2732 Geschichten

Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 2.732 Geschichten und dienstags und freitags kommt jeweils eine weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen

Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Freitag, 19. September 2014

Verantwortlich leben!

Quelle: Helmut Mühlbacher
"Verantwortlich leben, bedeutet Dankbarkeit gegenüber denen,
denen wir unser Leben verdanken, und Unterstützung derjenigen,
die uns ihr Leben verdanken."

Alexander Rykow

Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben, 

heute möchte ich Euch eine Geschichte aus dem alten Arabien erzählen:

"Täglich fünf Brote"

Abu Omar kaufte bei seinem Bäcker jeden Tag fünf Brote.
Der Bäcker, verwundert über den großen Bedarf, fragte ihn eines Tages,
was er eigentlich mit all den Broten mache.

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Abu Omar antwortete leise, aber sehr ernst:
"Ein Brot kaufe ich für mich und meine Frau,
zwei gebe ich zurück und die beiden übrigen leihe ich aus".


Der Bäcker, der mit dieser Antwort nichts anzufangen wusste,
fragte erstaunt: "Entschuldige, mein bester Abu Omar,
wenn mein Verstand getrübt ist, doch ich begreife nicht deiner Rede Sinn. '
Kannst du es mir nicht eingehender erklären?"

www.baeckerei-geishecker.de
Abu Omar erwiderte:
"Das Brot, das ich für mich kaufe, verspeise ich zusammen mit meiner Frau,
wie ich schon gesagt habe.


Die beiden Brote, die ich zurückgebe, gebe ich meinen Eltern.
Ich schulde sie ihnen, weil sie mich im Kindesalter ernährt haben.

Die beiden Brote, die ich ausleihe, gebe ich meinen Kindern mit der Bitte,
sie mir zurückzugeben, wenn ich alt bin und mein Brot nicht mehr selbst verdienen kann."

www.robert-betz.de
Ihr Lieben,

mir gefällt diese kleine Geschichte, weil sie uns in einfachen Worten zeigt,
was Verantwortlichkeit unter den Menschen bedeutet.


Verantwortlich zu leben, bedeutet eben nicht, wie uns das in der Werbung vorgegaukelt wird:
MEIN Auto, MEINE Yacht, MEIN Haus, ...drei, zwei, eins....MEINS.

Verantwortlich zu leben, bedeutet,
füreinander da zu sein,
nicht die zu vergessen, denen man so vieles verdankt,
und für die da zu sein und diejenigen zu schützen und ihnen hilfreich zur Seite zu stehen, die unserer Hilfe und unseres Schutzes bedürfen, unsere Kinder und Enkelkinder.

www.dksb.de
Es würde auf unsere Welt viel besser aussehen, wenn nicht der Besitz und das eigene Glück allein im Zentrum stehen würden, sondern die Verantwortlichkeit gegenüber unseren Lieben und unseren Mitmenschen.

Diese Haltung sollten wir auch unseren Kindern und Enkelkindern vermitteln.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
Ich wünsche Euch nun zusammen mit Euren Lieben, Euren Kindern und Enkelkindern, Euren Freunden und Bekannten ein ruhiges, erholsames Wochenende und ganz viel Fröhlichkeit und Liebe in Euer Herz.
Seid ganz lieb gegrüßt aus Bremen 
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Syra Kolb


                                                               

Donnerstag, 18. September 2014

Es geschehen so viele Wunder, wir müssen nur daran glauben!


Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,


heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Christoph Georges erzählen:

"Das Wunder"

Tess war eine zauberhafte Achtjährige, als sie ihre Mutter und Vater über ihren kleinen Bruder Andrew sprechen hörte.

 
Alles was sie wusste war, dass er sehr krank war und dass sie überhaupt kein Geld mehr besaßen. Nächsten Monat sollten sie in eine Etagenwohnung ziehen, denn Daddy hatte nicht das Geld für die Arztrechnungen und das Haus. Nur eine sehr teure Operation könnte ihn noch retten, und es schien niemanden zu geben, der ihnen das Geld leihen würde. 


Sie hörte, wie ihr Daddy ihrer tränenüberströmten Mutter mit hoffnungsloser Stimme sagte: ´Nur ein Wunder kann ihn noch retten.´

Tess ging in ihr Zimmer und zog ein gläsernes Marmeladenglas aus dem Versteck im Wandschrank. Sie schüttete all das Kleingeld auf den Fußboden und zählte es sorgfältig - gleich drei Mal. Die gesamte Summe musste genau die richtige sein.
Irrtum war vollkommen ausgeschlossen.

www.duden.de
Sorgfältig steckte sie die Münzen zurück in das Glas, drehte den Deckel darauf und schlüpfte aus der Hintertür hinaus. Sie ging an sechs Häuserblöcken entlang bis zu Rexall´s Drug Store mit dem großen roten Indianerhäuptling auf dem Schild oberhalb der Tür. Sie ging zur Abteilung mit dem Apotheker im hinteren Teil des Ladens.

Geduldig  wartete sie, dass er  sie bemerkte, aber er hatte gerade zu viel zu tun. Tess machte mit ihren Füßen ein quietschendes Geräusch. Nichts. Sie räusperte sich und versuchte dabei möglichst ekelerregend zu klingen. Nichts tat sich. Endlich nahm sie ein Geldstück aus ihrem Glas und knallte es auf den Glastresen. Das war erfolgreich! 


´Und war möchtest du?´ fragte der Apotheker in gelangweiltem Ton. ´Ich unterhalte mich gerade mit meinem Bruder aus Chicago, den ich schon ewig nicht mehr gesehen habe´, sagte er, ohne eine Antwort auf seine Frage abzuwarten.
Quelle: Helmut Mühlbacher
´Nun, ich möchte mit Ihnen über meinen Bruder reden´, gab Tess in demselben gelangweilten Ton zurück. ´Er ist wirklich sehr, sehr krank .... und ich möchte ein Wunder kaufen´. 

´Wie bitte?´, sagte der Apotheker. 

´Er heißt Andrew und in seinem Kopf wächst etwas Böses, und mein Vater sagt, nur ein Wunder kann ihn noch retten. Was kostet also ein Wunder?´ 

´Wir verkaufen hier keine Wunder, kleines Mädchen. Es tut mir leid, aber ich kann dir nicht helfen´, sagte der Apotheker mit etwas freundlicherer Stimme. 

´Hören Sie, ich habe Geld, um es zu bezahlen. Und wenn es nicht genug ist, werde ich den Rest noch holen. Sagen sie mir nur, 
wie viel es kostet.´

Der Bruder des Apothekers war ein gut angezogener Mann. Er beugte sich runter und fragte das kleine Mädchen: ´Was für ein Wunder braucht dein Bruder denn?´ 

´Ich weiß nicht´, antwortete Tess und ihre Augen füllten sich mit Tränen. 

´Ich weiß nur, dass er wirklich sehr krank ist und Mommy sagt, er brauche eine Operation. Aber mein Daddy kann sie nicht bezahlen, also möchte ich mein Geld dafür nehmen.´ Wie viel hast du?´, fragte der Mann aus Chicago. ´Einen Doller und elf Cents´, antwortete Tess kaum hörbar. ´Und das ist alles Geld, was ich habe, aber ich kann mehr holen, wenn ich es muss.´


Nun, was für ein Zufall´, lächelte der Mann. ´Ein Dollar und elf Cents - genau der Preis für ein Wunder für kleine Brüder.´ Er nahm ihr Geld in eine Hand und mit der anderen Hand ergriff er die ihre und sagte: ´Zeige mir wo du wohnst. Ich möchte Deinen Bruder sehen und deine Eltern treffen. Wir wollen mal sehen, ob ich das Wunder habe, das du brauchst.´


Diese gut angezogene Mann war Dr. Carlton Armstrong, ein Chirurg, spezialisiert auf Neuro-Chirurgie. Die Operation wurde kostenlos durchgeführt, und es dauerte nicht lange, da war Andrew wieder zu Hause und es ging ihm gut. 

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Mom und Dad erzählten glücklich von den  Ereignissen, die sich so gut gefügt hatten.´Diese Operation´, flüsterte ihre Mom, ´sie war ein wirkliches Wunder. Ich würde gern wissen, was sie wohl gekostet hat.´ 
  
Tess lächelte. Sie wusste genau, wie viel ein Wunder kostet ... ein Dollar und elf Cents ... und den Glauben eines kleinen Kindes.


Ihr Lieben,
die heutige kleine Geschichte spricht für sich.
Ich wünsche jedem Einzelnen von Euch offene Augen für die Wunder im Alltag.
Ich wünsche Euch offene Herzen für die Wunder der Begegnungen im Alltag.
Ich wünsche Euch offene Hände für die Wunder der Hilfe im Alltag.
Ich wünsche Euch offene Gedanken, damit Ihr wie das kleine Mädchen an Wunder glauben könnt, denn viele Wunder werden erst dann wahr, wenn wir uns auf den Weg machen und um ein Wunder bitten.
Liebe herzliche Grüße aus Bremen
Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen

Dienstag, 16. September 2014

Das Wunder der Tulpenzwiebel - Du musst nur dran glauben!

Eine der schönsten Tulpen in meinem Garten
„Dunkel war alles und Nacht. In der Erde tief die Zwiebel schlief,
die braune. Was ist das für ein Gemunkel, was ist das für ein Geraune,
dachte die Zwiebel, plötzlich erwacht.
Was singen die Vögel da droben und jauchzen und toben?
Von Neugier gepackt, hat die Zwiebel einen langen Hals gemacht
und um sich geblickt mit einem hübschen Tulpengesicht.
Da hat ihr der Frühling entgegen gelacht.“

Josef Guggenmos

Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Ulrich Peters erzählen:

„Die Tulpenzwiebel – sie ähnelt Dir und mir!“
„In einem Lagerschuppen nahe einem Garten lebte einmal eine zufriedene und bequeme Tulpenzwiebel. Vielleicht wäre sie dort alt geworden, wenn sie der Gärtner nicht eines Tages ergriffen hätte, um sie einzupflanzen. 
www.tippscout.de
„Es ist an der Zeit“, sagte er zu ihr. „Heute ist die Stunde für dich gekommen, das Leben kennenzulernen.“ „Deine rätselhaften Worte machen mir Angst“, entgegnete die Tulpenzwiebel mit zitternder Stimme. „Das Leben zu lernen, scheint mir nicht so verheißungsvoll zu sein, wie du es sagst. Es ist so ungewiss, was aus mir werden wird. 

Stimmt es denn, dass man in die tiefe dunkle Erde muss und ganz schmutzig wird? 

In dem Lagerschuppen, in dem ich bisher lebte, war alles sauber. Ich war bei meinen Freunden und fühlte mich geborgen.“ „Du wirst dein Leben in dieser sauberen, wohl behüteten Umgebung nicht finden. Du wirst dich auf die Suche machen müssen, sonst vertrocknest du zu einer alten, dürren Zwiebel. Das Leben würde nie in dir aufbrechen, wenn du so bleiben willst, wie du jetzt bist. Du wirst es nur dann finden, wenn du bereit bist, zu wachsen.“ 


„Aber wenn du mich eingräbst, dann sterbe ich“, wehrte sich die Tulpenzwiebel immer noch. „Was heißt schon sterben“, entgegnete der Alte. „Du siehst es nur von einer Seite. Aus dem Dunkel der Erde wächst dein neues Leben. Du stirbst nicht, du wirst verwandelt. Je mehr du deine alte Gestalt aufgibst, desto mehr kann eine neue geboren werden, die dir selbst und den Menschen gefallen wird. Werde die, die du wirklich bist!“ „Das klingt fremd für mich, Gärtner: Werde die, die du wirklich bist? Ich bin doch schon jemand, eine Tulpenzwiebel.“ 

„In dir steckt noch viel mehr, als du jetzt zu sehen vermagst. Du darfst nicht glauben, dass das, was du noch nicht erkennen kannst, deshalb nicht vorhanden sei. Alles Sichtbare wächst aus dem Verborgenen. Du bist ein Same voll blühender Zukunft, voll unendlicher Lebensmöglichkeiten, die tief verborgen in dir schlafen und nur darauf warten, geweckt zu werden.“ „Aber ist das Licht der Sonne denn nicht genug, um meine Lebenskraft zu wecken? Warum muss ich das Dunkel und die Schwere der Erde ertragen?“ 

„So einfach, wie du denkst, ist es mit dem Leben nicht“, erklärte der Gärtner. „Manches, was dir heute weh tut und als Unglück erscheint, kann morgen dein Glück bedeuten. Nicht nur das Licht der Sonne fördert unsere Fähigkeiten und unsere Lebensenergie, sondern auch das Dunkel und die Erde helfen uns zum Wachsen und Reifen, wie nur sie es vermögen.“ 

Nachdem er das gesagt hatte, grub der alte Gärtner ein Loch und pflanzte die Tulpenzwiebel ein. Kurze Zeit sah sie noch einen Lichtpunkt über sich, dann aber umgab sie undurchdringliche Finsternis. Die lange, beschwerliche Zeit des Wachsens begann. „Jetzt ist es bald zu Ende mit mir“, jammerte die kleine Tulpenzwiebel. 

„Es hätte so schön sein können, aber nun vergeht mein Leben in der Erde!“ Und sie schien sogar Recht zu haben. Denn ihre Gestalt veränderte sich mehr und mehr. Sie war nicht länger eine glatte, wohlgeformte Zwiebel, sondern begann runzlig und schrumpelig zu werden. Aber sie bemerkte auch, wie sich tief in ihr etwas regte und bewegte, von dem sie nicht sagen konnte, was es war. Dieses Gefühl in ihrem Innern versetzte sie für viele Wochen in unbekannte Unruhe. 

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Nach langen, traurig-düsteren Tagen durchfuhr sie ein heftiger Schmerz, als ob eine Lanze sie aus ihrer Mitte heraus durchbohre. Diese Wunde eröffnete ihr einen neuen Lebensraum. Der Panzer ihres bisherigen Lebens war durchbrochen. An die Stelle abgrundtiefer Finsternis trat wenig später taghelles, wärmendes Licht: Ihr erster Trieb hatte nämlich die Zwiebelschale und den Erdboden durchdrungen. Das flimmernde Sonnenlicht, ein erfrischend prickelnder Luftzug und das vielstimmige Lied der Vögel umwarben sie nun. 


„Das also meinte der Gärtner“, dachte die heranwachsende Blume. „Wachstum betrifft das ganze Wesen. Mein äußeres Wachsen ist ein Gleichnis für etwas noch Größeres und Schöneres, das tief innen in meiner Mitte beginnt und dann die Schale durchbricht, damit sich der Kern, mein eigentliches Wesen, entfalten kann.“ Sanft streichelten die Sonnenstrahlen den hellgrünen Trieb, der sich wohlig räkelte und unter der Zärtlichkeit der Sonne wuchs. Es tat ihm gut, dass die Sonne ihn einfühlsam zum Leben lockte, ganz wie es seiner Kraft entsprach. 
Quelle: Helmut Mühlbacher
Mit der Zeit bildete sich am Schaft des Triebes eine Verdickung. Die Blüte reifte und reifte. „Noch lebst du nur für dich selber und verwendest deine Kraft auf die Entfaltung deines Wesens“, erklärte der Gärtner. „Aber bald wirst du ganz offen sein für das Lächeln der Sonne, für die Schmetterlinge, für den Wind und den Regen. Du wirst Farbe und Duft und Freude in die Welt tragen, um diesen Garten für alle lebendiger und bunter zu machen. Dann wirst du blühen, kleine Blume, und es wird keine einzige Blume im großen Garten geben, die so ist wie du.“ 

„Es bereitet sich schon vor“, flüsterte die Knospe. „Es ist, als ob sich in mir Schale um Schale schöbe. Aber nicht so wie in der Zwiebel. Die Schalen fühlen sich viel zarter und verletzlicher an, wie Schmetterlingsflügel. Wann ist der Tag gekommen, an dem ich meine Knospe öffnen muss?“ „Du musst so weit in den Himmel hineinwachsen, wie du in die Tiefer der Erde verwurzelt bist. Dann ist deine Stunde gekommen. Du wirst es spüren. Bald würde das Knospengehäuse zu klein sein für die Blüte. Ihre Blätter begannen schon, sich auszuspannen und auszudehnen. 
Quelle: Astrid Müller
Die erwachsende Tulpe versuchte, ihre Blütensegel wie Flügel zu weiten. Aber noch waren sie im Dunkel ihrer Knospe gefangen und mussten mit aller Kraft drängen, um die behütende Knospe aufzubrechen. Das war nicht leicht. Jeder Riss in der Schale schmerzte ein wenig. 

Bald aber strömte helles Sonnenlicht durch die ersten Risse, ein wenig später begrüßte die junge Tulpe noch etwas zerknittert den sonnigen Tag. Langsam und vorsichtig tastend streckte sie ihre rotgelben, seidenen Blätter dem Licht entgegen. Sie ließ sich von der angenehmen Wärme durchströmen bis in die letzten Fasern.
Ein unbekanntes Glücksgefühl durchzitterte sie, und sie empfand sich zum ersten Mal als ganz frei. Sie fühlte sich so leicht wie das Licht und zugleich so schwer wie die Erde und spürte, dass beides – Himmel und Erde – als eine große Wirklichkeit zusammengehören.“
Quelle: Frank Zickerick
Ihr Lieben,

jeder von uns, Du und ich, gleicht dieser Tulpenzwiebel.

Jeder von uns muss irgendwann bereit sein, sich zu entwickeln, von der Zwiebel hin zu einer wunderschönen Blume. 
Ich mag diese Geschichte so sehr gerne, weil sie gleichnishaft zeigt, womit wir uns in unserem Leben meist abgeben: 

Wir sind zufrieden, eine Zwiebel zu sein, wir glauben gar nicht daran, eine wundervolle, leuchtende und wunderschöne Tulpe werden zu können. 

www.botanikus.de

Aber jedem von uns ist es bestimmt, das zu erleben!


Du musst aber eine Grundsatzentscheidung in Deinem Leben treffen, 

die Dir niemand abnehmen kann:
Willst Du für den Rest Deines Lebens Zwiebel bleiben oder willst Du die Tulpe in Dir entdecken und diese zur Blüte bringen?


Und wenn Du Dich entschließt, Zwiebel bleiben zu wollen, 
dann verzichtest Du auf etwas ganz Entscheidendes: 
Du wirst nie erfahren, was wirklich in Dir steckt, was Du wirklich für Möglichkeiten in Dir hast, über was für Talente Du wirklich verfügst. Aber es ist Deine Entscheidung!

Quelle: Marina Tiemann
Wenn Du Dich aber dazu entschließt, zur Tulpe zu werden, die Talente, Fähigkeiten und Möglichkeiten in Dir zu entdecken, dann musst Du unbedingt zwei Dinge beachten:

Höre nicht auf die Entmutiger, auf diejenigen, die schon immer gewusst haben, dass Dir dieses oder jenes ohnehin nicht gelingen wird, die Dich davon abhalten wollen, Dein Ziel zu erreichen, Deinen Traum zu verwirklichen.


Es mag den Fall geben, dass jemand einen Traum, ein Ziel hat und versucht, das Ziel zu erreichen und den Traum zu verwirklichen und dass der Weg zum Ziel ein Weg der puren Freude, ein Weg des fröhlichen Voranschreitens ist. 

www.wikipedia.org


Aber lasst Euch nicht einreden, dass das immer so sein.
Der Normalfall ist das nicht. 

Der Normalfall ist die Geschichte der Tulpe.

Der Weg zum Glück, zum Ziel, zur Traumerfüllung ist in den meisten Fällen auch mit schweren, dunklen Tagen verbunden, es ist eben nicht nur ein Schreiten auf einer Freudenbahn, sondern auch ein tägliches Bemühen, den Traum zu verwirklichen, das Ziel zu erreichen.


Auf dem Weg zu unserem Glück, zu unserem Traum, unserem Ziel verändert sich unser Wesen, kommt unser eigentlicher, wertvoller Kern zum Vorschein.
Und das mitzuerleben, ist eine wundervolle Erfahrung.



Ihr Lieben, 

jedem Einzelnen von Euch wünsche ich, dass er keine Angst vor Veränderung hat und dass er den Mut hat, wie eine Tulpenzwiebel gegen alle Widerstände heranzuwachsen zu einer wunderschönen Tulpe, die alle erfreut, die sie sehen.
Ich grüße Euch alle ganz herzlich aus Bremen
Euer zuversichtlicher und fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Montag, 15. September 2014

Der Club der 99-iger - ich möchte dort kein Mitglied sein!


„Bescheidenheit ist der Anfang aller Vernunft.“
Ludwig Anzengruber

Ihr Lieben,

heute bekam ich aus Anlass meines Geburtstages einen wundervollen Strauß Blumen geschickt, leider ohne Absender.

Deshalb nutze ich heute Abend die Gelegenheit, mich bei allen, die mir zum Geburtstag gratuliert haben, ganz herzlich zu bedanken. Ihr ahnt gar nicht, welche große Freude Ihr mir damit gemacht habt! Leider ist es mir aufgrund der Flut an E-Mails, Nachrichten und Briefen nicht möglich, jedem Einzelnen zu danken. Ich hoffe, Ihr habt Verständnis dafür!
www.naehehilftheilen.at
Heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Christina Ramos erzählen:

„Der Club der 99“

Es war einmal ein mächtiger König, der hatte alles, was man sich nur wünschen konnte. Weites, fruchtbares Land, zufriedene Untertanen und eine Schatzkammer, gefüllt bis zur Decke. Trotzdem war der König nicht glücklich. 
www.planet-wissen.de
Der König hatte aber einen Diener, jeden Morgen kam dieser in das Schlafgemach des Herrschers, zog die Vorhänge auf, öffnete die Fensterläden, lächelte und stellte das Frühstück auf das Bett. Er war stets gut gelaunt und pfiff und sang bei seiner Arbeit. 

Eines Tages nun fragte ihn der König: "Sag, was ist dein Geheimnis?" " Geheimnis, ich habe kein Geheimnis," erwiderte der Diener. "Doch", rief der König, "verrate mir, warum du so glücklich bist." 

"Das ist kein Geheimnis, Eure Durchlaucht. Ihr gebt mir Arbeit und Essen, selbst ein kleines Haus am Stadtrand habe ich von euch bekommen. Ich habe eine liebe Frau und gesunde Kinder. Warum sollte ich da nicht glücklich sein?" 
"Sprich die Wahrheit, Bursche, das alles sind keine Gründe zum Glücklichsein, lügst du weiter, werde ich dich strafen lassen." " Aber das ist die Wahrheit, "beharrte der Diener, verließ das Schlafgemach und schloss die Tür hinter sich. 

www.frankschlitt-fotografie.de
Der König war wütend, er ließ seinen Berater, einen alten, weisen Mann kommen, um ihn um Rat zu fragen. "Warum ist dieser Diener glücklich?" fragte er. "Nun," antwortete der Alte, er gehört nicht zum Kreis." "Zum Kreis? Welchem Kreis?" 

"Dem Kreis der 99!" antwortete der Alte. "Und das reicht, um glücklich zu sein," fragte der König weiter. "Nein, aber es reicht, um nicht unglücklich zu sein!" Der König verstand nicht und so machte sich der Alte daran, ihm es zu erklären: "Höre, Majestät, kommt heute Abend, wenn es dunkel wird, vor die Tore des Palastes und bringt einen Sack voller Goldstücke mit. Aber zählt genau, es müssen genau 99 Goldstücke sein, nicht 98 und nicht 100. Dann werde ich dir zeigen, was ich meine."

www.usagold.com
Der König tat wie ihm geheißen und kam am Abend mit einem Säckchen, in dem sich 99 Goldstücke befanden vor die Tore des Palastes. Dort wartete schon der Alte und zusammen machten sie sich auf den Weg zum Rande der Stadt, dort wo der Diener sein kleines Häuschen hatte. 

