefkuvert, steckte das Geld hinein und verschloss es.
www.ideenmitherz.de
Dann fragte er die Teilnehmer erneut: „Wer von Ihnen möchte den Umschlag haben?“
Wieder streckten alle Teilnehmer ihre Hände nach oben.

Der Seminarleiter aber ließ nicht locker, sondern er zerknüllte das Kuvert mitsamt dem Geldschein mit beiden Händen und wandte sich dann wieder seinem Publikum zu: „Gibt es unter Ihnen immer noch jemand,d er diesen völlig zerknüllten Umschlag haben möchte?“

Wieder schossen alle Hände in die Höhe.
Der Seminarleiter aber warf den Umschlag mit dem Geld auf den Fußboden und trat mit seinen Schuhen solange darauf herum, bis er völlig zerknittert und sehr schmutzig war.

Er nahm eine Zange, die er sich für diesen Zweck zurechtgelegt hatte und hob den schmutzigen Umschlag an einer Ecke auf. Den unansehnlichen Umschlag zeigte er dann den Teilnehmern und fragte sie: „Wollen Sie diesen Umschlag immer noch haben?“

Aber die Seminarteilnehmer ließen sich nicht beirren. Unabhängig davon, wie zerknüllt, zerknittert und schmutzig der Umschlag auch aussah – alle Seminarteilnehmer wollten weiterhin unbedingt den Umschlag bekommen.

Der Seminarleiter aber sprach:
„Nun, meine lieben Freunde, heute haben Sie eine ganz wichtige Lektion gelernt.
Was auch immer mit dem Geldschein geschah, Sie alle wollten ihn dennoch haben, weil Sie alle genau wussten, dass der Geldschein seinen Wert niemals verlieren würden. Ob er nun zerknüllt, zerknittert oder gar völlig verschmutzt ist, er behält immer seinen Wert von 500 Euro.“

Die Teilnehmer wurden alle sehr nachdenklich.
Der Seminarleiter aber fuhr fort:
„Manche Menschen werden durch das Leben gezeichnet, sie erleiden schlimme Schicksalsschläge, werden von anderen Menschen fallen gelassen, sind am Boden zerstört, fühlen sich völlig wertlos und oft auch ausgestoßen.


Der „Umschlag“, also das Äußere eines Menschen mag schmutzig erscheinen, seinen Glanz verlieren, der Mensch mag traurig erscheinen, gebückt durch das Leben gehen, aber dennoch bleibt der Wert des Menschen unangetastet.

Der weise Mensch lässt sich durch den Blick auf den Umschlag  und dessen Beschaffenheit nicht in die Irre führen. Er erkennt hinter der äußeren Fassade die Einzigartigkeit und den unschätzbaren Wert des Menschen, der ihm gegenüber steht.“
www.goetz-buerkle.de
Ihr Lieben,

Unabhängig davon, wie sehr uns das Leben bezeichnet hat, gilt:
Wir sind wertvoll.

Unabhängig davon, wie uns andere Menschen beurteilen, gilt:
Wir sind wertvoll.

Unabhängig davon, welches Leid wir erlitten haben, gilt:
Wir sind wertvoll.

Unabhängig davon, ob uns Menschen ablehnen, gilt:
Wir sind wertvoll.

Unabhängig davon, ob wir erfolgreich sind, gilt:
Wir sind wertvoll.

Dies heutige wundervolle Geschichte soll uns verdeutlichen, dass unser Wert beständig ist, ganz unabhängig davon, was wir erlitten und durchgemacht haben, ganz unabhängig davon, ob wir erfolgreiche sind oder nicht, ganz unabhängig davon, ob uns die Menschen lieben oder ablehnen.


Ihr Lieben, 
ich wünsche Euch einen wundervollen, zuversichtlichen Sonntag und denkt immer daran: IHR SEID WERTVOLL!
Herzliche Grüße aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen