2732 Geschichten

Auf dem ESELSKIND-Blog stehen inzwischen 2.732 Geschichten und dienstags und freitags kommt jeweils eine weitere hinzu.

Ich wünsche jeder Leserin und jedem Leser recht viel Freude beim Lesen der Geschichten und ich hoffe, dass Euch die Geschichten ein wenig ermutigen und Euch veranlassen, niemals aufzugeben, denn denkt bitte immer daran:
Ihr seid etwas Besonderes, Ihr müsst nur Eurer Licht zum Leuchten bringen

Euer fröhlicher Werner aus Bremen

Freitag, 21. November 2014

Was machst Du aus Deinem Leben?

Herzrose
www.planet-wissen.de
Ihr Lieben,

ich möchte euch heute Abend eine kleine Geschichte von Kristina Reftel erzählen:

„Der Herzschlag“

„In einem Kinderkrankenhaus hatte ein junger Arzt die vertrauensvolle Aufgabe, die Kinder, die in das Krankenhaus eingeliefert wurden, auf die Untersuchungen und die gegebenenfalls nötigen Operationen vorzubereiten.

Bevor der junge Arzt einen seiner kleinen Patienten abhörte, ließ er das Kind selbst mit dem Stethoskop auf den eigenen Herzschlag hören. Auf diese Weise nahm er dem Kind ein wenig die Angst vor der bevorstehenden Untersuchung.
Stethoskop
www.planet-wissen.de
Eines Tages untersuchte der junge Arzt einen kleinen vierjährigen Jungen. Er setzte das Stethoskop wie üblich an seine Brust und ließ den kleinen Jungen zuhören.
„Was meinst Du,was ist das für ein Geräusch, das Du hören kannst?“, fragte er ihn freundlich.

Der kleine Junge hörte sehr genau hin, sah aber ganz verwirrt aus.
Er zog die Augenbrauen hoch und biss sich nachdenklich auf die Unterlippe.
Aber plötzlich lockerte sich sein Gesichtsausdruck und er lächelte strahlend und fragte: „Ist das Gott, der da bei mir anklopft?
Quelle: Jürgen Tesch
Ihr Lieben,

wenn Kinder krank sind, das ist immer eine ganz besondere Situation.
Ich erinnere mich noch sehr genau an meinen jüngeren Sohn, als er vier Jahre alt war.


Er hatte regelmäßig Pseudokrupp-Anfälle und konnte dann kaum atmen.
Bei Pseudokrupp handelt es sich um plötzliche Hustenanfälle mit gleichzeitig auftretender Atemnot. Der kleine Kerl hat mir immer sehr leid getan, denn er musste, wenn ein solcher Anfall auftrat, immer eine Weile warten, bis der alarmierte Arzt eintraf und ihm die krampflösende Spritze gab.
www.lifeline.de
An unserer heutigen Geschichte fasziniert mich die Frage des kleinen Jungen, als er durch das Stethoskop seinen eigenen Herzschlag hört: „Ist das Gott, der da bei mir anklopft?"

Unser Herz ist ein wahres Wunder: Es schlägt ununterbrochen, es macht niemals Pause, er hat kein Anrecht auf Urlaub, es ist immer für uns da!

Ganz unabhängig von der Frage, Ihr Lieben, ob wir an Gott glauben oder nicht, sollten wir vielleicht gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit ab und zu innehalten, ab und zu uns eine Verschnaufpause gönnen und ab und zu auf unseren Herzschlag hören und und fragen:
Ist das Gott oder das Leben, der/das da bei mir anklopft?
Quelle: Astrid Müller
Vielleicht hat der kleine Junge aus unserer heutigen Geschichte ja recht, vielleicht ist jedes Herzklopfen, das wir vernehmen, tatsächlich ein Anklopfen Gottes oder des Lebens am unsere Tür.

Vielleicht richtet der Herzschlag, den wir abends,
wenn wir uns ins Bett legen, hören, die Frage an uns:

„Wem hast Du heute ein freundliches Lächeln geschenkt?“

Vielleicht richtet der Herzschlag, den wir abends,
wenn wir uns ins Bett legen, hören, die Frage an uns:
„Welchem Menschen hast Du heute etwas Gutes getan?“

Vielleicht richtet der Herzschlag, den wir abends,
wenn wir uns ins Bett legen, hören, die Frage an uns:

„Hast Du heute auch an Deine eigenen Bedürfnisse gedacht?“

Vielleicht richtet der Herzschlag, den wir abends,
wenn wir uns ins Bett legen, hören, die Frage an uns:
„Welchen Menschen hat Du heute ermutigt?“

Vielleicht richtet der Herzschlag, den wir abends,
wenn wir uns ins Bett legen, hören, die Frage an uns:

„Hast Du Deine Partnerin, Deinen Partner heute in den
Arm genommen und ihm gesagt, dass Du sie/ihn liebst?“

Vielleicht richtet der Herzschlag, den wir abends,
wenn wir uns ins Bett legen, hören, die Frage an uns:
„Hast Du Dir heute Zeit für Kinder und Enkelkinder genommen?“
www.dksb.de
Vielleicht richtet der Herzschlag, den wir abends, 
wenn wir uns ins Bett legen, hören, die Frage an uns:
„Hast Du heute Liebe verschenkt?“

Vielleicht richtet der Herzschlag, den wir abends,
wenn wir uns ins Bett legen, hören, die Frage an uns:
„Hast Du heute Zuversicht und Hoffnung geweckt?

Seit ich diese kleine Geschichte vor längerer Zeit zum ersten Mal gelesen habe,
begreife ich meinen Herzschlag als ein Anklopfen Gottes
und dann stelle ich mir die oben genannten Fragen.

Mein Lebensschiff fährt seitdem in immer ruhigeren Gewässern.

Vielleicht solltet Ihr das Klopfen Eures Herzens auch als eine Fragestellung begreifen, damit Euch immer deutlicher wird, wozu Ihr lebt und welchen Sinn Euer Leben hat.
www.dessau.de
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch ein Wochenende der Ruhe, der Fröhlichkeit und Hoffnung und ein Wochenende des bewussten Lebens und ich grüße Euch herzlich aus dem schönen Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Helmut Mühlbacher

Donnerstag, 20. November 2014

Ich habe so Angst! Wie gehe ich damit um?


Das Bild "Der Schrei" von Edvard Munch
www.haz.de
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Irmela Brender nacherzählen:

„Die Angst überwinden“

„Es war einmal ein junger Mann, der hatte Angst vor allem und jedem:
Vor der Dunkelheit, vor der Krankheit, vor der Zukunft, vor der Arbeitslosigkeit, vor Entmutigung, vor Autos, vor Menschen und Tieren und vor den gleichen Ängsten, wie Du und ich sie haben.

Er wollte aber gerne mutig sein und so zog er eines Tages aus,
die Angst zu verlernen.

Zunächst ging er zu einem Piloten. Der steuerte sein Flugzeug hoch in die Luft, weit übers Meer. Wer das tut, meinte der junge Mann, der hat gewiss keine Angst.
„Hast Du Angst?“, fragte der junge Mann den Piloten und der nickte.
www.austrianwings.info
„Ich habe Angst, mein Funkgerät könnte im Nebel ausfallen und ich bliebe mit meinem Flugzeug an einem Berg hängen. Ich habe Angst, jemand könnte eine Bombe im Flugzeug verstecken. Ich habe Angst, ich könnte krank werden, und manchmal habe ich auch einfach Angst und weiß gar nicht, wovor.“

„Was tust Du gegen die Angst?“, fragte ihn der junge Mann.
Der Pilot antwortete: „Ich fliege, so gut ich kann. Ich bin so vorsichtig.
Und ansonsten mache ich eben weiter!“

Danach ging der junge Mann zu einem Rennfahrer.
Der fuhr Rennen auf Strecken, auf denen schon viele Rennfahrer verunglückt waren.
„Hast Du Angst?“, fragte der junge Mann, und der nickte.
www.planet-wissen.de
„Ich habe Angst, ich würde aus der Bahn getragen und mein Wagen würde sich überschlagen und in Flammen aufgehen. Ich habe Angst, ein anderer Rennfahrer könnte mit mir zusammenstoßen und wir wären beide  für immer verletzt und invalide. Ich habe Angst vor dem Augenblick, in dem ich nicht mehr gewinnen kann, und manchmal habe ich auch einfach Angst und weiß gar nicht, wovor.

„Was tust Du gegen die Angst?“, fragte ihn der junge Mann.
Der Rennfahrer antwortete: „Ich mache alles, so gut ich es kann,
und ansonsten mache ich eben weiter!“

Als Nächstes hing der junge Mann zu einem Stierkämpfer.
Der stand oft einem gereizten Stier gegenüber und musste ihn töten, wenn er nicht von ihm getötet oder verletzt werden wollte. 
www.duden.de
„Hast Du Angst?“, fragte ihn der junge Mann, und der nickte.
„Ich habe Angst, der Stier könnte schneller sein als ich und mich auf die Hörner nehmen. Ich habe Angst, ich könnte einen schlechten Kampf liefern und das Publikum würde mich auslachen. Ich habe Angst vor dem Augenblick, in dem ich nicht mehr kämpfen kann, und
manchmal habe ich auch einfach Angst und weiß gar nicht, wovor.

„Was tust Du dagegen?“, fragte ich der junge Mann.
Der Stierkämpfer antwortete ihm: „Ich mache alles, so gut ich kann, und ansonsten mache ich eben weiter.“

Da verglich der junge Mann die drei Antworten miteinander und fand, dass sie sehr ähnlich waren. Und er hörte auf zu fragen und machte alles, so gut er konnte, und ansonsten machte er eben weiter.“
Ruheplatz am Abend
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

gönnt mir zunächst eine kleine Bemerkung, die nur meine Meinung widerspiegelt und nicht Eurer Meinung entsprechen muss:
Pilot zu sein, ist ein sehr ehrenwerter Beruf, ohne ihn wäre es uns nicht möglich, per Flugzeug rund um die Welt zu reisen.

Inwieweit es aber sinnvoll ist, als Rennfahrer im Zeitalter des Umweltschutzes immer im Kreis um eine Rennstrecke zu fahren, dabei sein Leben zu riskieren und und auf 100 Kilometern 70 (!) Liter Benzin zu verbrauchen, das begreife ich nicht.

Völlig ablehnen tue ich aber Stierkämpfe. Ich esse auch Fleisch, aber ich möchte nicht, dass Tiere unnötig leiden und ein Stierkampf hat ja überhaupt keinen Nutzen, die Qual und der Tod des Stiers dienen nur dazu, die Zuschauer zu ergötzen.

Nun aber zu unserer heutigen kleinen Geschichte,
aus der wir dennoch viel lernen können.

Das Schlimmste an der Angst ist, dass wir fast alle an eine große Lüge glauben:
Wir glauben, Angst sei etwas Unnormales und wer Angst habe, sei nicht stark genug für das Leben. Und wir glauben, nur wir selbst hätten Angst, alle anderen Menschen seien dagegen stark und würden keine Angst verspüren.

Dabei hat jeder Mensch in seinem Leben Angst, 
wir Menschen gehen nur unterschiedlich mit der Angst um.

Wir können aber lernen, mit der Angst richtig umzugehen.

Das Erste und Wichtigste ist, der Angst einen Namen zu geben.

Indem wir uns klar machen, wovor genau wir Angst haben, verringert sich unsere Angst bereits etwas. Nicht umsonst bezeichnet unsere Sprache die größte Angst, die uns quälen kann, als die „namenlose Angst“.

Das Zweite, das wir tun können, ist, uns zu weigern, uns mit denjenigen Ängste, die mit der Zukunft verbunden werden, zu beschäftigen.
Indem wir uns intensiv mit der Gegenwart beschäftigen, indem wir den gegenwärtigen Tag mit Freude und Zuversicht füllen, vertreiben wir aus unserem Herzen die Angst vor den Dingen, die uns angeblich in der Zukunft bedrohen könnten.

Das Dritte, das wir tun können, besteht darin, nicht vor unserer Angst wegzulaufen.
Je mehr wir vor unserer Angst davonlaufen, desto schneller rennt sie hinter uns her und desto größer wird sie. 
Wenn wir uns aber unserer Angst stellen und den Mut finden, auf sie zuzugehen, wird sie sich verringern. Wenn wir das nicht allein schaffen, dann sollten wir den Mut aufbringen, uns Hilfe zu holen, damit wir bald einigermaßen angstfrei leben können.
www.esslinger-zeitung.de
Ganz werden wir die Angst nicht aus unserem Leben verbannen können, ab und zu wird sie wie eine kleine Maus durch unser Leben huschen. Aber es liegt an uns, ob sie eine kleine Maus bleibt oder ob wir es zulassen, dass aus ihr ein riesiger Elefant wird.
www.planet-wissen.de
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch einen ruhigen, stressfreien und angstfreien Abend, eine ebensolche Nacht und morgen einen zuversichtlichen Tag
Ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Karin Heringshausen

Dienstag, 18. November 2014

Die Zukunft ist ungewiss, das ist das Einzige, was gewiss ist!

Quelle: Helmut Mühlbacher
„Das Wasser ist die Kohle der Zukunft. Die Energie von morgen ist Wasser, das durch elektrischen Strom zerlegt worden ist. Die so zerlegten Elemente des Wassers, Wasserstoff und Sauerstoff, werden auf unabsehbare Zeit hinaus die Energieversorgung der Erde sichern.“
Jules Verne 1870
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch eine Geschichte von Ajahn Brah erzählen:

"Die Weissagung"

"Es war einmal ein weiser, alter Mönch, der von einer Frau gebeten wurde, 
ihr die Zukunft vorherzusagen. Der Mönch hielt nicht viel davon und verweigerte der Frau diesen Wunsch.

Die aber wies den Mann darauf hin, wie oft sie ihm schon Almosen gegeben hätte und wie oft sie für das Kloster gespendet habe.
Der Mönch seufzte und sagte zu ihr: "Reich mir deine Hand, damit ich in den Linien lesen kann."

Die Frau war sehr aufgeregt. Der Mönch hatte noch nie zuvor jemanden aus der Hand gelesen. Er fuhr die Handlinien der Frau mit seinem Finger nach und murmelte leise vor sich hin. "Oh, das ist aber interessant." sagte er. Oder "Ah, sehr spannend." Oder "Höchst erstaunlich!"

Die Frau wurde nun immer nervöser und konnte kaum noch erwarten, was ihr der Mönch sagen würde.
Der ließ dann endlich die Hand der Frau los und sprach: "Gute Frau, das ist also deine Zukunft."

"Ja, ja" erwiderte die Frau voller Ungeduld.
"Du weißt, dass ich mich nie irre." sagte der Mönch.
"Ja, ich weiß. Bitte sag mir doch, wie meine Zukunft werden wird."

"Deine Zukunft" antwortete der Alte "wird ungewiss sein."

Und damit hatte er Recht."
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

ich will nicht leugnen, dass es geniale Menschen wie Jules Verne (siehe oben das Zitat) gibt, die eine Ahnung davon haben, was die Zukunft bringen wird.

Aber bei solchen Menschen handelt es sich immer um solche,
die die allgemeine Zukunft vorhersagen.


Eine verlässliche Weissagung für den einzelen Menschen und seine Zukunft gibt es nicht, so sehr wir Menschen uns das auch manchmal wünschen!

Es hat mich tief erschüttert, als ich in diesen Tagen in einer wissenschaftlichen Untersuchung las, dass die am meisten gelesene Seite in den Zeitungen diejenige mit dem Horoskop ist.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Wie sehr werden die Menschen dort in die Irre geführt!

Die meisten Menschen, die sich einen Blick in die Zukunft wünschen, begehen dabei auch einen Denkfehler. Sie erhoffen sich durch den Blick in die Zukunft, zu hören, dass sie sich z.B. verlieben werden oder reich werden.

Dabei vergessen sie, dass, wenn es tatsächlich möglich wäre, ihnen der Blick in die Zukunft auch traurige Ereignisse, wie z.B. Katastrophen prophezeien könnte.

Ich glaube, dass es von Gott sehr weise eingerichtet ist, dass wir nicht in die Zukunft schauen können, so können wir ohne Angst leben und uns auf das Einzige konzentrieren, das wir tatsächlich haben, die Gegenwart.
Quelle: Raymonde Graber
Ihr Lieben, 
ich wünsche Euch morgen einen Tag der Zuversicht, einen Tag, an dem Ihr Glücksgefühle in Euch spürt und an dem Ihr zuversichtlich in die Zukunft blickt.
Seid ganz lieb gegrüßt mit einem strahlenden Lächeln von Eurem in der Gegenwart lebenden fröhlichen Werner
Quelle: Karin Heringshausen


Montag, 17. November 2014

Gemeinsam sind wir stark!

www.planet-wissen.de
Ihr Lieben,

heute Abend möchte ich Euch eine Geschichte von Dorothee Teves erzählen:

„Gemeinsam schaffen sie es“

„Pinguine sind die widerstandsfähigsten Tiere der Welt – sie überleben dort, wo ein Mensch nicht ein in allerbester Ausrüstung länger als drei Stunden auszuharren vermag.
www.varbak.com
Im antarktischen Winter, dort, wo die heftigsten Stürme der Welt mit bis zu 250 Stundenkilometern toben und die Temperaturen  auf bis zu minus sechzig Grad fallen, bringen sie ihre Jungen zur Welt. Dabei brüten die Männchen das Ei zwei Monate lang ohne Nahrungsaufnahme aus.

Bis die Weibchen das Küken in ihre Obhut übernehmen, verlieren die Männchen etwa die Hälfte ihres Gewichts – und dennoch überstehen sie die oft Hunderte von Kilometern lange Wanderung zur fischreichen Küste.
www.fr-online.de

Seit Jahren erforschen Wissenschaftler die Fähigkeiten dieser Vögel: 
Sie wissen, dass das Pinguinblut ein natürliches Gefrierschutzmittel enthält.
Sie wissen, dass ihre Körper einen dreifach geringeren Wasserwiderstand aufweisen als moderne U-Boote.


Aber all das erklärt noch lange nicht, wie sie derartige Extreme verkraften.
Doch man ist dem Geheimnis der Pinguine auf der Spur:

Die Wissenschaftler markierten in einer Pinguinkolonie alle Pinguine mit einer leuchtenden Farbe, um die Meereswanderungen nach der Brutzeit verfolgen zu können.
www.n-tv.de
Dabei erkannten sie:
Die Pinguine bleiben zu Tausenden, ja zu Zehntausenden immer zusammen.
Ihre Wege trennen sich niemals.

Waisen werden von allen aufgenommen, trauernde Partner von allen getröstet.
Wenn ein Tier erkrankt, dann legt die gesamte Pinguinkolonie eine Rast ein,
egal bei welchem Wetter und an welchem Ort.

Gegenseitig schützen sich die Pinguine vor Seelöwen und schaffen es sogar, gemeinsam Schwertwale in die Flucht zu schlagen.

Pinguine überlegen die Extreme nur deshalb,
weil sie alles gemeinsam tun
Freude und Leid miteinander teilen.
www.spiegel.de
Ihr Lieben,

der Mensch wird ja gemeinhin als die Krone der Schöpfung bezeichnet.
Wenn ich manchmal im Fernsehen Filme über unsere Erde und die sie bevölkernden Tiere sehe, dann wird darauf hingewiesen, dass die Tiere nur ihrem Instinkt folgen und dass wir Menschen ihnen unendlich überlegen sind, weil wir ja unseren Verstand haben.

Aber wenn ich eine solche Geschichte wie die heutige lese, dann frage ich mich häufig, ob wir Menschen wirklich die Krone der Schöpfung sind oder vielleicht eher das Ende.

Wir Menschen rühmen uns unseres Verstandes und doch bringen wir ohne Not andere Menschen um, wenn es uns z.B. in Kriegen befohlen wird.
Wir Menschen rühmen uns unserer Menschlichkeit und lassen neben uns Menschen, die sich nach Liebe, nach Zuwendung, nach einer Ermutigung, einem Lächeln sehnen, verhungern, wenn unsere Karriere es erfordert, dass wir „über Leichen gehen“.

Wir Menschen glauben, alles zu wissen und alles erklären zu können, dabei sind wir nicht einmal dazu in der Lage, zu erklären, warum die Honigbienen sechseckige Bienenwaben bauen oder warum in einem riesigen Vogelschwarm von Tausenden von Zugvögeln, wie man sie im Herbst beobachten kann, nicht ein einziger Vogel mit einem anderen zusammenstößt.
www.extratip-goettingen.de

Wir können von den Pinguinen gerade in dieser kalten Jahreszeit viel lernen.

Wenn wir unsere Leben nur auf unsere Ziele und unsere Karriere ausrichten,
werden wir wahrscheinlich hohe Berggipfel erreichen. Aber auch wenn die Aussicht auf Berggipfeln wundervoll ist, so wird es auch Dauer auf Berggipfeln einsam, man ist dort oft sehr allein.
www.planet-wissen.de
Gerade in diese Jahreszeit vor Weihnachten sollten wir daran denken, 
dass wir unser wahres Glück niemals im „Ich“ finden werden, sondern im „Du“.

Gerade in diese Jahreszeit vor Weihnachten sollten wir daran denken,
dass z.B. ein gemeinsames Backen oder Kochen mit unseren Kindern und Enkelkindern beiden Seiten ein beglückendes Erlebnis verschaffen kann.
www.baby-und-familie.de
Gerade in diese Jahreszeit vor Weihnachten sollten wir daran denken,
dass gerade gemeinsame Feiern, gemeinsame Feste und gemeinsame Freude etwas sehr Verbindendes sein können.
www.chefkoch.de
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch einen fröhlichen Abend und morgen einen zuversichtlichen Tag, ich wünsche Euch die Unterstützung Eurer Freunde und die Zuwendung Eurer Lieben und die Bereitschaft, für Eure Freunde und Eure Lieben Zeit zu haben.
Ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner
Quelle: Helmut Mühlbacher


Sonntag, 16. November 2014

Lieber Werner, was ist eigentlich eine Empfehlung?


Ihr Lieben,

heute möchte ich Euch einen Zeitungsartikel aus der Magdeburgischen Zeitung
Nr. 209 vom 6. Mai 1877
zu lesen geben, denn ich bin davon überzeugt, dass dieser Artikel auch uns heute etwas zu sagen hat.

„Der beste Empfehlungsbrief“

„Auf die Anzeige eines reichen Kaufmanns, durch die ein Bote gesucht wurde, meldeten sich fünfzig Jugendliche. Der Kaufmann wählte rasch einen unter ihnen auf und verabschiedete die anderen.

„Ich möchte wohl gerne wissen“, sagte ein Freund zu ihm, „warum hast Du gerade diesen jungen Mann bevorzugt, obwohl dieser doch keinen einzigen Empfehlungsbrief vorweisen konnte.“

„Du irrst“, lautete die Antwort, „dieser Jugendliche war im Besitz zahlreicher Empfehlungen.
Quelle: Astrid Müller
Er putzte sich seine Füße ab, ehe er das Zimmer betrat, und er machte die Tür zu. 
Daraus schließe ich, dass er sorgfältig ist.

Er bot ohne langes Besinnen seinen Stuhl einem alten lahmen Mann an.
Das zeigt mir, dass er über Herzensgüte und Aufmerksamkeit verfügt.

Er nahm seine Mütze ab, ehe er hereinkam, und antwortete auf meine Fragen schnell und sicher.
Das beweist mir, dass er höflich ist und gute Sitten hat.

Er hob das Buch auf, das ich absichtlich, ohne dass er das merkte, auf den Boden fallen ließ, während alle anderen Kandidaten bei dem gleichen Test das Buch auf dem Boden
liegen ließen. Er wartete ruhig und drängte sich nicht vor, bis er dran war.
Daher stelle ich ihm ein gutes Zeugnis für sein anständiges Benehmen aus.


Ich bemerkte, dass seine Kleidung gut ausgebürstet und seine Hände und sein Gesicht sauber waren.
Das bewies mir, dass er gut erzogen worden war.

Lieber Freund, ich gebe mehr auf das, was ich von einem Menschen weiß, nachdem ich ihn zehn Minuten lang gesehen habe, als auf das, was in schön geschriebenen Empfehlungsbriefen geschrieben steht.“
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,

ich lese sehr gerne solche alten Zeitungsberichte, weil mir dann deutlich wird, wie sehr sich doch die Zeiten verändert haben. Aber manche Dinge sind auch heute noch sehr aktuell.

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Lektor korrigiere ich vor allem Haus- und Examensarbeiten von Studenten und Studentinnen, aber sehr regelmäßig auch Schreiben, mit denen sich die jungen Menschen um eine Arbeitsstelle bewerben.

Neulich fragte mich ein junger Mensch, den ich schon viele Jahre kenne und der auch gerade eine Bewerbung geschrieben hatte: „Lieber Werner, was ist eigentlich eine Empfehlung?“

Empfehlungen sind in der heutigen Zeit ein wenig aus der Mode gekommen.
In früheren Zeiten wurden solche Empfehlungen ausgesprochen oder solche Empfehlungsschreiben verfasst, um Menschen z.B. einen leichteren Berufseintritt oder den leichteren Erhalt einer neuen Stelle zu ermöglichen.
 

Heute ist an die Stelle der Empfehlungsschreiben das Arbeitszeugnis getreten, mit dem sich jemand nach dem Verlassen der alten Arbeitsstelle um eine neue Arbeitsstelle bewerben kann.

Aber deshalb habe ich diese kleine Geschichte heute nicht ausgewählt.
www.planet-wissen.de
Ich möchte Euch heute Abend darauf aufmerksam machen, dass wir selbst durch unser eigenes Handeln andere Menschen auf uns aufmerksam machen, das wir also quasi unser eigenes Empfehlungsschreiben sind.

Wenn wir gerne in einem Team arbeiten möchten, dann ist es vorteilhaft,
wenn wir uns als umgänglich, hilfsbereit und anderen Menschen
gegenüber aufgeschlossen präsentieren.

Wenn wir gerne möchten, dass Menschen uns mögen und den Kontakt zu uns suchen, dann ist es gut, wenn wir bereit sind, ihnen Zeit zu schenken, mit ihnen zu lachen und mit ihnen zusammen zu sein.

Wenn wir gerne in unserem Beruf vorankommen wollen, ist es wichtig, 
dass wir uns auch für die Bedürfnisse unserer Kollegen und unseres/unserer Chefs/Chefin interessieren.

Wenn wir gerne geachtet und respektiert werden wollen, ist es wichtig,
dass wir anderen Menschen mit Höflichkeit, Freundlichkeit und Respekt begegnen.

Wir selbst zeigen durch unser Verhalten anderen Menschen, was von uns zu halten ist, was von zu erwarten ist, was für ein Mensch wir sind, das ist das Geheimnis, das wir aus unserer heutigen kleinen Geschichte lernen können.
Quelle: Helmut Mühlbacher
Ihr Lieben,
ich wünsche Euch eine gute neue Woche, ganz viel Freude und Zuversicht in Euer Herz und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren und auf andere Menschen zuzugehen.
Ich grüße Euch herzlich aus Bremen
Euer fröhlicher Werner



Freitag, 14. November 2014

Lerne von der Eintagsfliege Dankbarkeit!


"In den ersten Lebensjahren eines Kindes bringen ihm die Eltern das Gehen und Sprechen bei. In den späteren Jahren verlangen die Eltern dann, dass das Kind still sitzt und den Mund hält.
JOHANN Nepumok Nestroy
Quelle: Astrid Müller
Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute eine Geschichte von Hans-Christian Andersen erzählen:


"Die Eintagsfliege" 

"An manch einem warmen Sommertag hatte die Eintagsfliege um die Krone eines alten Baumes getanzt, gelebt, geschwebt und sich glücklich gefühlt und wenn das kleine Geschöpf einen Augenblick in stiller Glückseligkeit auf den großen, frischen Blättern ausruhte, so sagte der Baum immer: „Arme Kleine! Nur ein Tag währt dein ganzes Leben! Wie kurz das ist! Wie traurig!“
www.tk.de
Traurig?“ erwiderte dann stets die Eintagsfliege, „was meinst du damit? Alles ist so herrlich licht, so warm und schön, und ich selbst bin glücklich!“

„Aber nur einen Tag, und dann ist alles vorbei!“

„ Vorbei?“ sagte die Eintagsfliege, „Was ist vorbei? Bist du auch vorbei?“

„Nein, ich lebe vielleicht Tausende von deinen Tagen, und meine Tage sind ganze Jahreszeiten! Das ist etwas so Langes, dass du es gar nicht ausrechnen kannst!“

Nein, denn ich verstehe dich nicht! Du bist Tausende von meinen Tagen, aber ich habe Tausende von Augenblicken, in denen ich froh und glücklich sein kann! Hört denn alle Herrlichkeit dieser Welt auf, wenn du einmal stirbst?“

„Nein“, sagte der Baum, “die währt gewiss länger, unendlich viel länger, als ich denken kann!“

„Aber dann haben wir ja gleich viel, nur dass wir verschieden rechnen!“

www.chiemgau.de
Ihr Lieben,

ich werde  immer wieder von lieben Menschen gefragt:
"Wie kommt das eigentlich, lieber Werner, dass Du immer so fröhlich bist?"


Darauf möchte ich Euch heute gerne einmal ganz offen und ehrlich antworten:
Auch ich bin nicht immer fröhlich. Wenn ich davon lese, dass Kinder missbraucht werden, dann krampft sich mein Herz zusammen und dann bin ich sehr traurig.

Aber, das stimmt, fast immer bin ich fröhlich und das hat folgende Ursache:
Ich hatte, ohne das weiter auszuführen, eine ganz grauenhafte Kindheit.



Eines Tages lag ich als Folge davon als junger Erwachsener im Krankenhaus. Der Professor, der mich behandelte, ließ mein Bett in den Park um die Klinik rollen und sagte zu mir: "Jetzt haben wir Juni und die Sonne scheint und ich muss Ihnen leider sagen: Weihnachten werden Sie nicht mehr erleben!"

Zu meinem Glück hat sich der Professor gewaltig geirrt, denn das ist nun 40 (!) Jahre her. Aber ich habe danach gelernt, jeden Tag dankbar als ein Geschenk entgegenzunehmen.

Mir geht es wie der Eintagsfliege:
Ich habe begriffen, Gestern, meine Kindheit, ist zum Glück vorüber.
Was das Morgen bringt, darum werde ich mich morgen sorgen.
HEUTE ist der Tag, an dem ich lebe und für ich dankbar bin und das ist meine Quelle der Fröhlichkeit.
www.alpine-wandergruppe.de
Ihr Lieben,
Ich wünsche mir nichts mehr tief in meinem Herzen, dass jeder von Euch, meine lieben Freundinnen und Freunde auch lernt, das HEUTE dankbar entgegenzunehmen und HEUTE zu leben, HEUTE fröhlich zu sein, HEUTE Liebe zu schenken und Liebe zu empfangen.
Ganz liebe fröhliche Grüße an Euch alle
Euer fröhlicher Werner vom Weserstrand
Quelle: Astrid Müller

Donnerstag, 13. November 2014

Auch Du bist eine wichtige Lampe!