Sie versteckten sich hinter einem Gebüsch und warteten darauf, dass die Nacht hereinbrach. Als sich nun die Dämmerung senkte, schlich sich der alte Ratgeber zum Haus, band das Säckchen mit den Goldstücken an die Türklinke und klopfte. Dann eilte er schnell zurück in sein Versteck. 

Der Diener, welcher in der Küche sass, hörte das Klopfen und öffnete die Tür. Aber da war niemand zu sehen, nur ein Beutel hing an der Türklinke. Der Diener öffnete ihn und drückte ihn gleich an sein Herz. Schnell schloss er die Tür und rannte in die Küche. Dort rief er seine Frau: "Wir sind reich, wir sind reich!" 
Und er leerte den Inhalt des Beutels auf den Küchentisch. Soviel Geld, für ihn, der noch nie in seinem Leben auch nur 1 Goldstück verdient hatte. Er begann zu zählen: 1,2,3....97,98,99. Der Diener und seine Frau begannen in der Küche zu suchen, unter dem Tisch und in allen Winkeln, aber wo sie auch schauten, sie konnten das fehlende Goldstück nicht finden. Es blieben 99. "Hundert Goldstücke, das ist eine runde Zahl, aber 99", sagte der Diener, "mit 100 Goldstücken könnte ich aufhören zu arbeiten. Wir hätten genug Geld bis an unser Lebensende."

www.science-orf.at
So setzten sie sich an den Tisch und berieten, was sie machen könnten, um das fehlende Goldstück zu verdienen. "Ich könnte auch noch nachts arbeiten," sagte der Diener. "Ich könnte mich als Magd verdingen," sagte die Frau. "Wir könnten weniger essen und den Kindern in diesem Jahr keine Schuhe kaufen!" 

So beratschlagten und berieten sie sich die ganze Nacht, aber beim Morgengrauen erkannten sie, dass es ihnen, egal wie sie es auch anstellen mochten, nicht möglich war, das fehlende Goldstück zu verdienen. 

Am nächsten Tag kam der Diener in das Schlafgemach des Königs, um ihm das Frühstück zu bringen. Er war unausgeschlafen und mürrisch! "Was ist mit dir?" fragte der König. "Nichts", antwortete der Diener. 

Seit jenem Tag war der Diener unzufrieden. "Was hat er denn so plötzlich?" fragte der König den weisen alten Mann. "Nun", antwortete dieser, "Jetzt gehört er zum Kreis der 99!"

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

ich sage es gleich, ich möchte nicht zum Club der 99 gehören.

Aber es ist leider eine Grundeigenschaft von uns Menschen, immer mehr haben zu wollen. Wir glauben unsinnigerweise, wenn wir dieses oder jenes auch noch hätten, dann würden wir glücklich sein. Und so rennen wir die ganze Zeit unseres Lebens wie ein Hamster im Hamsterrad, immer auf der Jagd nach etwas, was wir angeblich brauchen.

Das Gute an dieser Geschichte ist ja gerade, dass sie von uns NICHT fordert, arm zu werden oder arm zu sein, um das Glück zu finden, aber sie verdeutlicht uns in sehr klarer Weise, dass es wichtig ist, innezuhalten und zu sagen: „Es ist genug, ich bin zufrieden, mehr ist nicht nötig!“

Im Zweiten Weltkrieg gab es ein junges tapferes Mädchen, sie war Jüdin und wurde lange von lieben Menschen in Holland versteckt, bis sie dann später im Alter von 15 Jahren von den Nazis gefunden und ermordet wurde. Ich spreche von Anne Frank.

Anne Frank
www.welt.de
Eine meiner heutigen Gratulantinnen hat mir heute einen Satz von Anne Frank zum Geburtstag geschickt, den ich gerne über den Rest meines Lebens schreiben möchte:

"Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute 
zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu ändern!"
Anne Frank
Quelle: Helga und Gerd Steuer
Ihr Lieben,
Ich wünsche jedem Einzelnen von Euch, dass er das rechte Maß in seinem Leben findet, damit er glücklich und zufrieden leben kann.
Ich wünsch Euch morgen einen fröhlichen, einen zufriedenen Tag und grüße Euch ganz herzlich aus dem schönen Bremen 
Euer fröhlicher und zuversichtlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Sonntag, 14. September 2014

Das Glas Milch - Wunder geschehen immer wieder!


"Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens, Dankbarkeit ist die Freude über das, was mir andere Menschen Gutes getan haben. Dankbarkeit zeugt von dem inneren Glück des Dankbaren. Dankbarkeit kennt kein Ende, Dankbarkeit währt ein Leben lang."
Alexander Rykow
Quelle: Raymonde Graber
Ihr Lieben,

bei der folgenden Geschichte handelt es sich um eine wahre Geschichte von Rick Alistair handeln:

"Das Glas Milch - Wunder geschehen immer wieder!"

"Eines Tages ging ein armer junger Mann von Tür zu Tür, um Waren zu verkaufen, damit er sein Studium finanzieren konnte. Er stellte fest, dass er nur noch ein 10-Cent-Stück besaß und er hatte Hunger. Daher beschloss er, im nächsten Haus um etwas zu bitten. 

Doch als dort eine hübsche junge Frau die Tür öffnete, verließ ihn der Mut.
Anstatt um eine Mahlzeit bat er nur um ein Glas Wasser.

Die hübsche junge Frau sah, dass er hungrig war, und brachte ihm neben einer liebevoll mit Wurst belegten Schnitte Brot ein großes Glas Milch. Er aß und trank die Milch langsam aus und fragte dann :"Was bin ich Ihnen dafür schuldig?" "Du brauchst mir gar nichts dafür zu bezahlen", antwortete sie. 
www.planet-wissen.de
"Unsere Mutter hat uns beigebracht, dass wir niemals akzeptieren sollen, dass man uns für eine Freundlichkeit etwas bezahlt." Er antwortete: "Dann danke ich Ihnen von Herzen." Als er das Haus verließ, fühlte sich Howard Kelly körperlich gestärkt.

Einige Jahre später wurde diese junge Frau ernsthaft krank. Die Ärzte in ihrem Ort wussten nicht mehr weiter. Sie schickten sie in die nächste Großstadt und baten die Spezialisten, die Behandlung dieser seltsamen Erkrankung zu übernehmen. Dr. Howard Kelly wurde gerufen, um sich die Patientin anzusehen. 
Dr. Howard Kelly
www.wikipedia.org
Als er den Namen der Stadt hörte, aus der sie stammte, blitze ein seltsames Funkeln in seinen Augen auf. Er stand sofort auf und machte sich auf den Weg zu ihrem Zimmer. In seinem weißen Kittel trat er an ihr Bett. Er erkannte sie sofort wieder. Dann ging er wieder in sein Büro zurück, fest entschlossen, sein Bestes zu geben, um ihr Leben zu retten. Von diesem Tag an kümmerte er sich mit ganz besonderer Aufmerksamkeit um ihren Fall. 

Nach einem langen Kampf war die Schlacht schließlich gewonnen. Dr. Kelly bat darum, dass die abschließende Rechnung zuerst ihm zur Prüfung vorgelegt würde. Er sah nur kurz darauf, schrieb dann eine Bemerkung an den Rand und schickte die Rechnung ins Krankenzimmer. Die Frau fürchtete sich davor, sie zu öffnen, weil sie sicher war, dass sie den Rest ihres Lebens damit verbringen müsste, sie vollständig abzubezahlen. 

Endlich öffnete sie doch den Umschlag. Etwas Handgeschriebenes auf dem Rand der Rechnung fesselte sofort ihre Aufmerksamkeit. Sie las die Worte: "Vollständig bezahlt mit einem Glas Milch, gez. Dr. Howard Kelly." 

Tränen der Freude schossen ihr in die Augen, und ihr Herz betete voller Freude: "Danke, mein Gott, dass deine Liebe durch die Herzen und die Hände von Menschen ausströmt."

Quelle: Karin Heringshausen
Ihr Lieben,

vor längerer Zeit schrieb mir jemand, dass er es gut findet, dass ich meinen Glauben nicht verleugne, aber andererseits tolerant und offen gegenüber anderen Meinungen bin. 

Für mich ist das selbstverständlich. Für mich ist jeder einzelne Mensch etwas ganz Besonderes und ich möchte in Begegnung mit den einzelnen Menschen selbst etwas dazulernen, ich möchte Neues kennenlernen.
Deshalb schätze ich den Austausch mit den Lesern dieses Blogs so sehr.

Unsere heutige Geschichte zeigt in beeindruckender Weise, wie wunderbar Dankbarkeit ist. Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens, Dankbarkeit ist die Freude über das, was mir andere Menschen Gutes getan haben. Dankbarkeit zeugt von dem inneren Glück des Dankbaren.

Ich habe es mir seit Längerem angewöhnt, einmal in der Woche einem Menschen aus meiner Vergangenheit, der mir Gutes getan hat, einen Brief zu schreiben oder ihn anzurufen.

Ich bin immer wieder ganz erstaunt und tief im Herzen berührt, wie voller Freude diese Menschen auf meine Briefe oder Anrufe reagieren. 

An das Grab meines Jugendfreundes, von dem ich Euch schon des Öfteren erzählt habe und von dem ich alles Gute in meinem Leben gelernt habe, radele ich regelmäßig, obwohl er schon über 45 Jahre tot ist. 

Dankbarkeit kennt kein Ende, Dankbarkeit währt ein Leben lang.

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

ich wünsche Euch für die neue Woche jeden Tag ein wenig Dankbarkeit.
Wenn Ihr dankbar seid und Euch bei Menschen bedankt, die Euch Gutes getan haben
- und das sind mehr, als Ihr denkt, wenn Ihr einmal gründlich darüber nachdenkt - macht Ihr diese anderen Menschen und Euch selbst glücklich.