"Das Glück besteht nicht darin, dass Du tun kannst, was Du willst,sondern darin, dass Du immer willst, was Du tust!"Leo Tolstoi

Quelle: Helmut Mühlbacher

Ihr Lieben,

ich möchte Euch heute Abend eine Geschichte von Aljoscha Gottheis erzählen:


"DIE LAMPE"

"Einst stand in einem warmen Raume auf einem Schreibtisch, der vor Arbeit und Liebe in Form von Briefen strotzte, eine Lampe, rot  und glänzend. Sie war zufrieden mit ihrem Leben, wünschte sich immer das Gefühl, gebraucht zu werden und ihrem Besitzer helles gleisendes Licht zu spenden.

www.petroleumfreak.de

Doch eines Tages bemerkte sie eine Veränderung um sich herum. 
Gegenstände wurden eingepackt und verschwanden in großen Kisten.


Ein Umzug stand bevor, und sie freute sich schon auf ein neues, vielleicht schöneres Zuhause, wo sie nicht nur dem einen Menschen dienen durfte. 

Mit der Zeit verschwand alles, und als sie sich umsah, ward sie allein gelassen.
Sie verstand es nicht, redete sich ein, dass man sie später holen würde, damit sie nicht auf der Fahrt zu Schaden kommen würde. Doch keiner kam. Lange hielt sie die Hoffnung am Leben. Doch irgendwann schwand diese Hoffnung, sie wollte nicht mehr leben.


Sie wurde matt, an einigen Stellen fing sie schon an zu rosten, als an einem Herbstag leise das Leben wieder eintrat in das Zimmer, auf dessen Boden sie stand. 

Sie wurde auf einmal behutsam in die Hand genommen. Angst kam bei ihr auf. Dies sollte wohl der endgültige Abschied sein. Doch sie spürte die Wärme, die von der leichten Berührung ausging. Sie hatte Angst und doch spürte sie, wie man sie sanft zu streicheln begann. So vertraut. Doch durfte sie sich trauen?

www.hellenica.de

Die beiden Hände begannen sie zu reinigen, trugen neue und frische Farbe auf und kratzten  die alte weg. Sie strahlte von außen und innerlich freute sie sich. Sie merkte, dass sie wieder jemanden hatte, für den sie da sein konnte, wenn er sie brauchte. Sie bekam noch eine neue Birne. Und von da an strahlte sie noch heller und wärmer als je zuvor und bedankte sich so für ihr neues Leben."

www.antike-lampen.org

Ihr Lieben,

viele von uns ähneln dieser Lampe in der Geschichte. 

Wenn wir gebraucht werden, fühlen wir uns glücklich,
sind wir ausgeglichen und fröhlich. 


Wenn wir aber das Gefühl haben, nicht gebraucht zu werden,
dann fühlen wir usn unglücklich und es macht uns große Mühe,
fröhlich zu sein.
 

Jeder Einzelne von Euch wird gebraucht und ist sehr wichtig für Menschen in seiner Umgebung. Wir sollten auch nicht warten, bis uns jemand braucht, sondern anders als diese Lampe haben wir die Möglichkeit, selber aktiv werden zu können.

Ich habe schon etliche Menschen kennengelernt,
die sich einsam fühlen, obwohl sie mitten unter vielen Menschen leben. 


Ich empfehle diesen Menschen immer zwei Dinge: 
Zum einen fröhlich auf die Menschen in ihrer Umgebung zuzugehen, Freundlichkeit auszustrahlen, ein Lächeln zu verschenken, hilfbereit zu sein, und zum anderen sich Gruppen in der eigenen Umgebung anzuschließen, die den eigenen Interessen und Wünschen entsprechen und so neue Menschen kennenzulernen, neue Freundschaften zu schließen und die eigene Einsamkeit zu überwinden.

www.az-online.de

Ihr Lieben,
ich wünsche Euch allen von ganzem Herzen, dass Ihr Euer Licht leuchten lassen könnt, dass Ihr diese Welt mit Eurem Licht wärmer und heller machen könnt und dass Ihr dadurch auch selbst glücklicher und fröhlicher werdet.
Ich wünsche Euch morgen viel Kraft im Alltag, viel Zuversicht und viel Hoffnung.
Ganz liebe Grüße

Euer fröhlicher Werner

Quelle: Karin Heringshausen