Ich grüße Euch in Dankbarkeit, dass es Euch gibt und dass ich Euch kennenlernen durfte und darf!
Euer fröhlicher und dankbarer Werner


Quelle: Karin Heringshausen

Freitag, 12. September 2014

Die Spuren der Liebe

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen.
Albert Schweitzer
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute eine Geschichte von Aljoscha Gottheis erzählen:

"Spuren am Weg" 

"Es war einmal ein Vater, der zwei Söhne hatte. Je älter und gebrechlicher er wurde, desto mehr dachte er über sein Leben nach. Und manchmal kamen ihm Zweifel, ob er seinen Söhnen wohl das Wichtigste für ihr Leben weitergegeben hatte. Weil ihm diese Frage nicht losließ, beschloss der Vater seine Söhne mit einem besonderen Auftrag auf eine Reise zu schicken. 

Er ließ sie zu sich kommen und sagte: "Ich bin alt und gebrechlich geworden. Meine Spuren und Zeichen werden bald verblassen. Nun möchte ich, dass Ihr in die Welt hinaus geht und dort Eure ganz persönlichen Spuren und Zeichen hinterlasst." Die Söhne taten, wie ihnen geheißen und zogen hinaus in die Welt. 

Der Ältere begann sogleich eifrig damit, Grasbüschel zusammenzubinden, Zeichen in Bäume zu schnitzen, Äste zu knicken und Löcher zu graben, um seinen Weg zu kennzeichnen. 

www.planet-wissen.de
Der jüngere Sohn jedoch sprach mit den Leuten, denen er begegnete, er ging in die Dörfer und feierte, tanzte und spielte mit den Bewohnern. Da wurde der ältere Sohn zornig und dachte bei sich: "Ich arbeite die ganze Zeit und hinterlasse meine Zeichen, mein Bruder aber tut nichts." 

Nach einiger Zeit kehrten sie zum Vater zurück. Der nahm dann gemeinsam mit seinen Söhnen seine letzte und beschwerliche Reise auf sich, um ihre Zeichen zu sehen. Sie kamen zu den gebundenen Grasbüscheln. Der Wind hatte sie verweht und sie waren kaum noch zu erkennen. 


Die gekennzeichneten Bäume waren gefällt worden und die Löcher, die der ältere der beiden Söhne gegraben hatte, waren fast alle bereits wieder zugeschüttet. Aber wo immer sie auf ihrer Reise hinkamen, liefen Kinder und Erwachsene auf den jüngeren Sohn zu und freuten sich, dass sie ihn wiedersahen und luden ihn zum Essen und zum Feiern ein. 
www.feel-festival.de

Am Ende der Reise sagte der Vater zu seinen Söhnen: "Ihr habt beide versucht, meinen Auftrag, Zeichen zu setzen und Spuren zu hinterlassen, zu erfüllen. Du, mein älterer Sohn, hast viel geleistet und gearbeitet, aber deine Zeichen sind verblichen. Du, mein jüngerer Sohn, hast Zeichen und Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Diese bleiben und leben weiter."

Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

viele Menschen, denen ich im Alltag begegne, glauben noch immer, dass es das höchste Ziel im Leben, das man mit Engagement und viel Arbeit erreichen könne, sei, ein Haus, eine Yacht, ein großes Auto, ein dickes Bankkonto zu besitzen.


Es ist sicher schön, ein prachtvolles Haus zu besitzen, mit einer schnittigen Yacht über die Meere zu segeln, ein schönes Auto sein Eigen zu nennen oder ein wohlgefülltes Bankkonto zu haben. 

Dagegen ist auch nichts einzuwenden.
Wir dürfen dabei aber nicht vergessen, dass diese materiellen Dinge nicht das Entscheidende in unserem Leben sind.

Jede Stunde, die wir mit unseren Kindern oder Enkelkindern gemeinsam verbringen, ist viel wertvoller.

Jede Stunde, in der wir unseren Kindern und Enkelkindern zuhören, wenn sie uns etwas erzählen wollen, ist viel wertvoller.
www.dksb.de
Jede Stunde, in der unsere Kinder und Enkelkinder mit uns auf Abenteuerreise gehen wollen und sei es nur das Bewundern eines klitzernden Steines oder einen gepunkteten Käfers, ist köstlicher als alles Andere.

Jede Stunde, die unsere Kinder und Enkelkinder von sich aus mit uns verbringen wollen, ist mit nichts Materiellem auf dieser Welt aufzuwiegen.
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Ihr Lieben,
Ich wünsche jedem Einzelnen von Euch, dass er das Glück hat, solch wunderbare Erfahrungen mit seinen Kindern und Enkelkindern zu machen. Ihr macht damit nicht nur Eure Kinder und Enkelkinder glücklich, sondern auch Euch selbst.
Ich wünsche Euch einen fröhlichen Start ins Wochenende und ich grüße Euch ganz herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner vom Weserstrand

Quelle: Karin Heringshausen